Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
14
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14phirt bei den Verwürfen, die sein eignes Gewissen ihmmacht. Er hat alle Schandthaten begangen; er allein ernd-tet alle Vortheile davon ein: seine Hände sind mit demBlute einer tugendhaften Familie befleckt; er errichtet sich ei-nen Thron auf ihren Leichnamen: eine ganze Nation,durch Schrecken unterjocht, nimmt die Religion und dieGesetze an, welche dieses Ungeheuer ihr vorschreibt. Esleidet gar keinen Zweifel, daß solche theatralische Darstel-lungen den großen Haufen daran gewöhnen, alle revolutionnären Gräuel mit kaltem Blute anzusehen; und zugleichdie Unruhstifter mit kühnerem Muthe und größerer Drei-stigkeit beleben. Was mußte nicht in den Seelen unsererDecemvirs vorgehn, wenn sie einer Anführung Muham-meds beiwohnten? Ein Physionomist würde auf ihrem Ge-sichte inneres Wohlbehagen gelesen haben. Wir wollen al-les wagen, werden sie bei sich selbst gesagt haben, es wirduns nicht mehr dafür geschehn, als dem Verfasser des Al-korans; wir wollen Eisen und Gift wirken lassen; wirwollen alle Leidenschaften in Bewegung setzen, und dabeiseyn, um Nutzen daraus zu ziehen.Die Nationalfeste, welche gewöhnlich nach dem Ge-winn einer Schlacht, nach der Eroberung und Plünderungeiner Stadt gefeiert werden, sind ein anderes Mittel, wodurch ein Volk unsittlicher, unmenschlicher und blutdür-stiger wird. Wie viele Anhänger würde die katholischeKirche gefunden haben, anstatt daß sie immer mehrere ver-lor, wenn man für das Te Deum, das man in solchenFällen anstimmte, lieber eine öffentliche Trauer angeord-net hätte, um Gott die Tausende von Mordthaten abzu-bitten, die man sich zu begehen genöthigt sah. Aber nein!Man reitzt das Volk zum Tanze, zur Trunkenheit, zum