Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
9
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9verjagt die schmarotzenden, faulen Drohnen, und damit gut;der Stock ist deswegen nicht erschüttert, nicht umgestürzt;die Arbeit wird wie gewöhnlich darin fortgesetzt. Ohne ei-nen Augenblick zu verlieren, kneten die fleißigen Mitgliederdesselben das Wachs und den Honig, und alles geht, wievon selbst. Sollte die Natur den Menschen wohl wenigerbegünstigt haben, als die übrigen lebendigen Geschöpfe?Aber, möchte jemand sagen, warum immer jene bluti-gen Scenen zurückrufen? Warum auf jene Leichenhügelwieder aufmerksam machen, mit denen Frankreichs blutge-tränkter Boden besäet ist? Eine Aufzählung schöner Tha-ten, eine Sammlung edler Handlungen wäre tröstender, wä-re nützlicher! Sie würde wenigstens dazu dienen, die Bür-ger einander zu nähern; man würde gegenseitig empfange-nes Unrecht dabei vergessen; anstatt daß ein Werk, wie dasgegenwärtige, die Gemüther nur noch mehr erbittert, dasGeschwür nur noch brennender macht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .antworten darauf, daß wir durch siebenjährige, traurige Er-fahrung das menschliche Herz allzu gut kennen gelernt ha-ben. Lang genug haben die Bösen Furcht und Angst überdie Seelen der Guten verbreitet; jetzt ist die Reihe anuns. Schrecken soll die Geister jener Elenden ergreifen;nackt wollen wir ihre, gleichsam in Fäulniß übergehendenSeelen darstellen; wir wollen es ihnen zeigen, daß wir siegründlich kennen, und daß wir in ihre scheußlichen Geheim-nisse eingedrungen sind. Nur dadurch, daß sie an dem Gal-gen und auf dem Rade der Gewissensbisse jedermann zumSchauspiele dienen, nur dadurch kann man Frankreichvon ihren Spießgesellen reinigen. Die guten Bürger ha-ben unsre Schilderungen nicht erwartet, um sich einander