— 8 —schützen; es wird auf uns selbst zurückfallen. Also sein be-hutsam in Allem, was wir thun! Man wird das Ende un-seres Reichs nicht abwarten, um die Denkschriften desselbenabzufassen. Der Geschichtschreiber unserer Verbrechen folgtuns auf der Ferse, er begleitet uns überall, er verkündetuns zur Seite, hinter uns, und über uns — all das Ue-bel, was wir dem Volke thun, all die Wunden, welche wirdem Vaterlande schlagen. Darum laßt uns auf dem gera-den Wege wandelnZweifelsohne hätte eine solche Maßregel heilsame Fol-gen gehabt. Nun gut! Einen Theil dieser Arbeit habenwir erfüllt, und erfüllen ihn noch in diesem Augenblicke.Nichts von der Geschichte unserer Zeitgenossen haben wirumkommen lassen. Wir haben sogar die blutigen Brosa-men gesammelt, welche von den Tischen der Menschen-.fresser herabfielen.So eben las ich die Geschichte der Revolutionsver-brechen noch einmal durch, um sie zum Drucke vollendsfertig zu machen. Ein niederschlagender, ein herber Ge-danke drängte sich dabei in meine Seele. Ich will ihn mei-nen Lesern mittheilen. Wie? sagte ich, und die Federentfiel meiner Hand; wie? röthet immer Blut, röthetBlut, in Strömen vergossen, jederzeit die politischen Re-volutionen? Mit der Absicht besser zu werden, machen dieMenschen sich selbst schlechter! Um eine Wiedergeburt zubewirken, zerstören sie sich! Um unabhängig zu werden,werfen sie sich wechselsweise in's Gefängniß! Um die Mas-se zu läutern, losen sie um den zehnten Mann, der ster-ben soll! Sie nahen sich einander, um sich zu verbrüdern,und zerreissen sich statt dessen die Eingeweide! So handelnMenschen — aber nicht Thiere. Der Freistaat der Bienen
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