—In Erwartung dieses Zeitpunkts — so heiß gewünschtvon allen Guten, und den die Herausgabe unsers Werksbeschleunigen kann, — wollen wir uns jener mühsamen,aber ehrenvollen Arbeit unterziehen, die wir uns auferlegthaben. Ohne Scheu wollen wir alle dasjenige wiederholen,was wir von glaubwürdigen Männern erfahren haben. Oh-ne die Tinten zu schwächen, wollen wir alle jene Schau-spiele aufzeichnen, deren erschütterte Zuschauer wir gewe-sen sind. Frisch an die Arbeit! Wir dürfen das jetzigeGeschlecht nicht hinsterben lassen, ohne es nach dem Lebengezeichnet zu haben.Einen dreifachen Nutzen hat es, die Geschichte zu schrei-ben, je nachdem, wenn ich so sagen darf, sie sich unter un-sern Augen aufrollt. Die Bildnisse, welche aus dem Ge-dächtniß, und nach Erzählungen anderer gemalt werden,sind niemals ganz treu. Wie viele Dinge würde manwissen, die nun auf immer für uns verloren sind, wennman nicht zu furchtsam gewesen wäre, unsre Methode an-zuwenden! Wie manchem Fehler, wie manchem Irrthume,wie manchem Laster hätte man dadurch für die Folge vor-gebaut!Wenn ein Abgeordneter des Volks, ein Mann vonKopf und Herz, gleich bei dem ersten Fehltritte mit Nach-druck zu seinem Kollegen gesagt hätte: „Nehmt euch inAcht bei allem was ihr thut! Jeder unsrer Schritte, jedeMiene, jedes Wort wird aufgezeichnet, vor Frankreich, javor Europa zur Schau gestellt werden. Man wird nicht erstwarten, bis wir mehrere Verbrechen begangen haben, ummit Fingern auf uns zu zeigen, und unsern verunehrtenNamen in das große Buch der Nachkommenschaft einzu-schreiben. Das Beil unserer Henker kann uns dagegen nicht
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten