— 2Die Wildheit eines Busiris in Egypten, und der Un-tergang von 20,000 seiner Unterthanen, welche bei demBaue einer Pyramide aufgeopfert wurden, — haben erstdann ihre Stelle in den Jahrbüchern jenes Landes gefun-den, als die schreckliche Ereigniß längst vorüber war.Weder die morgenländische, noch die nordi-sche Semiramis ist, so lange sie auf dem Throne saß,der Ermordung ihres Gatten bezüchtigt worden.Der große Kyrus, welcher seinen Blutdurst nie zustillen vermögte, wurde dafür erst in seinem Tode gestraft.Der Eroberer fiel im Treffen gegen die skythische Kö-nigin Tomyris, und die Siegerin tauchte seinen ab-Gesetzgebung. Er sah sich einigemal zu sehr entscheidenden Maß-regeln genöthigt; das ist wahr. Aber man denke auch daran, daßer mit einem rohen, noch wenig gebildeten Volke zu thun hatte.Seine Gesetzgebung, die religiöse und politische Verfassung, die erden Israeliten gab, war gewiß für Zeit, Ort und Umstände mei-sterhaft entworfen; und es leidet keinen Zweifel, daß sie, durchpünktliche Befolgung seiner Vorschriften, dasjenige geworden wä-ren, wozu er sie bilden wollte. Eine reine Theokratie warMoses Zweck. Und diese Verfassung mußte den Juden um somehr einleuchten, da sie aus Egypten kamen; einem Lande,das damals kultivirter war als alle übrigen, wo aber die Reli-gion und die damit verknüpfte Priesterschaft auf das genaueste indie ganze Staatsverwaltung eingriffen. — Die Niedermetze-lung eines ganzen Volksstammes bezieht sich wohl aufden Vertilgungskrieg, welchen die Israeliten (4. B. Mos. 31.) miteinem mibianitischen Stamme führten. Dieser letztere war aberder angreifende Theil. Er verweigerte den Israeliten den Ge-
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