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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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Die Antwort von Bern vom 23. Juli lautet, dem Botschafter sei wohlbekannt, welche der Parteien friedliche»^Gedanken geführt habe und wie ehrlich und aufrichtig Bern verfahren sei. Seither werde er auch dieunverantwortliche Handlungsweise der Stände Luccr» und Uri in Erfahrung gebracht haben; am nämliche»»da das Friedensinstrument unterzeichnet worden, seien aus Lucern einige Stüke sammt Munition abgeführt/Landvolk zusammengezogen worden und sei man sogar unter Anführung von Schultheiß Schwytzer und a»Standspcrsonen in das bcrnische Land eingedrungen. Diese Untreue könne nicht straflos ausgehen.

Staatsarchiv Bern: Toggcnburgbiichcr I>. 187. (Abschrist-)

Zürich crwiedert den 27. Juli, der Botschafter »verde an dem treulosen Vorgehen der Feinde selbst das g»»^Mißfallen haben; man sehe nicht ein, wie man bei so gestalteten Dingen mit Sicherheit noch weiter verha» »und nicht vielmehr das vollführen solle, wozu man durch die Feinde selbst gezwungen sei.

Staatsarchiv Zürich: sich. Missivenbuch?. '»»»»»

8<»2. 1712, 23. Juli.' Bern klagt wider Lucern und Uri, daß stc sich mit den Truppen der dreiO rte vereinigt haben und nun inögesammt im Freiamt kriegsbereit stehen, wo sie sogar vor »venig Tage»»bernische Dorf Fahrwangen angegriffen haben. Da Frciburg und Svlothurn ihre Angehörige» zu stündlichcr 4"Haltung aufgemahnt, ergeht eine gleiche dringende Mahnung von Bern an Basel, Biel, Schaffhausen und Neue»'

Staatsarchiv Bern: TvMNlmrgliiichcr I). 120. 12». (Abschnsü"-)

8<!3. 1742, 23. Juli, Altorf. Bericht dcö Nuntius a» den päpstlichen NuntiuS Bentivoglio i» Paris. ^n»^die edle Standhaftigkeit der drei Orte Schwyz, Unter»valdcn und Zug gegen den ihnen zugemutheten Friedendurch die Vereinigung ihrer Truppen in der Stärke von 3ll()l> Mann im Kanton Zug haben auch Lncern n»»dtroz der Gegenbemühungen der Behörden steh für den Krieg erklärt und sich bereits mit den drei andernconjungirt, wodurch zum Jubel aller Gutgesinnten daS katholische Wesen in einen Stand getreten sei, der duHoffnung gebe, daß der erlittene Schaden baldigst ersezt und die Heretiker in der Lage seien, von denjenigenhinzunehmen, welchen sie solche geben wollten. Nach einem einläßlichen, aber übertriebenen Bericht über dasbei der Sinserbrüke, fährt der Nuntius fort; als am 19. Juli in Lucer» das Gerücht umgegangen, daß die Katho >»die Sinserbrüke forciren werden, habe sich der Rath der Hundert sofort versammelt, um bei dem Lärm der' »'und Landleute in daS Feld zu ziehen und ei» Aufgebot zu erlassen, »vorauf die Bauern haufenwcisAls man dann gegen Abend dieses Gerücht anzuzweifeln anfing, wollte die Obrigkeit ihren Entschluß 6"^'"das Volk wieder nach Hause schikeil. Es sei aber in Erfahrung gebracht worden, daß die Bauern schon vo> U» ^Tagen in einer besonder» Zusammenkunft beschlossen hatten, zu den Truppen der katholischen Orte zuBauern seien fest entschlossen, mit allem Gewalt zu kriegen. Es hätte w'enig gefehlt, daß ein Rathsherr, den ^zur Begütigung des empörten Volks »ach der Rooter Brüke abordnete, gctödtct worden wäre, ebenso habe an ^Jesuit, der das Volk zum Frieden ermahnte, über Hals und Kopf seine Rettung in der Flucht suchen müsse»» ^Bauern haben sich ihre Officiere selbst ausgewählt, darunter auch den Schultheiß Schwytzer, obgleich er >»e1»8V Jahre zähle.

Staatsarchiv Bern: Toggenburgbilchev I). 105. (Beglaubigte Abschrn -

8<i4. 1712, 23. Juli. Die schwyzerischen Kricgsräthc in Feufisbcrg an Schwyz. Über daS schändlichereißen der Landleute, »ach deren Beispiel auch die Untcrthauen nach Hause gelaufen, könne man sich "»»^ ^ 2llformalisiren. Der Unwille über diese Zaghaftigkeit, sich durch einen so geringen Verlust, da nicht mehr a ^Mann todt geblieben, crschrcke» zu lassen, sei nicht zu beschreiben. Man zweifle zwar nicht, daß diesaubere That auf andere zu legen und sich zu bcschönen bemühen »verde». Wären bei den» Sturm auf die " ^schanze nicht viele über Hals und Kopf davongelaufen, so wäre der Sieg und die Schanze errungen worden-^Landesfahnen sei ohne Vorwissen des Fähnrichs nach Rothenthurm getragen worden und »verde heute ;

kommen. Man möge doch alles Volk hinausmahnen, da nicht einmal Mannschaft anwesend sei, um ^

Laud-sarchiv Schwyz: Acten ToMuburg. (Ongl