2546
722. 1712, 24. Juni, Aara». Zürcherischer Bericht an Zürich. BiShi» lautete die Instruction Berns, ^und die Freiäniter absolut für beide Stände als Eigenihum zu begehren, und sich ohne dieses in keine UntcrlMcheinzulassen! »s fragte sich nun vor 'Allein, ob Bern jczt zu einer Theilnng der Bogteien einwillige. ^scheinen die V Orte entschlossen, eher den Krieg weiter zn wage», als die Freiäniter abzutreten, weil sie
nicht so nahe bei Luccrn und Zug habe» mögen; mit Ausnahme der Freiäniter dagegen lassen vielleicht die kathoi» ^Orte noch das eine und andere fahren. Für beide Stände werde die Hauptfrage sein, ob man nakt vo»Orten wegen des Kriegs Satisfactivn in Überlassung der ganzen Grafschaft Baden und der Frciämtcr begehrt ^deren Aeguivalent anderswo suchen und die übrigen gemeinen Vogtcie» in 8tutu guo, doch mit Neinedl» 'Civil-und Religionöbcschwerdcn lassen, oder aber auf die angetragene Thcilung eintreten wolle. Das erster» l ^daS richtigere und fände auch bei beiden Stände» mehr Jngrcß; allein sowohl die unparteiische» Orte ^französische Gesandte versichern, die Gesandten der V Orte dürfte» diese» Pfad nicht wählen, sondern inüfP"die Thcilung gehe», damit sie ihrem Pöbel die Augen verblenden und vorgeben können, es sei nichtö verlIndern nur getauscht wvrdeu. Staatsarchiv Zürich: Acten Toqgenburg. (Orig)
72!1. 1712, 24. Juni, Bern. Der Sccrctär der zürcherischen Repräsentanz an Zürich. 'Aus dcrschlld^intercipirten Briefen vo» Luccrn, llri, Schwyz und ltntcrwalden, die nach Paris, Svlothurn, Frcibnrg,u. s. w. addrcssirt waren, erhelle insgemein, daß den katholischen Orten bei der Sache ganz übel sei und 5''wissen, wo aus, wo ein. Besonders Luccrn verlange sehr nach dein Friede», u. s. w.
Staatsarchiv Zürich: Acic» Toggc»burg. <O"gl
724. 1712, 24. Juni. Schultheiß, kleine und große Räthc von Bern ertheilcn ihrem Generalcomina»einer allfälligcn Wiederaufnahme der Feindseligkeiten folgenden OpcrationSbefchl: 1. Die ToggcnburgerUznach und Gaster weg. 2. Zürich dringt nach Zug uud wo möglich in das sehwyzcrischc Gebiet vor. ^ ^fällt auf drei Seiten, nämlich vom llnteraargan, bei St. Urban und vom Emmenthal ans in das Luceriu^st^nimmt Geißeln weg, schreibt Contributioncn aus und sezt sich mit der Hauptmacht daselbst fest. 4. Eben!»es einen Vorstoß nach Unterwaiden. 'Allen Truppencvrps wird verboten zu brenne», Kirchen und Kapelle» ,rauben und darin Unfug zu treiben. Alle diese Bewegungen sollen auf sämmtlichcn Linien gleichzeitig des'und ausgeführt werden. . ,
Staatsarchiv Vcrn: ToggcnlmrMicher (Z. 176. (Ong-/
72'». 1712, 24. Juni. Kleine und große Räthc von Zürich beschließen, einen Desitin auf Rappcrswysiund Gastcr auszuführen, nm den Feinden, welche AllcS tvohl beobachten, schon dermalen zu zeige», daß i«
billigen Frieden mit mchrercm Ernst suchen »volle. Die nähere Bcrathung hierüber wird den Kriegs»'» ^Wädenöweil und lliüti übertragen und den» Corps in Mcttmcnstctten davon Kenntniß gegeben; fürgenügend, wenn es dermalen an den zugerischcn Grenzen zusammengezogen und in beständiger Bewegung g' ^werde, während unterdessen im Zcughausc zu Zürich an da und dort bcnöthigter 'Artillerie und MunitionNacht gearbeitet werde. . )
Staatsarchiv Zürich: Acten Toggcnbnrg. Missiven an die einzelnen Kriegscorps.
t Ära"!
721». 1712, 24. Juni. Vor Rüthen und Landlcuten zu Schwyz erscheinen die Abgeordneten LandvvgLudwig Heymann und Philipp Jakob Omlin von Obwalden, und Hauptmann Franz Remigius Zeiger und ^Franz Odcrmatt von Nidwaldc». Nachdem auf ihr Verlangen sofort auf Nachmittag 1 Uhr sämmtlichcüber Ili Jahren bei Eiden zu einer LandSgcmeindc auf das Rathhaus berufen worden, trägt ihnen dieFolgendes vor: Das einigcrmassen eingerissene Mißverständnis; unter den katholischen Orte» solle »bgeth»"diese sollen cinmüthig zusammentreten, um die unbilligen Fricdensvorschläge der hochtrabenden Stände ,>>z
Bern zu verwerfen und Gut und Blut daran zu wagen, wozu Untcrwaldcn entschlossen sei und dievon Schwyz nachgesucht werde. Zuerst wird ermehrt, daß die Deputation bei den Rathschlägen der 'anwesend sein solle, was viel Ungestüm und Tumult der Landleute Hinterhalten, jedoch nicht vollständig' ^verlangen die Landleute die Ablesung des 'Abschieds vo» Brunnen (vom 15. u. 17. April), und die Abg