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dem kaiserlichen Botschafter widerfahrene Behandlung, Aus all' dein entnehme der Kaiser, dasi es beide» Städ^nicht einzig um die Vcrtheidigung der tvggenburgischen Unterthanen, derciuvegen die Erwekung eines solchen Krie^feucrs in der Eidgenossenschaft nnnöthig gewesen wäre, sondern um ein Mchreres zu thun sein müsse, weshalb edem Werke nicht mehr länger zusehen könne und sich von des kaiserl. Amtes, der Wahlcapitulativn u»d ^Reichsconstitutioncn wegen verbunden erachte, nochmals wohlmeinend zu mahnen, daß beide Städte von a 'Thätlichkeiten abstehen, die vormalige Mediation wieder an die Hand nehmen und den Streit unbeschadet ^Rechten des Kaisers und des Reiches entscheiden, vor Allem aber, dasi sie ihre Kriegsmannschaft ans de» äbtsiVLanden zurükziehen und diese dem Abte restituiren und den Kaiser nicht glauben machen, dasi beide Stände a» ^Erbverein nicht mehr halten wollen, für welche» Fall er seine kaiserl, und landesfürstl. Macht vorzukehrenund ihnen für Alles die Verantwortung vor Gott, der Welt und den Miteidgcnosscn heimgebcn würde,
Staatsarchiv Zürich: Acten To^qenbnr^. (Orig.) - Staatsarchiv Bern: Toggenbttrjzbücher
Das kaiserl, Reskript ist vom Gesandten den 2, Juli an Zürich zugestellt worden. Das diesem ^rlasi''^Grunde liegende Gutachten des kaiserl, Ministeriums vom 19, Juni 1712 einhält der Cvpialband b' ^Stiftsarchivs St, Gallen,
71<>. 1712, 22, Juni, Bremgartcn, Die Oberbefehlshaber des zürcherischen Freiamtscorps und der bcnui^Armee bei Hägglittgen vereinbaren sich über folgende» Operationsplan i l. Beide Kantone agircn im ^Bruches gesondert und zwar Bern gegen Lucern, Zürich gegen Zug, 2, Die Bcrner schieben ihre Armee ichMuri vor, die Zürcher errichten um Maschwanden herum ein Lager, um sich dem Feind sämmtlich ins Gefielst ^stellen. Im Kriegsfall wird Bern auch gegen Unterwaldcn einige Truppen anrüken lassen, während ZünehUznach und Gastcr und von WädenSwcil auö gegen Schwyz eine kräftige Diversion vornehmen wird, 3-tvird das Nähcrc über Leistung von Fourage und Fuhren für beidseitige Truppen und eine über die 3ieu>!schlagende Schiffbrüke verabredet. Siaaisarchw Zürich: Acic» ToMuburg,
717. 1712, 22, Juni, Aarau, Bericht der bcrnischc» Gesanvten an Bern, Die Gesandten von
und Solothnrn gaben auf wiederholtes mündliches und schriftliches Andringe», ob diese Stände ihre Ortsfi>" ^zur Anfmahnung der cnnetbirgischen Uuterthancn gegeben, die Erklärung ab, sie hätte» weder zu Bade» m' ^ ^Zug hievon etwas gehört, ausier dasi man einmal in Baden nach beendigter Session auf der Gasse bcdcuü^'.^seien für das Aufgebot OrtSstimme» vorhanden. Darauf sei aber lediglich geantwortet worden, wenn dein ü ^so widcrsezen sie sich nicht. In Ölten haben die V Orte, als die Unterthancn wirklich nicht ausgezogen, fie ^die Zustimmung zu einer abermalige» Aufmahnung zu geben, was aber abgeschlagen worden sei,
Staatsarchiv Brrn: Toage»i»lr»b»ch v, e 0i ^0,
718. 1712, 22, Juni, Stadtschreibcr Holzhalb in Zürich an den zürcherischen Repräsentanten in Bern-verwundere sich, dasi die Absebikung des Schreibens und Memorials an den Reichscvnvcnt zu Rcgc»sbu>ö ^Staude Bern mißfällig vorgekommen sei, da dies doch eine ebenso nothwendigc als unschuldige Sache mau ^ohne alle» Zeitverlust dem Reichscvnvenl alle widrigen Impressionen zu benehmen und die Auhängigwach"^Handels daselbst zu vereiteln. Was das von Bern zu entwerfende Memorial an den kaiserl, Hof
Zürich nach wie vor für Weglassung der Stelle, dasi beide Stände sieh auf eine Unterhandlung »nt deinBotschafter nicht einlassen können, weil sie kein Vertrauen zu ihm besizen. Diese Stelle könne mit demCreditiv nicht bestehe», Hievon solle Schultheiß Willading Mitteilung gemacht werde», . ,
Staatsarchiv Zürich: Och. Missivcnbuch ?-
719. 1712, 23, Juni, Kleine und große Räthc von Zürich an die Gesandten in Aarau, diedem THeilungsvorschlag des französischen Gesandten nicht nur keinen Vvrtheil, sondern vielmehrBesorgniß, daß Alles auf eine gefährliche Verzögerung abgesehen sei, werde stärker und stärker. Die 'sollen mit Bern bcrathcn, dasi soweit möglich die Mediation des französischen Botschafters ausgewichen u>
die unparteiischen Orte die katholischen Stände zu einer definitiven Rükäußerung über die vier Punkte awerden, SiaaiSorchw Zürich: G-h, MGvenbuch ?'