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. fu einmal Zeit, Friede» zu mache» und etwaS nachzugeben, ansvust es den katholischen Orten, die von keinem'Mische» Fürsten irgend welche Hilfe zu erhoffen haben, noch übler gehen dürfte. Daraus sehe man, daß man'Such a„s Hj^t bauen könne und Glaube» und Freiheit nicht durch die Politici, sondern durch Gott und wahre'rächt erhalten werden; das allein sei Wahrheit, Alles andere leerer Schein. Lucern wolle den Frieden habe»,auch ein namhaftes Opfer nicht scheuen, besonders weil man da und dort von Frcifahncn rede. Uri trete'st in die Gedanken Lucerns, Unterwaldcn und Zug haben neue Instructionen erhalten, mit den mchrern Orten,^ ^"»n svlche eiumüthig, auch zu dem Frieden zu helfen.
Landcsarchiv Schwyz: Acten Toggenburg. (Orig.)
l712, 21, Jnni. Gutachten der Gesandten von Zürich und Bern in Aarau über die vorzunehmenden^'bsopcrationcn, bie FriedenSunterhandlungcn scheitern. Bor Allem ist die Offensive zu ergreife». Im
^uzelne,, mird vorgeschlagen: l. Die Toggcnbnrger bemächtigen sich der Vogteie» llzuach und Gaster, um Schwyz^ 3auine zu halten. 2. Gleichzeitig rükt die zürcherische Hauptmacht in den Kanton Zug ein. 3. Die beruische'"ee postirt sich gegen Luccrn bei Bremgarten, damit dieses den kleine» Orten keine Hilfe leisten könne. Gincher Einfall in das Luccrnergebict wird mißrathcn, weil Lucern, sichern Berichten zufolge, seine Mannschaft. . ntheils abgedankt und diese wenig Lust habe, die Waffen anders als zur Vcrthcidigung des eigenen Landes^ ^greife». 4. Bern macht einen Einfall in das Land Unterwaldcn, das die Feindseligkeiten gegen dieWchen Unterthanen zuerst begonnen hat. Staatsarchiv Bern: T°ggc»burgbüch-r o. 157.
l712, 21, Juni. Schultheiß, kleine und große Räthe von Bern an Samuel Frisching, Kriegsraths-"l'dcnt nnp giiklauS von Diefibach, Feldoberst, im Lager zu Hägglinge». Von sichert» Orte her müsse man mitHerzeleid die unerwartete Begcgniß vernehme», daß bei verschiedenen Officicren, besonders aber beifalls"! ^ großen Rathcö sind, ein merklicher Unwille» ausgebrochen sei, indem sie sich „crsczt" haben solle»,Bern in Fortseznng des Krieges die V katholischen Orte selbst angreifen würde, nicht zu marschirc», da derals^ ^ Poggenburgs tvegen vollführt und wenn etwas Weiteres vorgenommen werden wolle, sie, die Officicrc,sei ^"^esglicder zu den Sachen auch mitzureden haben. Obgleich der Angriff ans die V Orte »och nicht beschlosseniiii'c- komme doch dieser vorläufige Widerstand der Officiere um so bedauerlicher vor, als man gleichzeitig vernehmenll'erd frllche Wieden auch unter den Truppen umgehen und diese darin durch daS Beispiel der Officicrc gesteift'vir/" ^kchcs Alles, wie wohl zu erachten, der Friedensverhandlung in Aarau einen schlechten Nachdrnk gebe»last Nachdem die Räthe hierüber ihre traurigen, dennoch aber vaterländisch gesinnten Reflexionen haben waltenhj/"' ^ ihnen doch zu den Officiere» und Bürgern das gute Zutrauen verblieben, daß sie auf Vorstellung der^'""bcr gewalteten Gedanken sich eines Bessern besinnen und von solchem, dem Vaterland und ihnen gefährlichenabstehen. Feldkricgspräsidcnt und Feldobcrst erhalten daher den Auftrag, die Officiere, einer nach demvor sich z„ bescheiden und jedem absonderlich im Rainen der Obrigkeit vorzustellen: einmal, daß Bern eineechte Sache führe und daher von Gott augenscheinlich gesegnet worden, und daß diesem Segen nichts Verderblicheresy, ^engcffzt werden könnte, als dergleichen Widcrsczlichkciten in der Zeit, da es um das Abdrnkcn der glüklichsich l Friedcnsncgotiatio» zu thun ist. Wenn ei» gutes End und Zwck erreicht werde» wolle, müsse man
u»d ^"""klich der Mittel bedienen, welche die Erreichung dieses Zwckes befördern. Ob aber durch solche Rede»^.^'haben der heilsame Zwek erreicht werde, sei leicht zu crmessc» und man müsse befürchten, daß die Widcr-^ Tagsaznng davon schon Kenntnis! haben, da man spüre, daß es so wenig rükcn will und derZustände doch solche Aufzüge nicht rathsam erscheinen lasse». Wenn man sich vor der Zeit öffentlichei»/' ^""^'»cn lasse, daß man lediglich bei dem Eroberten verbleiben und zu nichts Weiten» behufs Erlangungselbst Briedens schreiten wolle, wie immer auch die Tagsazung ausfalle, so können die Widerwärtigen von
H bedenke», daß Bern die eroberten Lande nicht anders werde behalten können, als mit solchen Koste», die den'res»'» '""'t übersteige», wodurch dann auch die Hoffnung der bessern Conjunction für die katholischen Ortea»dc'^ bcspcist sei, Sollrc dieser sonst glnklichc und sieghafte Krieg einen so schlechten Ausgang gewinnen, wem„ '"üßte von der jezigen und Nachwelt die Schuld beigemessen werde», alö gerade den eigene» Officiere», dieUnwillen und Widerstand sich mehr schuldig mache», als die einfältigen und mit Unverstand mürrischen