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l Z5. August. Appenzell A.-Rh. an Zürich. Zuverlässige Berichte aus Toggeuburg melden die
.^Vollziehung des Nrtheils wider die sechs Ausschüsse von Wattwyl, die zusammen in 12W holländische Thaler^ ^^sällt worden; überdies sei den Toggcnburgeru alle Gemeinschaft benommen, und den Fürsten zu einemHerr» über Toggenburg zu machen sei mit solchem Fortgang im Werk begriffen, daß bereits einige nicht^^"gstkn Gemeinden hierzu eingewilligt haben. Aus diesen Ubergriffen dcS AbtcS könne nichts als eine nichtiu Unterdrükung nnd gänzliche Ausrottung der evangelischen Religion präsnmirt werden. Es sei daher
Bregen, ob diesen Vexativne» noch länger stillschweigend zugesehen werde» könne und wolle.
Staatsarchiv Zürich : Acten Toggeuburg.
Hah ^ Zürich übermittelt das Schreiben von Außerrhoden an Bern mit dem Berichte, es
^""gclisch Glarus ersucht, einen gründlichen Rapport sowohl über das, was jüngst zu Baden religionSgenössischüber die Mitthcilungcu von Appenzell A.-Rh. zu erstatten, damit diesen sich je mehr und mehrsenden Drangsalen der Toggenburger mit heilsamem Rath zeitlich begegnet werden könne.
Staatsarchiv Venn Toggcnburg-Büchcr 807.
Fact^' 2. September. Evangelisch GlaruS übermittelt an Zürich den verlangten einläßlichen Bericht,
siiaa'^' die Entstehung und Entwiklung der gegenwärtigen Anstände in Toggeuburg. Diese betreffen haupt-
en des OrteS Schwyz und die von daher erfolgte, als erimsn Iwsw mnjostntis verfolgte Rede im Hummel-
ju ^ Punkte: 1. die der Gemeinde Wattwyl zugemuthete Erbauung der Straße durch den Hnmmelwald
z ./ ' dlc Bestrafung dcö Paunerherrn Bösch wegen der Bestchtignng des Landcspanncrs im Archiv zu Lichtcnstcig;
^"Ü'rache der alten Landschaft an Toggeuburg für Ersaz der Wachtkostcn am Bodenscc in den Jahren 1688üfri Daran wird die Mitthcilung geknüpft, katholisch Glarus habe sich bisher in dieser Frage ebenso ^Z^gt, demselben sei bisher kein Anlaß zu Eifersucht geboten worden, wohl wissend, daß der mindeste Vor-
>h»en weiter» Besorgnissen von evangelisch Glarus den Eifer ganz auslöschen könnte; denn es ist bei
Unter tätliche Berlezung des Gewissens, auch dem ungerechtesten zu Beförderung ihrer katholischen Religion^ viel^""^^" Verfahren sich zu widersczc». Allein es kommt jezt das Berathschlagen des weiter» Verhalts um^üverer vor, weil Schwyz, nachdem den Toggenburger» durch Furcht die Stimme um Recht zu schreie»At k Glarus zu keiner Cooperation vermocht werde» kann, was bei Glarus den Verdacht einer Collusion
Abt nicht wenig gemehrt hat.
Staatsarchiv Zürich: Acten Toggeuburg.
3üricl 21. September, Mollis. Landvogt Fridolin Blumcr an Sckelmeister Johann Heinrich Rahn in
U-urd ^ '"Entsagung für die Mittheilung dcö in Zürich aufgelesenen Briefes, der den Herren Häuptern vorgelegt^vi>/ über des Übcrsenders Namen zu offenbaren. Man verwundere sich sehr, wie dieser Brief nach Zürichstie» dum, wie ihm wolle, jedenfalls helfe er aus vielem Wunder. Blumer nebst Laudvogt Gallati
Tv. "ünilich Samstag den 2<1. August zu Schwyz vor Rath gewesen, hätten daselbst beider Orte Rechte im^»aa Kräften vorgestellt und dargethau, daß das st. gallische Verfahren sowohl den Rechten der
^echte""'^ denjenigen beider Orte zuwiderlaufe. Auf das Begehren, über die allseitige Wahrung dieserSchwyz cmiscrircn und Mittel aufzusuchen, sei nach langer Berathschlagung der Bescheid erfolgt,niiht k! ^>chr finden, daß man sich der toggenburgischcn Händel beladen könne, weil die Toggenburger selbst^sige nachsuchen; cS sei ganz gefährlich, das Richteramt zu behalten, wenn man sich parteiisch
vo„ m die glarnerische Deputation auch betonte, daß ja den Toggenburger» alle Wege zur Erhebung
lvolh xg Nationen abgeschnitten seien. Weiter zu confcrircn sei nicht uöthig, wen» etwas an Schwyz wachse,^ ^'^uilung machen; Schwyz sei so gut wie Glarus bedacht, an de» Freiheiten nichts erscheine» zu lassen.Ahr °""^g Morgen sei Landvogt Gallati in das Capucinerkloster zur Kirche gegangen und von sieben bis elfi>UrH ^ Ablieben, s» daß leicht abzunehmen war, daß mau mit ihm absonderlich rathschlagcn werde, was nunHirHe ^ ^^ducinerbricf bestätigt worden sei. Laudvogt Blumcr habe es nicht gebühren wollen, mit Gallati zur^Tgent" Üchcn und jene Besprechung so zu verhindern. In Schwyz seien noch genug ehrliche Leute für dieurger günstig und es könnte wohl geschehen, daß sie einander selbst in die Haare wachsen würden; allein
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