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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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2230 Bcllcnz, Vollcnz und Nivicra. 1691.

nöthig ist, soll jcwcilcn dcr Großwcibcl und in seiner Abwesenheit oder Behinderung ein Schloßkncchb ^wenn dieser nicht functionirc» kann odcr will, cin Untcrwcibel gebraucht wcrdcn und zwar bci Strostjcdcn, dcr dcm Andern dcn Dicnst vorlaufen würde. Bci Schuldfordcrungcn svllcn die Anzeigenschncll bestellt und nach fruchtlosciu Ablauf von drci Tage» dcm Schulducrdcr Kosten" angekündigt ^bci fcrncrcr Saumseligkeit ihm »ach Vcrzcigung und Willen dcS Gläubigers Pfand abgenommen »"Dcr Großwcibcl soll auch beim Antritt seines Amtes schworen, dcn regierenden Orten und dem La» ^gehorsam und gewärtig zu sein, de» Nuzcn zu fordern lind dcn Schaden zu wende» und Crnninab ^Malcfizsachen zu leite». 7. Zu Cap. 158. Der Großwcibcl erhält für die Beköstigung der Übelthäicr b'g .l<) Bazcn und für die Thurmlösung eines ÜbclthätcrS 1 Dikcn und für diejenige eines Sch"^>'^Bazcn. 8. Da cS erscheinen will, daß dcr Kanzler dem Landschrciber entgegen dcn 1674, 1675 »"d ^erhaltenen Ortöstimnicn Eingriffe mache und aber seither neue OrtSstimmcn erthcilt worden sei» sollen, stdie weitere Disposition über Revision dcö Cap. 6, dcn Landschrciber betreffend, den Obrigkeiten selbst9. Zu Cap. 115. Liegenschaften sollen in dcr Gemeinde, wo sie sich befinden, versteuert werden;hingegen, welche vor 1660 an Bewohner anderer Gemeinden veräußert worden sind, sollen in bc»b ^Gemeinden versteuert werde», wo sich deren Käufer im Jahr 1660 befunden haben. Jededemnach ihre Schulden aufrechnen und die Stcucrgnotc aus die Pflichtigen Güter verlegen, so daß dicin künftigen Verpfändungen angezeigt wcrdcn könne. Sollte» die Gemeinden neue Gcldaufbrüchcwollen, so sollen sie vorher dic Bewohner anderer Gemeinden, welche in dcn erstem stcncrpflichtüst ^besitzen, davon in Kcnntniß scze», damit sie noch rechtzeitig sich dagegen beschweren können. Endlich 6 ^Spccificatio» dcr Steueranlage dcm Landvvgt jcwcilcn einen Monat vor dcm Einzug zur Prüfung ^wcrdcn. kl). Zu Cap. 118. Liegenschaften, welche künftig an Bewohner anderer Gemeinden veräußcO"'bleiben da dcn Steuern unterworfen, wo sie liegen. Ein Gleiches gilt auch von Güter», dic in ^Hände gekommen sind. 11. Zu Cap. 20. Fremde Fürsprecher, welche mit Bewilligung dcS Landvogb^^einer Behörde auftreten, sind dcS in besagtem Capitcl enthaltenen Eides entbunden. 12. Zu Cap. 116.welche sich zu Bcllcnz hauShäblich niederlassen, sind für das betreffende Jahr (früher hieß es ei»steuerfrei. 13. Zu Cap. 82. Ein Vogt odcr Verwalter, dcr seinem Vogtkindc oder seiner Co»»»iÜO^^Schuldzcdcl, Rcchtsamen u. s. w. verabsäumt, soll nach Gcstaltfamc dcS Fehlers abgestraft und ucbstd^^Ersaz verfällt wcrdcn. II. Criminalstatutcn. 1-1. Zu Cap. 17. Bci allen Leib- und Lcbcnssirafc»das Gut dcS ÜbclthätcrS zu Händen dcr regierenden Orte confiScirt werden, vorbehalten sind die Fo>^ ^dcr Gläubiger und dcr Pslichttheil der Kinder. 15. Zu Cap. 38. Dic durch falsches ZeugmßHand mag dcr Übclthätcr innerhalb zehn Tagen mit 50 Kronen lösen. 16. Zn Cap. 54 derBeamte dürfen in Criminal- und Malcsizsachc» wohl bci Eiden Zcugniß geben, fallen aber bci dcr Bc»0- ^in Ausstand. 17. Wenn dic auf Übertretungen gcscztcn Bußen 8 Kronen übersteigen, so gchocc»chdcm Landvogt allein, sondern sollen in dic Kammcrrcchnung genommen wcrdcn. 18. Zn Cap. 57 der »statutcn. Criminal- und Malcfizsachen sollen nicht bloß von dcn Cvnsulcn, sondern auch von den drci ^0^dcm Statthalter, Fiscal, dem Sindik und Kanzler geleitet werden. 19. Zu Cap. 15 Ehebruch cincö ^soll im ersten Rükfall »cbst der Buße mit AmtScntsczung und im dritten Rükfall »ach Ermesst» ^vogtcS bestraft tvcrde», wobei jedoch dic Appellation vorbehalten wird. 20. Zu Cap. 171 dcrDcr Fiscal, wenn er auch nicht dcS Rathes ist, soll gleich nach dcm Landfchreibcr gehen. III-der Bußen und Strafen. 21. Dcr St. PcterS- und Stcphanskirchc zu Bcllcnz solle» von du>