Sargans. 1893
^ Gallen bczcichncn wcrdc; die Untcrthancn wünschen aber baldigste Erledigung der Sache, nm der Wachenanderer Nachtheilc enthoben zu werden. Auf die nun zuerst aufgeworfene Frage, wie allfällig ein»ug >chj-g Schiedsgericht zu bilden sei, eröffnet GlaruS, daß laut einem zwischen ihm, Namens der Vogtci^ enberg, und dem Grafen von Vaduz 1562 aufgerichteten Brief jeder Theil zwei Säzc zu bczcichncnc und daß der Graf von Vaduz, wenn er Kläger sei, den Obmann auö den Räthcn von Zürich, Luccrn,und Schwyz, Glarus aber als Kläger auö den Räthcn der Städte Constanz, Radolfzell, Fcldkirch undLenz zu wählen habe. Da dann in der Hauptsache erwähnt worden, die Wartaucr hätten wegen dieses)rö verschiedene Spruchbricfc, so wird der Landschrcibcr beauftragt, Abschriften davon zu Händen derM Orte nach Zürich zu schikcn. In der Voraussicht, daß daö vom Prälat von Kempten vorgeschlagenein ö" kostspielig würde, wird dem Landvogt und Landschrcibcr die Weisung crthcilt, dem Obcramt
"duz anzuzeigen, man sei mit beiden Anerbieten des Prälaten einverstanden und namentlich mit demü'ch cincr gütlichen Beilegung; zu diesem Behuf seien bereits einige Herren bezeichnet, um, sobald derwag^' ^ einen dicöfälligcn Znsammentritt zu halten. Absch. 387. — 181. Auf Anfrage,
Alls^ Beschaffenheit es nun mit dem Tricscncr Wuhr habe, crwiedcrt Glarus, es befinde sich nochun alten Stand; GlaruS sei einverstanden, daß zwischen den Tricscncrn, Wcrdenbcrgcrn und Wartauern) Anleitung des Abschiedes ein gütlicher Vergleich versucht wcrdc; dem glarncrischcn Landvogt werde davongemacht. Absch. -101. p. — 182. (1699). Auf den Bericht von Glarus und des Landvogtcönin die Gemeinde Triefen Ende des Jahres 1697, zuwider alten Sprüchen und Verträgen sich
h- cin neues Wuhr an den Rhein anzusczcn, und gegen alles Abmahnen, Protcstircn und Rccht-
auf^ ^ ^'stcn Monaten des Jahres 1698 in der Weise fcstzubaucn, daß dadurch der ganze Rhcinstrom.. . ^ücnvststchxr Seite durchgcwuhrt und für den Paß der mit Kaufmannögütcrn bcladencn Flöße gesperrt
in ^ ^«Nemden Wartau und Sevelen unvermeidlicher Schaden erwachsen wcrdc, ist gegenwärtige Confcrcnz^ hstt veranstaltet worden. Nun berichten GlaruS uud der Landvogt und Landschrcibcr von Sargans,
diese"»' ^ Beginn des Wuhrbaues beim Obcramt Vaduz Einsprache erhoben, welches sich dann mit cincr"bcr R ^""kdnung der kaiserlichen Administrationscommission für das Straßcnwcscn entschuldigt, gleichwohlcv,„ ^ höheru Ort versprochen habe; in Folge dessen haben sie sich an die kaiserliche Administrations-bahcr Kempten gewendet, aus der gcringschäzigcn Antwort aber wohl ersehen, daß von
haben Abhilfe zu erwarten sei. Da inzwischen die Tricscncr mit ihrer Arbeit immer fortgefahren seien,Offene v"" GlaruS und daö Obcramt von Sargans den Augenschein eingenommen und die
^a dje^ eidgenössischen Seite angetroffen, wie sie auf dem trokcucn Sand die Wuhrc fortscztcn.
dem Befehle des Landvogtcs, mit dem Werke einzuhalten, nicht sogleich Folge leisteten, seien^gcbc,, Wartau und Sevelen mit ihnen in Wortwechsel gcrathen und haben denselben Faustschläge
^aarcu Landvogt Einhalt gcthan worden sei. Gleich nach diesem Vorgänge sind drei mit
dvy, n" ^^adcnc Flöße durch den Rhein heruntergekommen, deren Führer angesichts der gemachten SperreI>n Öffnung des Passes verlangten, weil sie der Landvogtci SarganS den Zoll bezahlen müssen.
Zeigen mit den Dcputirtcn von Glarus habe der Laudvogt den Tricscncrn durch den Landwcibel
^ Ellen den Flößen die versperrte Wasserstraße öffnen, worauf aber abschlägige Antwort^»rde herauf den anwesenden Untcrthancn von Wartau und Sevelen vom Landvogt der Befehl crthciltyst Öffnung in daö Wuhr zu machen, haben die Tricscnc? Sturm geläutet und seien thcils
^>Acr Hand erschienen. Zu diese» sei abermals der Landwcibel gcschikt worden, um ihnen anzuzeigen,