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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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1868
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Rheinthal.

Auf Anfrage berichtet der Landschrcibcr, daß die Unkatholischcu durch Niemand als den Prädicaiitcn twß"'laffc»; wer aber die Taufe versäume, werde bestraft, was nun die Wirkung habe, daß man damit beiund Nacht eile. Die hicbei aufgeworfene Frage, ob man durch eine unkatholischc Hebamme taufen laß"'soll, da es doch bei den Unkatholischcu ein Glaubensartikel fei, daß nur die Prädicaiitcn taufen können,dahin beantwortet, daß dieses höchst gefährlich wäre, weil die Hebamme entweder nicht die rechte Intenshaben, oder nicht die rechten Worte gebrauchen konnte. Auch findet man jeden Zwang bedenklich, weilvon den unkatholhchcn Orten Recht dargcschlagcn und wieder die so bedenkliche Aufstellung der gleicht» ^behauptet werden konnte, schließlich wird den katholischen Amtleuten empfohlen, dafür zu sorgen, daßkatholische Personen zu Hebammen gebildet werden. Absch. 387. rvvrv. 255. (1700). Aus ci"^Bericht der Katholischen zu >st. Margarethe» an den Abt von St. Gallen, welchen dieser Lueern mitthtil"'geht hervor, daß vor dreißig wahren ihre Zahl daselbst diejenige der Ulikatholischen um einen Dritthcil »l'llstiegen habe, gegenwärtig aber um eben so viel iu der Minderheit sei. Auf die Anzeige Luecrns, daß ^die seil Bericht dem Landschrcibcr zur Begutachtung der Mittel übersendet habe, wie der katholischen Rcliß^'wieder aufgeholfen »Verden könnte, glaubt man vorläufig hauptsächlich dahin steuern zu sollen, daßkatholische Lchcnlcute auf die Lehen genommen werde». Absch. 438. k. 251». Abermals wird gckl^''daß die Katholischen zu St. Margarethen immer mehr in öconomischcn Zerfall gcrathcn, weil die St.und Bündncr ihre dortigen Lehen meistens den Unkatholischcn, die aber auch thätigcr seien, zuwenden.Landvogt und Landschrcibcr »vird daher aufgetragen, sich um diese Leute zu intcrcssiren und namentlichden Herren von St. Gallen zu reden, daß sie nach früherer Zusage in Vergebung der Lehen auch ^Katholischen bcrüksichtigcn. In gleichem Sinne hält Schultheiß Dürlcr mit dem Bürgermeister von

und mit den Gesandten der Stadt St. Gallen Rüksprachc. Absch. 440. KAM. 257. <1701).

zcll-Außcrrhodcn bittet Zürich, in Thal, wohin seine Angehörigen von Lutzenberg pfarrgcnössig ftiob ^Anordnung zu treffen, daß die Fest- und Communiontagc wieder auf den alten Kalender gestelltZürich eröffnet die Gründe, aus welchen es so gut als unmöglich sei, diesem Ansinnen zu entsprechen.

Thcilc nehmen die Sache in den Abschied. Absch. 469. m. 25». (1706). Über das vor dieserfcrenz den Orten mitgctheiltc Memorial der Kirchendiener im Rhcinthal, betreffend Vermehrung und Bestc"^der Schulen, als seminaria piotatis. sprechen sich die Orte sehr beifällig aus. Da aber Zürich die dahrNiß"Kosten nicht allein »ragen will, so zeigen sich auch die übrige»» Orte bereit, an dieses christliche Werk bc^steuern. Daher werde.» auf Genehmigung der Obrigkeiten 500 Reiehsthalcr nach der ncunörtischc»votirt Base, beschwert sich zwar dessen, weil es für ein ähnliches Werk schon große Ausgaben habe, ^sich a er von Z.rr.ch bewegen d.ese.» Beitrag der Obrigkeit anzuempfehlen. Schaffhause», klagt »b" "Repart.t.ons.nodus, ver.pr.cht aber e.ne sre»w»llige Beisteuer. Appenzell-Außerrhodeu entschuldiat sich, "0- ^selbst auch neue Schulen e.nger.chtet habe. Die Stadt St. Gallen hat zwar in den leztln wahren ei»c 3^Summe Gelvs ...'s Rhe.nthal gesteuert, dessen ungeachtet aber wird sie sich an diesen, verdienstliche»betheiligen; ebenso Biel. Absch. 598. e. 251». (17lO). J Marbach haben nach dem B rich" ^Kanzler Püntu.er kürzlich d.c Reformirten bei Ablegung der Kirchcnrechnung die ^äl.te der 15inkü »stc ^katholischen Kirche nach den. Beispiele der Toggenbnrger und gemäß dem Grundsaz der Rori.i. in A»sp^genommen. Die Marbacher haben aus ihrem Begehren sogleich eine eonfessiouelle Streitkacke ae.nach-seien nach Zürich geeilt und mit noch höher.» Prätcnsioncn znrükgckchrt. Es wolle» rk I l«e.»ri»^"des Rheinthals, die diesen Act als Zuschauer verfolgten, de... bösen Beispiele folgen weshalb die Mit"- Z'"