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6,1,b (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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1830
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XIII. Gleichwie der Herr Christus von Ewigkeit har crwehlet worden ist zu einem Haupt, Hertzogen vnd Cr cNaller derjenigen, welche in der Zeith durch die Gnad Gottes die säligkeit erlangen solle», allso ist er gleichfahls in der Ze>verordnet worden zu einem Bürgen deß Neüwen Bundts für diejenigen allein, welche durch die ewige gnadenwahl ilMzu einem eigenthümlichen Volckh, seinem samen vnd Erbtheil bestimbt worden: dann er nach dem endtlichen Rathschlag sew 'Himelischen Vatters, wie auch seinem eigenen Vorhaben für die außerwehlten allein gestorben, dieselbe eintzig ^in die vätterliche Gnadenschooß widerumb gesetzet, Sie allein dem crzörntcn Gott (Himmclischen) Vatter widerumb

vnd von dem ewigen fluech erlediget hatt. Sittenweilen ia der Herr Jesuse) sein Volckh seelig Machet von sünden, a^welcher") sein Leben zum Lößgcllt gegeben hat! für vil, nammlich') für seine Schaff, welche sein stim hörend, welche er aallein alls ein von Gott berüeffter Priester mit Hindansetzung') der Wellt (kräsftigklich) vertrittct. Wann hiemit der He"Christus gestorben, so sind") zugleich mit ihm gestorben vnd (folgendts auch) von der sünd gerecht gesprochen worden cintz>Svnd allein die außerwehlten, welche in der Zeith werden ein neüwe Crcatur Vnd für welche allein Er in se.nem ^sich zu einem Versühnopffer dargestellt hat. Danahen dann der eigentliche willen deß in Todt gegebenen Herrenmit dem (weisen) Rath deß Himmelischen Vatters, welcher Ihme übergeben zu erlösen eintzig vnd allein diewie auch mit der würckhung deß H, Geists, alls welcher keine andere alls nur die außerwehlten heiliget vnd zu ^lebendigen Hoffnung deß ewigen Lebens versiglct, aufs ein solche weise durchaus aufs das lieblichst übereinstimbt, atzWahl deß Vatters, die Erlößung des Sohns vnd die Heiligung deß H. Geists sich gleichweit erstreckhen.

') Matth. I, 21. ') Matth. XX, 24. 2S. ') Joh. X, 27, 23: Jesaias I.XVI, 2. ') Joh. XVll, 9. ") 2. 'V, 17: Röm. VI, 7.

XIV. Vnd eben das erhellet zumahlen auch hieraus, weil der Herr Christus denjenigen, für welche ergleichwie die Säligkeit selbst, allso auch die Mittel zu der Säligkeit, den Geist der Widergebuhrt vnd die Himmelisch'' ö'des Glaubens erworben vnd würcklich zueignet. Dann die H. Schrifft brzeüget, der Herr Christus scye kommen'), ^zumachen die Verlohrnen Schaffe deß Haußes Israels vnd eben Er») sende den H. Geist alls den seinigcn, welcher >Brunnquellen aller widergeburth: vnd daß vnder den') besseren Verheyßungen deß Neüwen Bundts, dessen er ein ^vnd Bürg worden, auch sürnemlich bcgryffen diejenige, da verheyßen wirbt, daß er sein Gsatz, nämlich deß Glauben^^die Hertzen der seinigen ynschreiben wolle. So dann auch'), daß durch den Glauben zu Christo komme, waß der ^ ^Ihme gegeben; vnd dannethin ^), wir seygen erwehlt in Christo, daß wir Heylig vnd vnsträfflich vor Ihm m derfeigen, vnd hiemit linder durch ihn. Daß wir aber Heilig vnd linder Gottes feigen, reichet Har eintzig vnd alleindem Glauben vnd dem Geist der Widergeburth. <

--) Matth. X, 6. XV, 24. ») Joh. XVI, 7, 3. ') Hcbr. VIII, 10. ") Joh. XV, 30, 37. ") Eph-

XV. Fehrners hatt der Herr Christus durch die gehorsamme seines Todts anstatt der außerwehlten Göll u ^(Himmelischen) Vatter allso gnueg gethan, daß gleichwol zu seiner für Vns geleisteten Gerechtigkeit vnd

gefasset werden mueß sein gantze Ghorsamme, welche er alls der gerechte knecht, Beides mit seinem thun und mit stmleiden, durch seinen gantzen lebenslauff dem Gsatz Gottes geleistet hat. Sittenweilcn ia nach der Zcügnuß der H. .das Leben Christi anders nichts gewesen alls ein immerwährende außlehrung, crnidrigung vnd demüthigung, welche

weise biß aufs den tieffsten grab derselben, nämlich den Todt deß Creützes, herunder gestygen: gestallten auch derGottes klahr vnd heiter bczeügeC), daß der Herr Christus mit seinem Allerheiligsten Leben dem Gsatz vnd der Giäch^ ^Gottes für Vnß gnueg gethan habe vnd (zugleich) daßienige Lößgellt, mit welchem wir Gott dem Herrnnicht nur in seinem Lehden, sonder auch in seinem gantzen dem gsatz Gottes durchauß gleichförmigen leben zeiget.

hiemit vnsere Erlößung dem Todt vnd Bluet Christi (in H. Schrifft) zugeschriben wird, so geschicht ein solches nur d'""'weil Er°) durch sein Leiden vervollkommnet worden. Vnd wirdt allso (die gantze gnucgthüung Christi durch den ^alls das letste vnd allerfürtreffenlicheste Stuckh derselben, ohne welches wir die Säligkeit nicht hetten erlangen könmuwelches gewäßen ein hellscheincnder Spiegel aller Tugendten, angcdeütet aufs eine solche weise, daß gleichwol daß vorgeLeben von dem Tod keineswägs außgeschloßen werden mueß.

°) Phil. II, 3. <>) Psalm XI., 7 coll. Hebr. X. 5; Matth. III, 15. V, 17 : Röm. VIII, 1, 3 ! 1-I. 30: Gal. IV, 4, 5 : 1. Petri I, 13, 19. «) Hebr. II, 5, 8, 9, 10: Joh. XIX, 30.

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