1792
Franciscus der I. vnnd HenricuS der 4. Jngehabtvnnd besehen habend: vnnd hiemit sollend vßbedingt vndvorbehalten syn Lothringen, die Vogtyg Hagenauwvnnd Philippsburg, wie auch dieJenigen Landt, soInn vnser der Eidtgnossen mit dem Hochlobl. Huß ÖstRychhabenden Ecwigen Erbuerein vermeldet vnnd begriffen sind,dergestalten, daß wegen selbiger Lannden Es by dem Jnnhaltgedachter Erbuerein allerdings verbleiben vnnd Inn IhrKönigl. Mayestät vns Obbenanten Orthen, auch hingegenwir die Orth Ihr Königl. Mayt ebcndaßJenige visier Lanndenhalber leisten vnd erzeigen sollen, warzu daß Hochlobl. HußLlsterRych vnß vnnd hingegen wir demselben Inn Krafftmehr angedüter Erbeinigung, wie auch eines sonderbaren der
Statt Basell der Arresten halber gegebenen Beybrieffs, ver-bunden sind.
Wir wollend vnnd verstandend, daß diße gegenwärtigePündtnus mit König Ludwig dem XIV. währen solle
Fünfszehen Jabr, die Nechsten, vnnd als dann beidenTheilen freistehen, dieselbe widerumb vfs gewüffe Jahr langm,t einanderen zue erneüwcren.
! Inn denen mit Oarolo 9. Anno 1563. mit Hcinri'chZ-
1582 vnnd mit Heinrich 4. 1692 vffgeriäten
Pündtnußen ist observiert worden; Sosehr ist es, daß die
Lobl. Orth von der Pündtnus, die Sie mit einem König
in FranckReich cingiengen, Jemahlen etwas, daß Er by vff-
richtung der Pündtnus würklich besitzen thctte, vßges-bloße"haben. '
Es sind auch die Stätt Metz, Toul vnnd Verdun, so
Inn daß Reich gehörten, von den Pündtnußen, mit Heinrich
2. vnnd synen Vorfahren gemachct, nit vßgeschloßen werden
vnder dem Fürwandt, daß F r a n c i s c u s 1., sein Vatter,
diße Stätt by dem Inn ä-> 1521 vffgerichten Pundt niteingehebt.
Ein gleiches ist observiert worden wegen Pignerol, Sa-uillan vnnd anderen von den Königen Heinrich 2. vnndEar 0 l 0 9. Im Bemund beseßnen Orthen, weliche deinHertzogen Inn Saphoy vonHenric 0 dem 3. sind w>d-r-umb zugestelt worden.
In der Pündtnuß 1602 vffgericht habend si<b b'tOrth ni, vernügt daruon nit vßzuschlicßen die Landt, welcheder König Heinrich 4. von wegen seines KönigRychö Aa-varra besitzen thetc, vnnd dieJenigen, so Jhmme von demHertzogen In Saphoy 1601 übergeben worden, SondernSy habend Sy auch In dem Ersten Articul benambset vndcrkhlärt. Auß welchem erscheinet, daß die Lobl. Orth diePündtnus, die Sy mit vnseren Königen Einem vssgeri«^'niemahlen vff die Landt allein, so der König syn Vorsahrerbesäße, eingeschranckht haben.
Diewyl daß Lobl. Orth Bern bcy dem Inn I6ö2gemachten Pundt Inn Posseß war- dcß Weltschcn Landts,so von Jhmme, da man die vorgehende Pündtnus bS65auffgericht, nach nit beseßen wäre, Als halt König He'"°rich 3. dasselbige Landt durch eigne Brieffen In der Pündbnus 1582 begreiffen wollen, Welches an Tag gibt- daßes breüchlich feige, alles daß Jennige Inn der Pündtnus z»begreiffen. was die Parthygen besitzen nach den Ewigen v»"dgleichluthenden Terminis aller PundtsTractatcn, welche Zwu-schend den Königen In FranckRych vnnd den Lobl. Orthenseidt dem König Francisco primo biß anhcro sinvffgerichtet worden, von denen eß Kein einiges Ansehen ">hat, daß mann daruon solle abweichen.
Es will auch der König das, Weitsche Lanndt I" ^Pündtnus begreiffen vff gleiche Wyß, wie es von den Kön>g^
Henrico 3. vnnd Henrico 4. ist beschehen, sosehr« daßden alten Brauch observieren vnnd alles, was Ihrbesitzt, darein begreiffen thüge.