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39. Auszug aus einem Schreiben der Solothurner Gesandten zu Baden an ihre Obe
vom 23. Febr. 16 5 9, um Mittag.
„. . . Hellt den 22. hat H. Statthalter Meyer von Lucern, Welcher alhie Verpliben, Vns in sein Losament beruften, ^sich schon die Herren Von Freiburg eingefunden. Darauff H. Haubtm. Alfons Sonnenberg, so Vff der Post vonruck Kommen, Vns rckcrirt, Waßmaßen Räth Vnd Hundert, auch die Burger von der Gmeind, sich in dem "Fridens proicct ersehen vnd alle 3 Puncten beliebet; Allein Wollen sie von vns in Vertrawen wegen der 1»^ ^äircmäen KriegsKösten vnßere Lentimonti Vernemmcn :c. vnd hetten Räth vnd Hundert, auch die Burger, sich endt >soluirt, daß sie den Kosten in Kein Rcchtsaz Wollen Kommen laßen/sonder selbigen Voraus haben oder mit densuchen :c. Worüber Wir gedachten H. Abgesandten von Lucern mündtlich (dan Wir es Ihnen begehrter maßen sch" ^zuzustellen rundt abgeschlagen) folgender gestalt ex abrupto Vnßere rationos vnd bedenckcn eröffnet: I.diße so strenge ckeliberatiou vnd rs8olution einer Statt Lucern etwas frembd vor, in deine sie Vnßern Project anommen vnd aber aniezo stracks darwider handeln, Wciln in selbigen heiter stehet, daß alle Vnd Jede ^ „streittigKeiten (außerhalb der Religion, Landsherrliche Obrigkeit, Judikatur vnd Freyzug) entweders durch dieselbst oder die ^.rditros vnd ernambsende Säz güet- old Rechtlich sollen außgesprochen vnd erörttert Werden. 2.es Key den löbl. Schidorthen vnd ganzer Welt ein selzames ansehen gewinnen, daß sie von Lucern bißhero wegenerhaltenen Victor!) sich gantz mockoratä vnd bescheidenlich erzeigt, nunmehr aber der Kösten halb dieVnd den Krieg, dehen außgang gefahr-, miß-, cndcrlich vnd zweiffelhafftig, fortsezcn sollen. 3. Wcrc Vernünfft'g Z»achten, daß sie niemaln Vff ein andere Zeit mit größerer Deputation vnd Ehren, alß iez den Friden mache»4. Hetten sie doch anfangs Vns gebetten Vnd Ihnen dis allein ob- oder angelegen sein laßen, damit die ^
seits aus dem Feld möchten abgesüehrt Vnd Ihnen der schwehre darübergehende Kosten ab dem Halß genommen ^Sollen sie dan 5. dem Verlaut nach erst von newen Dingen sich mit allerhand Welschem Vnnüzen Volck, sonderlichditen, Wollen stärcken, Were hierdurch Ihr begehrter iutout bey Weitem nit erlangt, sonder sie Wurden je länger iein größer» Kosten geworsien. Neben dem 6. Wol zucoimiäcrirn, es möchte das Land von dergleichen gesellen ^1'
Vill »»schuldig blut vergoßcn, die Vnderthanen verderbt vnd letstlich die fach schwehrlich dahin gerichtet Werden, »Vatterlandt Von so böhem Saamen Wider zureinigen. Endtlich Vnd zum 7. seye zubcsorgen, Weil» der Allmächt'^ ^Ihnen gegenwürttig schöne mittel zu einem beharr- vnd nuzlichen Friden an die handt gibt, es mochte dersclb mzörnct Werden, Den Segen vnd glück entziehen vnd ein solchen Mißstreich Versezcn, daß die Religion, Freyhell vganhe Eidtgnoschafft in die eüßerste gefahr Vndergang Vnd Verderben leichtlich Könne gestürzt Werden. Dißegutmeinende gedancken haben Wir die H. Luccrnische Ehrengesandten alles ernsts hinwiderumb gebetten, Ihren HerrenObern, auch Übrigen 4 löbl. katholischen Orthen zueüberbringen Vnd nach erheblichKeit der fachen bewandt»»-'inonstrirn."
(Solothurner Kantonsarchiv, Actenband „Thurgauische Friedenshandlung cko 165k")-
4V. Auszug aus einem Schreiben derselben an dieselben vom 25. Febr. 1656'
„. . . Das Haubtwcsen betreffend, Gnedige Herrn, Können E. gn. für dißmaln nichts grundtlichs zuschreiben,H. Gesandten von den Ländern noch nicht Wider alhie angelangt, man ist aber Ihrer stündtlich gewärttig! ^
daß sie nur mit guter rcmolution ankommen. Die H. von Lucern haben alle Rrmlimiiuu'-Puncten Durchaus p^ ^vnd sich vff vnßere vor dißem E. gn. angedeüte ratiouos begeben, der Vmkösten halb noch etwas inzuhaltten »»
Recht hierüber Wallten zulaßen, so das Wcrck Verhoffentlich kucilitirn vnd beschleunigen Wirdt. cknterimorthen her schier augenblicklich große Klägden von den Partheyen ein, daß bald ein, bald der ander theil den NWenig obsoruirn, sonders allerhand Ilostilitätcn gegen einander» oxorcirn, auch zubesorgen ist, Wo die abfüchrn»3