1787
ölcker allerseits nit bald erfolgt, es nochmaln vnd leichtlich zu einer Haubtaotion Kommen vnd alßo in den Friden ein°ch Loch geschrenht, Welches so bald nit mehr rounizrt Werden möchte. Gott spare E. gn. lang gesund :c. Datumoben den 26. k'vbruarsj 1656, llora 3 xomoridiauW.
E. gn.
Dienstwillige gehorsame Mitrath vnd Diener:
I. Friderich Stocker, Seckellmeister.
Frantz Haffner, Stattschriber.
^ 8. Es Kommen wegen H. Obristcn Zwcyers heimbliche Verständtnus mit Zürich vnd Bern solche uäuison ein,^ Er seiner Person vnd reyutation halb in höchster gcfahr stehet, vnd darumb Ihme gerathen, einen Abtritt zunemmcn,bas Würcklich beschehen vnd Er äo kuoto sich naher Jnspruck begeben :c. Gott Wolle, daß die Warheit niemand vcr-:c, Ist vns sehr leidt, aber Wan die Vff Ihn gefassle xrmsnmption Wahr, so Wcren seine aotionos vnd derenstacht dem gantzen Vatterlandt gar zu schädlich :c. Wir Wollen inauäita xarto dis fahls Kein z'uäieium fällen, sondern' gn. nur Was hergehet aus schuldiger Pflicht simplieitor zmrto geben :c.
(Solot hurner Kantonsarchiv, „Thurgauische Friedenshandlung äs 1656").
41. Schreiben derselben vom 29. Februar 1656 an Solothurn.
Hochgeachte w. gnedige Herren Obern vnd Vätter.
Seith Vnßcrm leisten vom 25. Imius ist alhie nichts haubtsächliches vorgangen, alldieweiln die H. Ehrengesandten^ den löbl. katholischen Orthen erst gestern theils vff den abent spat Widerumb angelanget. Vorgestern den 26. istLucern Zeitung einKommcn, Wie daß die Berner ctlich taußent Man starck vff die Schmitz zu Tschangnauw gegenEntlibuch (an welchem orth vff Bernischem torritorio die Lucerner vor dem Stillstand« sich postiert) einen vnuer-^enen angriff getha», Vnd nach zweystündigem gefecht, doch mit Verlurst 50 todter der Ihrigen, die Lucerner, so allein^ starck gewesen vnd nit mehr alß 3 Man Verkehren, abgetriben, Auch in der rotii'uäa biß naher Marbach Verfolgt^ alda Posten gefaßet, welches dan abermaln ein große alterution VerVrsachet, Daß Wo die Schidorth nit an beyde^theyen mit Reden vnd Schreiben ernst-güetlich gesezt Were es sicher vmb den lieben Friden in Weitem Feld gestanden,deine nun Wir der Hoffnung gelebt, es wurde das Wesen Widerumb paoitioirt vnd gestillet sein, So beklagten sicham morgen den 27. dis die von Zürich vnd Bern nit allein ab dem langen Außplciben etlicher Cathol. Orthen,ddern auch daß die gun. raison in dem Closter Wettingen schier angesichts ein Dorff vnd bey Königsfelden auch etliche^ szrolizrt vnd geplündert :c. Man hatte Kaum beyde gedachte Stätt begüetiget vnd vernommen, daß dermal» einst^ Cathol. Orthen Ehrengesandte alhie anKommcn, Was geschieht, eben in der stundt zwüschen 4 vnd 5 Vhren abents,^ die sambtliche Cathol. Orth in der sossion beysamen Waren, Kombt des H. LandtVogt Meyers Sohn Vff der PostLuccrn mit bricht, Waßmaßcn die Bcrner sich noch jmmerzu stärckcn, etlicher Dörffer vnd Höffen vff dem Lucerni-bemächtigen, auch brennen vnd sängen thäten. Vff Welches Lucern vnd andere von den 5 Orthen dergestalt mitanimositkt außgebrochen, daß sie stracks sich zu pferdt setzen, dauon reitten, Drein schlagen vnd die Gesandten von^ vnd Bern in arrest nemmen, vns aber von Schidorthen gleichfalls alhie behalten Wollen. Zwahr haben Wir Ihnenreprwssntirt, Was diße Nation für Vnheil eausirn, die gantze Fridenshandlung (Welche doch ictz allein Vff Vor-der Obrigkeitlichen Doelarationen bestünde) vinbstoßen, auch bey Vnßern allerseits gnedigen Herren vnd Obern°ian>e gcdancken erwecken Wurde, daß man nit ein so Kleine Zeit erwartten vnd gedult tragen möchte, biß bericht cin-Was die gestrigen an die intorossirto abgangene Schreiben (dann sie den stillstandt zuhalten ermahnt Vnd Jeder^ sein tarritorium begeben solte) möchten Würcken, Wan sie die Cathol. die fach selbst gefürdcrt vnd nit so lang^Üeyliben, Were diß alles Vermitten gcpliben :c. Darüber Wir außgetretten, drey stundt vff die resolution mit höchster^ult auffgewarttet vnd endtlich zum Kescheid« bekommen, Wo Zürich statt vnd Schloß Nrben abtrettcn, Bern aber