1775
12. ^ngtrnotion vnd Befelch
Hochgeachten, WolEdlen vnnd Gestrengen Herren Simon Peterman Meyers, Ritters, Burgermeisters vnd des Rhats^ Statt Fryburg, vnd Friderich Steckers, AltRhats der Statt Solothurn, Die Jnnammen gemeiner hiervnderschriebnerEhrten zuo vnserer GLAE. Herren Landtanimann, Rhat vnd Landtleütcn des Lobl. Ohrts Schweitz (zu ergänzen: abge-ordnet worden).
Erstlich wcrdent sie gedachten vnsercn LE. vnser allerseits fründt-Eidtgnossischen Gruos vnd Dienst mit Erpietung aller^ren vnd guots vermelden.
Demnach vorbringen, maß bej gegenwärtiger Tagsatzung verlosten, auch wie yferig wir gewesen, Krastt vnser habenden^uctioncn zuo verhelffen, daß man zuo dem Jntent hete gelangen mögen, worzuo man allerseits alle mögliche mittel!^getvent.
Woran aber die Sache angestanden sonderlich zuo vcrnemmen geben, wasi maßen vnser E. von Zürich zwar vermeint,aß die Pündtnussen vermögen, es, solle ein Ohrt dem anderen ohne Vsibeding des. Rechten gestehen, Jedoch aber sich dar-°ß erklehrt, dz hiebey nit gemeint sye, das, roligion, ckurmckiotian, Sauuranitot vnd ckuckioatur anzuogreiffen sein sollen,aßlsicichwol Sie dessen kein schrisitlichcn vorbehält geben noch anncmmen wollen, che daß die Sätz zuo der gücttigkeit oder
dem Rechten erneut wurdendt. Daß Sie aber obgemelten Vorbehalt vor gemeinen Sossianon, Item vor den Fünffßrten Basel!, Fryburg, Solothurn, Schasthauscn vnd Appenzell gethan oder Thuon lasten, Insonderheit aber vor Ihr'^vl. französischen H. Ambassadorcn äc ia Zuräv sich auch crklährt, tz Ihr Meinung nit sye weder religiau, 8ou-oder ckuckioatur vnserer E. von Schwytz anzuogreiffen, sonder Pündt, Landtfriden, Verträg vnd Abscheid ge-rendt zuohaltcn, also das, wir vermeinten, Vnsere LE. des Ohrts Schwytz könndten die fach vmb gmeinen Fridt- vnd"vtvstandts willen wol ohne verncren Vorbehalt lassen vff Sätz kommen vnd zuo ernambsung derselbigen, darfür Sie fründt-bgnossisch gebätten wcrdent.
Danne auch werdent Sie ingedenk sein, bei gedachten vnseren LE. zuo Schweis, ersuochung zu thuon, das; die mit
Tähtligkeiten Inhalten wollen biß in der fach entzwüschcnt mehrere Handlung vnd verhoffentlich vcrmidtlest der gnadendie fridtscrhaltung werde mögen gepflogen vnd zuo suochcndtem End gebracht werden, wie von Ihr Ex. dem frau-lichen H. Ambassadorcn vf feiten vnserer E. der Statt Zürich in gleichem die InHaltung der Thätligkeiten soll versicheret^n, dz solche daselbst auch cingestelt verbleibcnt.
Vevorderst aber Erklären, was gestalten wir von vnseren allerseits G. H. vnd Oberen instruiert vnd keineswegs von'che» Instructionen zuowcichen gesinnet gewesen vmb manutenierung dessen, was die Religion, Souuranitet vnd JudicaturGitter E. des; Ohrts Schweiß vnd also consegucntcr seiner zeit aller Ohrten betreffen möchte, wo kein ander midtell sichgethan Helte, wie aber durch die vnderschidenliche Erklärungen obgcnieltcr mästen beschehen; daruf hin wir vervr-
worden, durch zuorugk sendcndte Gsandtschafftcn vnsere Gn. H. vnd Ob. der Beschaffenheit zuoberichten vnd zuo er-^en, was selbige über solche vns zuobcfählen Innen belieben lassen wolten. Dessen zuo Zügnuß ist disere Instruction/ des Hochgeachtet, WolEdlen zc. H. Vlrich Tullikers, Ritters, Schulthcissen vnd Pannerhcrrn der Statt Lucern vnder-
^M Jnsigell in vnser aller nammen verwahrt den 3. Januarij 1656.
(I-. L.) Untz. Die Boten der Orte Luccrn, Uri, Unterwaldcn,Zug, Glarus kathol. Religion, Freiburg, Solothurnu. Appenzell J.-Rh. auf'dem Tag zu Badenversammelt.
(Soloth. KantonSarchtv; Actenbd. Innerer Krieg von 1655 u. 1656, Nro. 62.).
13. Unter'm 7. Januar 1 6 56 schreib t Freibu rg an s c i n e G e s a n d t e n z u B a d e n :» Wir haben vß üwerein schryben sul, »lato ult. Vveomliris verschinnen souill vernommen, als, sollend Ihr vnder den^ Aschen Orten in dcro Bcvclchcn vnd Instructionen ein zimblichc endcrung befunden haben, so wytt, daß nit allein vast° ZUe freundtligkheit vnd vssersten mittlen der güttigkheit geneigt, sonders auch mangclhalb derselben vff daß vnparthyische