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6,1,b (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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1774
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Schein der Ernewcrung algcmeiner Pi'mdnuß vnd Rechtbictens nichts anders als Verendcrung dcroselben vnd Vernichtungdeß, wie sie sagen jhnen abgenötigten, Landtfridens oder auffs wenigist denselben disputirlich zumachen.

Hinzwischen aber vesten Fuß in der Catholischen aignen Landen wider den ersten durch den Landtsfridcn erörervnd gerechtfertigten so heiteren Articul zu setzen suchen : Beynebens auch jhre Misitrawen aus; demc zu verspüren gcwedaß sie jhre Stätt mit vngewohnlicher Schantz vnd Bollwerck gefestiget. ^

Als seindt sie die Catholische Orth verursachet worden, nach dem Exempel jhrer lieben Voreltcren jhre Pündtnuß ^dem Wahren vngezweiselten Christlichen, das ist katholischen, Glauben nit zuweichcn noch sich darvon oder widerLandtssriden, welchen jhre Vorelteren durch jhr Blut erhalten vnnd jhnen hinderlassen haben, nit treiben zu lassen,neweren, dergleichen Pündtnuß vor vnd nach der Cappeler Schlacht wider der Vncatholischen beginnen jeder weilen ge^allein aber «Ivkoimivo vnd nit otlvlmivo gemeint gewesen. Es bat sich aber im Wcrck bald erzeigt, was die Zürcherjhre Anhänger heimlich im Schilt geführt: dann jnmittelst die in dem Manifest intressierte Stätt Bern, Bassel, S uHausen sich als Vnparteyische gesielt vnd dergleichen gethan, als ob sie zu dem Friden reden wollen, vnd derowegen v»^schidentliche Taglcistungen vermittels auch Königl. Frantzösischen Ambassadorn angesehen, haben sich die von Zürich m ^raitschafft verfaßt vnd, da die leiste Tagleistung nicht wol jhr Endtschafft genommen, ohne alle redliche Absagungalles Eydtgnossiscbe Herkommen, vnredlicher Weiß die Landgrafsschafft Turgew, Grafsschafst Baden überfallen, den ,vndt Amptleüt zu Frawenseld, s» kurtz zuvor seinen Aydt vor den 7 Orthen abgelegt, gefäncklich nacher ZürichGeistliche Mann- vnd WeibsPersohnen auß den Musteren vertriben, die Vnderthanen zur Huldigung bezwungen vndjhren aignen natürlichen Mitherren abtrinnig, trewloß vnd mainaydig gemacht, die Statt Rapperschweil mit cüsserster />rlseligkeit belägeret, das Schloß Pfefsigken, dem Gottshauß Einsidlen zugehörig, jedoch vergebenlich mit Verlurst etlicher »angefallen, Vnd die Catholische Orth, wann jhnen diser trewlosc Punkts-, Eyd- vnd Landtsfridbrüchigc Anschlag gr' ^were vnd Gott nit für die Catholischen gewachet Helte, vmb Seel, Leib, Ehr vnd Gut wider alle geschworne PÜndt, Lan^friden vnd alle Trcw vnd Erbarkeit falsch betriegerischer barbarischer Weiß zutringen begehrt: denen dann andereHangende vnd mitheuchlende Orth bald nachgefolget vnd die Larven abgezogen: Vnd erstlich die von Bern in freycnteren feindtlich eingefallen, andere den Zürchcren jhre Hilfs geschickt: also seindt die 5 Catholische Orth zuWahren Catholischen Glaubens, Landt vndt Leuth gezwungen worden, jhr gerechte Sach abermahlen Gott vnd seiner ^höchst gebenedeyten Mutter vnd aller Lieben Heiligen Fürbitt eyferigist zubefehlen vnd sich in die Gegenwehr zustel e», ^ ^durch deren von Zürich vnd Bern falsche Anschlag vor Rapperschweil vnd in den freyen Aemptern, alda die vongrosser Macht eingefallen, Kirchen vnd heilige Bilder vnd das Allerheiligiste Sacrament deß Leibs Christimachers entunehret vnd verwüstet haben, mit unverzagtem Widerstandt vnd durch sighafften Arm mit einem kleinen >, ^biß dato zuschanden gemacht worden scind, Vnangesehen man jhrer seits durch falsche erdichte verlognen s»

anders der Erbaren Welt vorzubilden sich nit schämet. Gott wolle noch serner sein Göttliche Gnad verleyhen vndhochbetrangten Catholischen Häuffelein beystehn. gydt-

Diß ist nun der rechte vnd wahre Vrsprung vnd Vrsach deß jetzigen entstandenen Kriegs vnd cmpörung -^rgnoschasft, welches die von Zürich durch jhr samos Manifest oder Lasterkarten den Löbl. 5 Catholischen Orthen fall ^ ^Weiß Hey der Erbaren Welt zuzuschreiben vnd selbige als Pündt- vnd Landtsfridbrüchigc zu difsamiren vnd zuver ^sich nit scheühen. Welches alle falsche Ausflagen aufs jhnen selbstcn beruhen. Vnd wird demnach Männigklich, ^barkeit hold ist, gebührendt ersucht vnd durch dises gründtlich gegen Manifest gcwarnet, selbigen kein Glaubensolchen Leüten, bey denen nunmehr Trew, Ehr vnd Eydt, wardurch die Menschliche Societct, Gemainschafsi ^auch vnder Barbarischen Völckern erhalten muß werden, nit vill Platz mehr hat, sich zuHüten, Hingegen aber mit de^ ^so hoch betrangten Catholischen Orthen vnd Mitverwantcn ein Christlich Mitleyden zuhaben vnd sie in jhrcmallem guten Willen befohlen zu haben. -

(Abdrnk von einem in der Bürgcr b iblivthek zn L nc e r n aufbewahrten Drnkcxcmplar, betitelt„vontra ^lm»5ost v ^sicher Gegcnbericht deß Eydt- vnd Landtsfridbrüchigc» Feindtlichen Vbcrfal» dero von Zürich in den Lvbl. ,ßSb

Lucern, Vri, Schweitz, Vnderwalden, Zug vnd anderer Verwandte» Landtgcbietten, Wider ein «uk Hat» 27. D"o»wvon denen von Zürich, Bern, GlaruS, Basel, Schafshausen vnd Appenzell außgesprengtc» b'-turo» Manifest oder Läj crjdrukt im Jahr 1656.").