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Eß ward auch gutt erachtet, dem Abscheidt fehrncrS beizusetzen, daß jedes Orth seine KriegSRätherkennten particular Schirm-Brieff auch würklich versehen welle.
Weil ein jedes Orth nur einen KriegsRath, von deß GottShuscS St. Gallen wegen aber zwc^alß Hr. Landthoffmcister im Thurn vnd Hr. Schwartzach, eingeschrieben, ist eingentlich zu wüßen, "wemm der KricgSRalh bcruhwen solle? Weil auch dem Vertut nach dessen oberster Provoö solle gestörtsein, erwartet mann auch bcricht, wer an seine Statt verordnet.
Dißem nach ward des; Defeusional-GeschäfftS halber fchrners abgeredt vnd geschlossen: Wan bc>^Corpora beisammen, solle daß Commando vf allen vier Obersten VeldHauptleüten in der Alter>n>>^bestehen.
(Wörtlicher Abdruk aus dem Abschied der Tagsazung vom 10. November 167!.)
X. Erleüterung einer E y d t g n ö ß i s ch e n K r i e g s o r d n u n g (AuSz ug aus d em Tag saz»ng««bsch^'^
vom 13. November 1673).
(Alle anwesende Orth, außer Vry vndt Vnderwalden ob dem Waldt, die wahren abgetredtcn).
Dieweilen alle Lobt. Orth der Ehdtgnoschafft, so in dem Ehdtgnössischcn bekhandtcn Schirwbw^annoch gcmcinlich zusamenhaltcn, mit großem Bedaurcn verneinen mücssen, daß ncbent dem Lobli^'Orth Schweitz auch in den Lobl. Orthen Vry vndt Vnderwalden Ob dem Waldt vndcr dem gemeine»so ein gahr starkher Widerwillen wider angcdeüteß Eydtgnossische Schirmbwcrkh anß vngleichem Vcrst^'etlicher darin begriffener frömbdcr wörtcren, auch anderen vnglcichcn außlcgungcn sich erzeige, habe«Sie nothwcndig befunden, über allcß, waß Ihnen vorkhommcn, eine vaterländische vndt solche crlcütc""'!vndt erkhlärung mit cinanderen abzuefaßcn, daß auch ein Jeder gemeiner Mann daruß gcnuegsan'b ^stehen könne, wie alleß so Threüw vndt Ehrlich dem Vaterlandt zum Besten gemeint.
1. Erstlich laßen Wir vnnß den Jnnhalt deß sogenandten Scmpacher Brieffß von Anno <393,gleichen die Verkhomnuß zu Stantz äo iVnno 148l, von der Eydtgnößischen KriegßOrdnung lauthc» ^auch wciterß gcbührendt zue beobachten wolgefallen.
2. Vndt weilen die Wörter in frömbder Sprach dem gemeinen Mann vnglcichc gedankhcnanßlcgungen verursachen, Ist vnnßere Meinung, daß an derselben Stadt landtliche wordt sollen sssbr"werden.
3. Mit Nammen vnd für daß dritte die Magazinheuser betreffen! soll fürohin an derobraucht werden daß Wordt Ehdtgnoßischcr Vorradt an Früchten zue Viidcrhaltung deßVolkß der Löblichen Orthen, darunder fürncmblich auch die weit cndtlcgneste gemeint; vndt sp«Vorradt angeordnet werden ohne Ihren Bcschwcrd, vndt sie änderst nüd zue bezahlen haben, ^Sic empfachen, in leydenlichem prciß. Auch ist Nicmandt in Sinn kommen, daß in solche Magaj^^einiche wehr vndt Waffen der Lobl. zue Hilff kommenden Orthen Völkher gelegt werden sollen-