Thurgau.
1529
^ohl, salsj auch dem großen Vertrag von Anno 1532 im Dhurgenw und Abschyden cntzwüschcndt deß Fürst-lichen Gottshauses St. Kassen Undcrthanen und derselbigen äo Anno 1585 gentzlich zucwidcr ist, und dero-^cgen, was etwan nnsere Amptleüth init bewilligten Citationcn auß ungleichem Vericht und Meinung möch-te»t deine zuewidcr und ohne unserer Herren und Obern Wüßen oder Guethcißen verhandlet haben, unsu> khein Weiß an unseren oder jemaudts habenden Frey-, Rechten und Gcrechtigkhciten laut Landtssridens»> obbemcldten Abscheiden, Mandaten und großen Vertrag Rachtheil bringen kan noch soll: Dahcrv eslürvhin bey obbemeltcn Abscheiden, großen Vertrag und Mandaten dissahls gentzlich bstan und pleibcnl»ll; also daß bey höchsten Strafen an Ehr, Leib und Guct keiner unserer Underthanen, was Religion er^»ch seye, jemaudts Anderen eitleren oder selbsten an fröinbdes Ehegricht laufen oder gehen solle, alsallein gahu Coustantz, dahin sie dan vil bemelte Abscheydt, Vertrag und Mandaten weysend. Gepictend undspickend auch hicmit unseren Ambtleüthcn, Landvögten, LandschrcHk'er», Landammann und Anderen, so^"hl im Thurgeütv als Nheinthal bei höchster Ungnad unserer gncdigen Herren und Obern, daß sie inkünftig nimmermehr kein Citation wider dißere nnsere Erkhantnuß an andere Ehegricht gebeut, zue-laßeut noch gestattendt in khein Weiß noch Weg, sonder alles höchsten Fleiß und Ernsts nf solichc Sachenl^end, und dißere unsere Erkhantnuß wahr, vest und unverbrüchcnlich zuc halten verschaffe». Damit aber»»lere getreüwen lieben Eydtguoßen von Zürich gespühren mögent, daß tvir ihncit gern, was erleidcnlichzue Gefallen ihnen möchtend, als erpietend tvir uns bey dem Hochwürdigen unseren Gnedigcn Für-l^n und Herren, Hrn. Bischof zue Cvustanz und Abte zue St. Gallen durch unsere Jntcrcession so vil zuc»Mnögen und zuc erhalten, daß die dismahls von ihnen, den Herren von Zürich entzwüschend obaugezog-'^» Klegeren zugelaßne Ehen in ihrem Werdt und Weßen verpleiben mögend, doch daß es alsdan unddamit geendet und fürohin nit mehr gestattet werden, sonder dißer unser Erkhantnuß und Erleütherunglurbashm ohne einichen verlieren Eintrag Volg und Statt bescheche, und deroselben nichts feruers zucwidcr^'handlet, sondern nachkhvmmen werde.
Und deß alles zue ivahren, vesten Urkhund, so hat der edel und vest unser gethreüwe, liebe Landvogl^ Landtgrasschaft Thurgeüw, Johann Escher, deß Raths und Oberster über das Statttendlin zuc Zürich,l^» eigen Secret Jicsigel in Unser aller Rainen öffentlichen gehenckt an dißeren Brief, der gebeii ist^ stbenden Ätonathstag Novembris, als man nach unsres Lieben Herren einigen Erlößers und Seelig-»>achers Gcburth gezelt hat scchszechen hundert und dreißig Jahr.
Zürich hat sich nicht versehen, daß man in dieser Sache, wegen deren nichts zu Recht gesetzt worden,^ lo fortschreiten werde; es protestiert gegen diese Erkanntniß, so wie gegen alles dasjenige, was man mit^» Mehr in Religionssacheu und in Sachen, die den Landfrieden betreffen, beschließen möchte, und auch^»i»>entlich gegen das, was wegen des Collaturrechtes verhandelt worden ist. Dasselbe geschieht von Seite^'"» evangelisch Glarus. Die katholischen Orte verwahre» sich ihres Theils gegen diese Protestation undklären, daß dieselbe ihrem llrtheil nichts benehmen solle. Zürich und die katholischen Orte nehmen diebo» ihrer Gegenpartei vorgebrachten Beweise in den Abschied. Absch. 543. <1. I(1339.) S. Absch.
a. jZ33(1.) Zürich hatte in einem Schreiben vom 24. Rovembcr die jüngste Verhandlung
^ stchs katholischen Orte zu Frauenfeld eine unförmliche Procednr genannt, dawider protestiert und sich"»l ein unparteiisches Recht berufen. Die katholischen Gesandten sprechen über diescs Verfahren ihr Be-^'»lden aus und heben hervor, wie Zürich nach Bcrnang unlängst einen Prädicanten geschickt und dem Land-befohlen habe, denselben einzusetzen, ohne daß der Abt von St. Gallen etwas davon wußte, und wie