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6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
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December 1679. 1111

7St

Konferenz der evangelischen Orte und Zugewandten.

Aarau. I«7!>, 2«. u. 27. Deccmber (16. u. 17. a. K.).

KantoiiSaxhiv Tchafshausen.

Gesandte: Zürich. Heinrich Escher, Bürgermeister; Andreas Meyer, Statthalter. Bern. SamuelGilching, Schultheiß; Oberst Gabriel Wyß, des Raths. Glaruö. Joh. Peter Weiß, Statthalter.^°sel. Ludwig Krug, Bürgermeister; NiklauS Wyß, des Geheimen Raths. Schaffhausen. Joh.Konrad Neukomm, Statthalter. Appenzell A.-Rh. Ulrich Schmid, Landammann. Stadt St. Ga llen.Tobias Schobinger, Kirchenpflegcr und des Raths. Muhl Hausen. Johannes Ryöler, Bürgermeister;^osua Fürstcnbergcr, Stadtschreiber. Biel. Abraham Scholl, Stadtschrcibcr. Genf. Jacques Fran-oonis, des Raths. >

Genf hatte seinen mitverbündcten Städten Zürich und Bern berichtet, daß der französische Resi-Herr von Chauvigny, sich mit dem ihm für sich und seine Hausgenossen bewilligten katholischenHausgottesdienste nicht begnüge, sondern daß er auch Leute, die außerhalb der Stadt wohnen, in seiner Capelle^ Messe besuchen, sogar fremde Geistliche Messe halten lasse und sich an die durch einen Ausschuß des^°thes ihm dagegen gemachten Vorstellungen nicht kehre, was bald zu einem bürgerlichen Aufstande ge-ehrt Wte, Durch diesen Bericht Genfs hatten Zürich und Bern sich veranlaßt gefunden, eine Confercnz"evangelischen und zugewandten Orte zu veranstalten. Der Abgeordnete Genfs, Franconis, durch^e> Herren zur Audienz abgeholt, erzählt in seiner Proposition die bereits erwähnten Vorgänge, theiltc'e von dem Könige von Frankreich und von Herrn Pomponc an die Stadt Genf gerichteten Antworten°"s frühere Schreiben mit und bat um Rath und Hilfe. In Erwägung der großen Wichtigkeit der Sache""d ihrer Consequenzen für Genf und die evangelischen Orte überhaupt wurde angemessen erachtet, daßund Bern eine Gesandtschaft nach Genf abordnen, die auf ihrer Reise dahin bei dem französischen^'"bassador in Solothurn ankehren solle. Herr Franeonis aber, dem diese Ansicht mitgetheilt wird,äußert Bedenken, jezt schon diese Gesandtschaft in's Werk zu richten, namentlich weil ihm unterdessen^gen der in Genf in Gefangenschaft gelegten Bürger bessere Nachrichten eingelangt waren, nimmt es da-ngen auf sich, «ach Solothurn zu reisen und den französischen Gesandten auszuforschen, wie die Ange-^lenheit bei Hofe angesehen werden möchte. Auf den Bericht über seine Verrichtungen in Solothurn^urde dann von Zürich und Bern eine Abordnung nach Solothurn gesandt, um dem französischen Ge-sandten im Namen der evangelischen Orte die günstige Beilegung der Sache zu empfehlen. SchaffhausenKränkte sich jedoch auf daö Referendum. »». Basel klagt, daß der französische Intendant de la GrangeElsaß die Zufuhr der Zinöfrüchte sowie anderer eigenen Früchte nach Basel gesperrt habe, auf mehrere^ 'bn gesandte Deputationen nur der Obrigkeit die Hälfte ihrer Gefälle zu beziehen gestatten, der Parti-kularen halber vorerst bei Hofe Befehl erholen wolle. Man gibt den Rath, sich an den Gesandten^avel zu wenden. Wenn wider Verhoffen der Erfolg nicht günstig wäre, würde man durch ein eidge-nössisches Fürschreiben an den König und an Marquis Louvois Abhilfe zu verschaffen suchen, v. Glarus^öt abermals seinen Zwist mit dem katholischen Religionöthcil vor. Vier Conferenzmitglieder werden