Juli 1678.
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iu beschwichtigen empfahl. Doch schon auf dem Rükwege aus dem französischen Lager machten die Ab-geordneten die Wahrnehmung, daß die französische Armee wegen Mangel an Futter und Waffen sich dalänger halten könne, sogar schon Belagcrungszcug und kupferne Schiffe von Rhcinfcldcn weg hin-»nter geführt wurden. In der Nacht begann der wirkliche Rükzug, und als die Abgeordneten am folgen-Tage (9./19. Juli) auf der Heimreise in Rhcinfelden ankamen, sahen sie die Bürger noch bei ihrenLöschapparaten „als die Träumenden aber noch nicht Trauenden, doch gegen vierzig Häuser, die ZihcinbrükeUnd die Porten ruinirt." — In die Kricgökasse und zu Bestreitung der Gcsandtschaftskosten soll auf jedenAuszüger '/< LouiSthaler eingezahlt werden. Den cnnctbirgischcn Vogteicn wird ein Beitrag von 1000Philippsthalern aufzulegen angetragen. Schwhz will sich dessen nicht beladen. Im Commando wurdenDberst von Dießbach und Statthalter Mohr durch Major Statthalter Andreas Mcher von Zürich und^ardehauptmann Anton Schmid, Landeshauptmann von Uri, abgelöst. Nachdem die Franzosen inzwischenüber Breisgau, die Kaiserlichen über den Schwarzwald sich von den Gränzen entfernt hatten, wurden"uch die Auszüger nach Hause entlassen.*) I». (Schwhz im Austritte.) Indem man zwar den Obrig-keiten anHeim stellte, das Benehmen dcö Standes Schwhz zu würdigen, unterließ man doch nicht, einschreiben an Schwhz abgehen zu lassen, in welchem die Notwendigkeit der getroffenen Maßnahmen undö>e verderblichen Folgen dcö von Schwhz gegebenen Beispiels vor Augen gestellt, innerhalb vier WochenErklärung, künftig in ähnlichen Fällen treu zu allen nöthig befundenen Anordnungen mithalten zusollen gefordert und mit Aufschiebung der Beeidigung des neuen thurgauischcn Landvogts, mit Ausschluß"US künftigen Zusammenkünften und Tagsazungcn und Ausschließung aus der Mitrcgierung der Vogteicngedroht wurde (25. Juli), e. Unter Hinwcisung auf die bei den Nachbarn und den eigenen Untcrthanen^rlschc„bx Konfusion und Mißstimmung wegen der Nähe der kriegenden Parteien bittet Schaffhanscn umtreues eidgenössisches Aufsehen. «I. Der französische Gesandte Gräbel, in Baden angelangt, bedauert es,der König durch seine Feinde, welche die Neutralität der Gränzorte nicht zugeben wollten, genöthigtKorden sei, denselben an der eidgenössischen Gränze entgegen zu treten, und hofft, daß die Bcnuznngunentbehrlicher Mittel, um an die Feinde zu gelangen, gegenüber dem, was diese auf Strcifzügcn u. s. w.^ erlaubten, dem Marschall de Crcqui nicht sehr verargt werde, versichert auch selbst alles Möglichegethan zu haben, um nach dem Willen dcö Königs alles zu hindern, was die Ruhe der Eidgenossenschaft
*) Der im Namen der Commandanten Meyer, Dießbach, Mohr, Schmid, Huber und F. L. von Stäfis (Herr zuollondin) eingegebene, in Liestal und Muttenz abgefaßte Bericht vom 3V. Juni bis 14. Juli erzählt, wie ihnen der viertebeil der Defensionalmannschaft zur Verfügung gestellt, von ihnen zuerst in Liestal, dann in Muttenz das HauptquartierAenommen, dann die Pässe zu Äugst, an der Birs bis Mönchenstein besichtigt, auf einige durch basel'sches Gebiet nachLeinfelden führenden Nebenwegen Verhaue und bei der Hülfenbrüke und der Birs einige Verschanzungen angeordnet undendlicher Ankunft der Defensionalmannschaft für ihre Einquartierung die nöthigcn Einrichtungen getroffen worden seien,Üblich nach Rükzuge der Franzosen vom 0. Juli die Entlassung der Mannschaft am 12. Juli stattgefunden und amJuli auch das Commando sich zurükgezogen, zugleich aber sich bewogen gefunden habe, dem Berichte einige AnträgeZufügen, nämlich: Bei künftigen Auszügen sollte die Mannschaft Proviant und Munition mitbringen; den Offizieren sollteBeuger Gehorsam verschafft werden; die Auszugsmannschast sollte zahlreicher fem; sie sollte schneller einrüken; zur An-^ung einer Kriegskasse sollte von den Orten auf den Mann wenigstens '/< Reichsthaler eingezahlt werden; auf 100 Mannßvolk sollten wenigstens 6 Reiter gerechnet werden.