1006 Mai 1676.
2. Mai, es seien vor acht Tagen wieder siebeuundzwanzig evangelische Geistliche aus Sicilien ausanstaltung des Admirals Ruitcr durch das englische Schiff „Margaretha" nach Venedig gebracht unddem Brudcrknsse empfangen worden; in drei Abtheilungen werden auch sie, wenn die Kranken sich ^holt haben, nach der Schweiz wandern; über fünfzehn andere Gefangene von Buccari dagegen seiBeweinenswcrthes zu berichten; denn sieben der augsburgischen und drei der helvetischen Konfessiongehörige seien in das Lager der Feinde übergetreten und mit wundem Herzen in ihre Heimat cmworden, die übrigen fünf Reformirten werden im abscheulichsten Kerker zurükgchalteni und ^ ^habe sich sehr zu beeilen, wenn er sie noch lebend antreffen wolle. — In Betrachtung dieses Elendes^ungarischen Glaubensgenossen wurde hicranf von den Gesandten der evangelischen Orte angeordnet,die eingehenden Kostenrechnungen in Circulation gesczt, von den einzelnen Orten die auö den Eon ^zu schöpfenden Beiträge »ach Zürich gesandt und zugleich Vorbereitungen getroffen werden, um d>cglüklichcn bei ihrer Ankunft in die evangelischen Orte zu vcrthcilen. I. Auch die auö Polen eingelöstHilföbegehrcn der Evangelischen sollen in Umlauf gesczt werden, um auf folgender Tagsazung barRath zu Pflegen. Von 1416 an, sagen die Bittsteller, haben sie nicht nur an ihrem Bekenntnissehalten, sondern auch andern Gleichgesinnten in Schlesien, Mähren, Böhmen, in den Hansestädtenleisten und Prediger senden können; durch den Brand von Lissa aber seieil ihre Studicnai'.stalten ^ihr Vermögen zu Grunde gerichtet worden und sie selbst steten Verfolgungen ausgesczt; ihr FreundGönner, Ernst von Schwettau, werde ihre Bitte um Untcrstüzung bei den evangelischen Eidge" ^besonders empfehlen. Ii,. (Zürich und Bern). Auf Bericht des zürcherschen Hauptmanns Sinn»^'Straßburg wird in Betreff der Kriegsjustiz und DiSciplin bei der im Dienste der Stadt Straf ^stehenden Mannschaft geantwortet, das Strafgericht sei von den Offizieren der drei Compagnieen ^ ^sezcu, in welchen der Delinquent gedient, das jus eonvoennäi aber stehe dem Hauptmann derzu, welcher derselbe angehöre. Zugleich wird die Stadt Straßburg eingeladen, dafür zu sorgen, daf ^schweizerische Mannschaft vom Wochenlohn nicht einen Gulden mehr für Brod aufwenden müsse, aldhochdeutschen Soldaten, ansonst man auf die Kapitulation laut Bund zurükkommen oder gar die H'Völker zurükzichen müßte.
Man sehe auch im Abschnitte HerrschaftSaugelegenheitcn!
Rheinthal. I». Art. >1?. Anstände mit dem Abt von St. Gallen.
«44
Rechnungs-Conferenz der die Vogteien Schwarzenburg, Orbe mit Tscherlitz, Grandscm
Murten regierenden Orte Bern und Freiburg.
Murten. 1«7«k, 27.-30. Mai.
Staatsarchiv Bcr». Frciburger Absch. Bd. a, S. V7l.
Gesandte: Bern. Joh. Rudolph Wurstemberger, Sckelmeister wälschen Landes, und Joh. Antonberger, Venner, beide des Täglichen Raths. Frciburg. Franz Peter Vonderweid, Sekelmci!^Prothasius Alt, Stadtschreiber.