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6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
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995
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Januar 1676- 995

^Nische Gesandte Graf Casati sendet aus Lucern ein Schreiben vom 23. Januar ein: Er habe gemeint,^ französische Gesandte St. Romain werde einmal seiner vergeblichen Bemühung, den ewigen Friedenseinem Belieben zu deuten und die Erbeinung mit Oesterreich und Burgund zu vernichten, satt ge-worden sein; da er sich aber je länger desto hartnäkiger in sein Bemühen vertieft und auf der lezten^fazung wieder auf unförmliche Weise ein Memorial in die Kanzlei „eingeschleickt" habe, möge die"gfazung nun auch die TagsazungSabschiede erwägen, durch welche Zahl und Maß und Verwendung derchlvejzertruppen in Frankreich bestimmt worden sei und die Forderung begründet werde, die überzählige"""schaft hcimzurufen und die Transgrcssionen zu verbieten. Diesem Schreiben fügte Graf Casati, alsnoch persönlich eintraf, ohne jedoch eine Audienz zu begehren, eine an alle Gesandten zu vertheilende,'kui>ch und deutsch gedrukte Deductiou bei. Auch ihm wurde geantwortet, man wolle den Erbverein^ ^ll nach Weise der Voreltern halten und sich ferner Mühe geben, um die bedauerlichen Trans-^ssioncn abzuschaffen (l. Febr.). Damit nicht zufrieden, entgegnete Graf Casati mit einem eine Anzahlfchiede von 1536, 1537, 1542 (April und September), 1552 (zu Solothurn und März und December^ Baden), 1553, 1558, 1562, 1564, 1572, 1606, 1610, 1635, 1639, 1646, 1647, 1648, 1654 anführen-, Memorial, ohne doch etwas anderes zu erreichen, als Bestätigung der bereits gegebenen Antwort,o»> die Gesandtschaften weiter zu gehen nicht instruirt seien. Was aber die vermeinte unförmliche'nbringung des Memorials der französischen Gesandtschaft auf der lezten Tagsazung betreffe, so erinnerte1'ch, es sei nichts Unförmliches damit geschehen, indem bei Abkürzung der Geschäfte der Kanzlei der^ Gliche Auftrag gegeben worden sei, das dem Burgermeister Hirzel eingereichte Memorial dem Abschiede^lffsigen. ^ Karl von Lothringen, Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee, ließ

^ seinen Abgeordneten, Baron Christoph von der Oclschnitz, den eidgenössischen Gesandten vorstellen,o nach einer Universalmonarchie strebende Regierung von Frankreich, als der Kaiser den Nieder-au auf ihren ungerechter Weise erlittenen Ueberfall einige Hilfe gewährte, das ganze deutsche Reich^griffen habe, die Eidgenossenschaft daher vermöge der Tractate verpflichtet sei, ihre in Frankreichs/ust stehende,, Regimenter zurükzurufen oder wenigstens nicht durch neue Recruten oder andere Be-rgungen zu verstärken, und dagegen auf die Waldstädte ein solches Aufsehen zu richten, daß die Be-^ ^aber der kaiserlichen Armee ohne Vcranlaßung bleiben, die Gränzen des eidgenössischen Gebietes zu^uhrei,. deswegen ersuche er sie, zu Händen des Generallieutcnants Montecuculi anzuzeigen, wessensich jh^. auf den kommenden Feldzug im Frühjahre wegen des Elsaßes und der Nachbarschaft zu ver-^u Hab?, Die dem Herzog hierauf erthcilte Antwort wiederholte, was schon an Oesterreich und Spa-^u erklärt worden, mit dem Beisaze, die von den Franzosen bezogene Rcmonte sei außerhalb des cid-Uvssiiche« Gebiets aufgebracht worden, die Transitirung zu hindern sei also den Orten nicht zu-^ "uden, vielmehr sei es an den kaiserlichen Beamten, selbe an den Gränzen aufzuhalten, k,» EndlichLüerte auch der Gesandte der Gencralstaaten, Malapert, die bekannten Klagen und Gesuche in vcr-Ausdrüken, erhielt aber aus Mangel an Instructionen den üblichen Bescheid, l. In Betracht^ icharfcn Verweise, die von so vielen Seiten her wegen der in Frankreich dienenden Regimenter und^dagnieen und ihrer offensiven Verwendung eingekommen sind, wurde, wenn auch nach der 1668 ge-^chten Erfahrung von einem an den König gerichteten „beweglichen" Schreiben wenig Erfolg zu ge-^igen war, dennoch ein Project zu einem solchen in den Abschied genommen und zugleich beschlossen,