Mai 1675. 967
^ Vorschlage in Kenntniß zu sezen, damit auch die übrigen Orte auf künftiger Jahrrcchnung darüber^ ruirt erscheinen, «I, Die vom Grafen Casati eingegangenen zwei Schreiben werden mit der Bemer-3 erwidert, daß die Orte der ihnen anderswoher gemachten Zumuthungen ungeachtet ihre Bundes-^'d Erbeinungspslichtcn nicht beiseitS sezen, daß jedoch das Ausbleiben der wiederholt zugesagten SatisfactionNen befremdend vorkomme, v. Lueern trägt vor, daß in Bezug auf die Neutralität des Biöthums^!el von dem Kaiser auf das an denselben ergangene Schreiben keine Entschließung erfolgt, unterdessen^ Feldzug wieder eröffnet und auf des Bischofs Ersuchen das Begehren bei dem Kaiser erneuert, auchGcncraUieutenaiit Graf Montecuculi die Sache empfohlen, von diesem jedoch erklärt worden sei, seine'»achten beschränken sich auf die inilitariu. Ebenso, fügt Lueern bei, sei auf Ersuchen des Bischofs^ezug Frankreich confiScirten geistlichen Gefälle desselben im Elsaß und Suudgau an
" französischen Gesandten St. Romain und an den König geschrieben worden, I. Da die vordcröstcr-
Regierung zu Freiburg dem Herrn zu Bernau am Rhein gegen seine rebellischen Unterkhancn' ^ansingen so schlecht bcholfcn ist, und auch den löblichen Orten auf ihr andermaligcS Schreiben keine^ '»>ort hat erfolgen lassen, wird der Kaiser gebeten, der Sache Abhilfe verschaffen zu wollen, und zugleich^ Vater Heinrich Rcding, Beichtvater der Kaiserin, um seine Mitwirkung ersucht. K. Der Antrag,v, wie bereits der spanische, so auch der französische Gesandte an die Entrichtung der Satisfaction ge-ahnt werde, erhält durch Lueern die Abänderung, daß dicß gemeinsam mit den übrigen Orten geschehen"> es könnten sonst leicht an die V Orte Zumnthungen gemacht werden, auf die sie nicht gerne allein»arteten. Ii» Dem im Thurgau wohnenden Convertitcn Heinrich Wicscr von Zürich wird in Bezugkleine im Reiche, besonders im vorderöstcrrcichischcn Gebiete, arrcstirtcn Ansprache» eine Recomma»-an den Landvogt von Baden bewilligt, daß die aus jener Gegend in die Grafschaft Baden ge-achtete,, Effecten mit Gegenarrcst bedroht werden. I. Das Geschäft des Rittmeisters Sulzer wegen der^»dtschrcjberin Hegner in Wintcrthur, sowie die Rechnung um das Einkommen des Sicchcnhauseö zu^gach jm Rhcinthal bleiben bis zur badischen Jahrrechnung eingestellt, k.» (Uri und Lucern). Uri be-mit Lueern zwei Anstände, nämlich, daß ein junger Sattler Alois Romain aus Uri bei den Hand-^ siiieistern zu Lueern nicht ehrliche Aufnahme finde, und daß der Schiffherr Mehcr den Schifflcuteu^ Uri die Fußgänger aufzunehmen nicht gestatten wolle und ungute Worte gegen Uri gebraucht habe.^>i erläutert in erstercr Beziehung den herrschenden Handwerksbrauch, dem die Handwerker von Lu-selbst sich unterziehen müssen, wenn sie auswärts als ehrlich gelten wollen; hinsichtlich des Schiffherru^^er wird versichert, daß ihm bereits ein Verweis gegeben worden sei. I. (Die Schirmorte von Engel-Auf Klage NidwaldenS, daß der Prälat von Engclberg bei dem Verkauf der Alp Fang, von der^ ^heil in der Jurisdiction NidwaldenS liege, den Ehrschaz verlangt und auf Verweigerung desselbenKäufer den Bezug der Alp verboten habe, also auf einem Rechte beharre, das ihm nicht zukomme,^ dem Prälaten geschrieben, er möge den Aufzug auf die Alp gestatten und den Streit auf dem WegeEltens beilegen lassen. i»i. Daö bei Ausfertigung des Abschieds eingelangte Schreiben Zürichs (ll. ll.^ Ma> a. K.) erklärt sich hinsichtlich des Zeitpunktes für Abhaltung der nächsten gemeinsamen TagsazungAnsicht der V Orte einverstanden.