Druckschrift 
6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
Entstehung
Seite
792
Einzelbild herunterladen
 

792

Juni 1K70.

5«>S

Conferenz der V katholischen Orte.

Lueern. IK7V, ?«. Juni.

Staatsarchiv Lueern. Allg. Absch. Bd. I^VIII, kol. 81.

Gesandte: Lueern. AlphonS von Sonnenberg, Schultheiß; Christoph Pfhffcr, PannerheU '^Christoph Kloos, Vcnncr; Joseph Amrhyn, Spitalherr. U r i. Joh. Kaspar Stricker, Landammann;Schmid, Zeugherr; Landvogt Sebastian Muheim; Johann Arnet, des Raths. Schwhz. FranzLandammann; Kaspar Abhbcrg, LandcShauptmanil; Karl Büeler, Sekelmeister; vr. Jakob Weber. .walden. Joh. Peter Jmfeld, Landammann, und Wolfgang Wirz, alt-Landammann, vonJoh. Ludwig Lussi, Landammann, und Joh. Mcchior Leu, alt-Landammann, von Nidwalden. Zu 3-Brandenberg, Ammann; Hans Heinrich Jttcn. des Raths.

». Nach vorgängiger eidgenössischer Begrüßung wird eröffnet, daß dieser Zusammentrittzum Zwek habe, zu erwägen, daß der eidgenössische Staat bei den ihm verbündeten Fürsten und ^in so gar schlechte Achtbarkeit und verächtliche Geringschäzung gerathcn sei." Diesem Ucbelwurde gefunden, sei brüderliches Zusammenhalten vor allem andern aus nöthig, hingegen sei es m>tguten Rathschlägen und Tagsazungsbeschlüssen nicht gethan, wenn man sie nicht auch in's Werk scze-dem alle Gesandtschaften sich damit einverstanden und dazu Hand zu bieten bereitwillig erklärte",diejenige von Zug sich vernehmen,als hätten sie diS Morgens verstanden, daß wegen dessen, soihrem Orth vergangen, ihnen ein Filtzsuppcn übcrgcthan wäre, welches ihnen ctwyö BcdänkhensNach mehrseitigen Erklärungen kam man zu dem Geständnisse, daß, wie aus dem Vergangenen z» ^sei, alle Orte gefehlt haben, das eine heute, das andere morgen, das eine so, das andere anders-Hauptursache des erwähnten UebelS, fand man, sei die höchstschädliche Trennung der Orte, daß ssfür sich selbst Meister und ein absoluter souveräner Stand sein wolle, wodurch den fremdenmöglich gemacht werde, alles zu erreichen, was sie suchen, indem bei vorherrschender Passion des ^nuzcS, der Mißgunst und der Factionen und solcher spöttischen Laster man einander gegenseitig ^Lichte stehe, einheimische Unterhändler und Rathgeber, deren es unläugbar in allen Orten .ßchmeisten Anlaß geben, treiben und trölen, um den fremden Ministern noch mehr zu bieten als sie "3 ^verlangen, in den einzelnen Orten das corpus Iiclvetäcum über dem eigenen Nuzcn außer Acht 3den Demokratien besonders alle Schuld begangener Fehler dem gemeinen Mann zugeschobendoch meist mit Unrecht. Zu der Frage übergehend, wie den eingerissenen Jnconvenicnzcn ^ ^werden möge, glaubte man das angemessenste Mittel in dem Exempel der Vorfahren zu finde», ^solche Sachen der verbündeten Fürsten vor eine auf Kosten der Minister zusammen berufenegebracht und im gemeinsamen Namen entschieden haben und nicht mit den einzelnen Ortenman sollte also künftig jedes Ort, das von den andern sich söndernd in Unterhandlung eintrete, "und die Particularsactionistcn, wenn sie mit ihren heimlichen Verhandlungen ferner etwas tractire» » .ernsthaft strafen. Mit Bezug auf die geschehene Andeutung, als hätte man während der Vera»!dieser Conferenz versucht, vermittelst absonderlichen Traktaten eine Pension zu erhalten, verwad