Februar 1670. 787
^ »zen Convention sich verschafft und daraus ersehen habe, daß sie sich nur auf das ennetbir.qische Landber / unterdessen auch die Contagion verschwunden sei, habe es von den Conservatorcn die Ab-^ ung des CominissärS verlangt; dieser sei dann auch veranlaßt worden, sein Entlassungszeugniß beiZu verlangen und habe solches bekommen, in der Meinung, Uri werde die nur noch in etlichen ab-des Berngcbiets vorhandene Sucht fern zu halten wissen; allein die KonservatorenAu/ ^ anders an, beziehen sich sogar auf die Contagion in Mastricht, um dem Commissär noch längern»oh ^ Eidgenossenschaft auszuwirken und über unsere Pässe, Commercicn und Jahrmärkte
verfügen zu können, was Konsequenzen nach sich ziehen würde, die Uri sich nicht gefallenEins Obwohl die andern Confcrenzständc Uri vorstellten, daß im gegenwärtigen Zeitpunkte der
^ begehrten Commissär den länger» Aufenthalt zu verweigern, eine Sperrung
Ichnft^^" Schaden zur Folge haben würde, wogegen man protcstircn müßte, beharrte doch die Gesandt-von Uri auf der gegebenen Erklärung. Daher wurde beschlossen, die Regierung von Uri durch ein^ wen um Abänderung ihres Beschlusses zu bitten; sofern sie darauf nicht eingehe, sollte im Namen^ "ugou vier Orte an das Tribunal geschrieben werden, immerhin in der Meinung, daß man sich»icht Zwangsmaßregcln, wie die jüngst gegen die Kaufleute auf dem Lauiser Markte ergriffenen,
gefallen lassen. I». (S. u. Thurgan). r. Auf Anregung Uri's werden die von denFürsten zu leistenden Satisfaktionen besprochen: Frankreich bezahle zwar mehr als andere,^ »luthe auch viel Nachtheiligcs zu; von den andern bezahle der eine gar wenig, der andere gar nichts;^ ohjschx Gesandte size schon lange in Luccrn, habe einige Kirchenzicrden geschenkt, aber von der^ nichts verlauten lassen. Es werden hierauf Ausschüsse au die Gesandten von Spanien^ Savohen abgeordnet, um ihnen ihre Verpflichtungen in Erinnerung zu bringen. «I. Dem Oberst^ ^dingen mündliche Komplimente au den neuen Gubcrnator von Moyland mitzugeben findet Luccrnbedenklich, weil daraus gefolgert werden könne, daß solche Antrittscomplimente durch persönliche^rdiiuugen verrichtet werden müssen; die übrigen Orte aber wollen diese Gelegenheit benuzen, weil die.genossen in Moyland etliche schlechte Freunde haben, welche den Gubcrnator gegen sie einnehmen undkeil könnten, das Geld sei verloren, das man den Schweizern gebe, es sei denn in der Roth,der Meinungen unbeständig seien, v. (S. u. Thurgau). k. Obwaldcn wünscht, daß statt
dkrst' Einfragen bei den Mitständcn ab Seiten Zürichs und Lucernö zur Vermeidung von Miß-
^»uduisien und Weiterungen öftere Conferenzbcrathungen veranstaltet werden möchten. Die übrigen^ Zinnien bei; auch Lucern hat nichts dagegen, ist sich aber keiner Nachlässigkeiten bewußt.
Man sehe auch im Abschnitte Herrschaftöangclegenheiten:
' I». u. «. Art. 37 u. 38. Beamte.