März 1668. 745
^ ^ " und trägt eine nachher von dem Dolmetsch Crivclli verdeutschte Proposition vor, in welcherh^^""^ung bringt, daß die von Frankreich aus auf den minderjährigen König von Spanien cr-u Augriffe die Eidgenossenschaft, laut den mit dem Hause Oesterreich bestehenden Tractatcn, ver-
dj^ . ' ^ur Vcrthcidigung Burgunds aufzubrechen und der offensiven Verwendung der in FrankreichTick? " ^"unschaft um so ernster entgegen zu wirken, als durch diese die neutrale Stellung uud die^ )e>t der Eidgenossenschaft gefährdet sei. Durch einen Ausschuß wurde ihm im Namen sowohl der»>end ^ ^ Spanien verbündeten Orte besonders geantwortet, man werde die mißbräuchliche Ver-da»,i ^ Diensttruppen möglichst remcdiren, das gestellte Begehren den Obrigkeiten hinterbringen undbeantworten. A. Obgleich sich bei mehreren Ständen wegen mangelnder Instruction Be-doch h. ^^bcn, das vom französischen Residenten Mouslier eingegangene Schreiben zu eröffnen, entschiedKM - dafür. Der Inhalt desselben enthielt die Versicherung: Wenn auch der Friede nicht so bald
M,. ^ ^ürde, dürfen die Eidgenossen dennoch nicht fürchten, daß die Waffenmacht sich ihren Glänzen
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^ ^^bin aus Burgund bezogenen Salzliefcrungen zurükgehalten würden, indem ja^ Hauptpläze mit eidgenössischen Truppen bcsezt werden; nach Ostern dürfe man endlichgt^'^"l^ugen Orten, welche das Bündniß unverändert halten, die schuldigen Zahlungen zu leisten,^ icdoch, daß bis dahin die geübte Präzis des Bündnisses beobachtet werde. Ferner sendet der
^ ^uslicr ein Memorial ein, in welchem die Versicherung ausgesprochen wird, daß der König vonkttde - ^ ^ Waldstädtc, noch der nahen der Eidgenossenschaft nuzbringcndcn Pässe sich bemächtigendes er, " Kaiser nicht seine Stände angreife, in welch' leztcrm Falle aber die Eidgenossen nach Inhaltl>e>^ Friedens weder dem Kaiser noch den Waldstädtcn Hilfe gewähren könnten; auch werden diedie ^ ^ eingeladen, in Bezug auf die zwischen Savopcn und Genf entstandenen Streitigkeiten^ Abscndung ihrer Gesandtschaft nach Turin anzuhalten, indem der Herzog die Aus
Zkje^ Streitigkeiten dem dortigen französischen Ambassador anHeim gestellt habe; dann wird an-F^uds zu Bezahlung der Pensionen, sowie das von Zürich, Basel und Solothurn ange-de» Ostern in Solothurn eintreffen werde und daß der Markgraf von Castcll Rodrigo mit
^istnd don England und Holland den Frieden unterhandle. Da man diese Erklärungen unge-
rn " ' ^ß man durch den Landschreibcr dem Resideutcn erwidern, man werde sich unmittelbar anUngeachtet der Resident hierauf antworten ließ, man werde damit nichts als Ver-oh' ^ Zahlungsleistungen und wegen Rükhaltnng der Rccrnten Vorwürfe bei dem Könige erholen,^sivn ' bcnjenigen Orten, welche an der dem König zugedachten Zuschrift nicht Theil nehmen, die^»edj, ' ""d Zinse auf Ende April zusicherte, erhielt gleichwohl ein Ausschuß den Auftrag, zur^ schädlichen Transgrcssioncn die angemessenen Schreiben an den König, an den General
^stcii ^ Bezug auf die Thcilnahme au der Besezung Burgunds, mißbilligend auch an die
' ^ Hauptlcute zu eutwcrscn. Uird uachdcm auch die Stände Bern und Solothurn die Zu-^"sikl)olt hatten, reiste nach Auflösung der Tagsazung am 4. April um 2 Ubr Nachmittags der^ dc» mit jenen Briefen sowie mit Citationcn an die Hauptlcute Stuppa und d'Hemel und
bezüglichen, an den General gerichteten Urlaubsgesuchen ab. Schließlich berieth man^>ssa ^ Regel und auf welche Termine die außerhalb der tractatgcmäßcn Gränzen befindliche
bei Strafe sich zurükzubcgcbcn habe und wie dabei zwischen dem deutschen und welschen Bur-
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