Februar 1659.S8«>
Conferenz von Lucern, Schwyz, llnterwalden und Zug.
Lucern. 3. und Ä. Februar.
Staatsarchiv Lucer». Allg. Absch. Bv> XI,IX, kol. ». — Landesarchiv Nidwalde».
Gesandte: Lucern. Christoph Psyffcr, Schultheiß; Heinrich Fleckenstein, Pannerhcrr; L"d^Mcher; Jost Pfhffer, des Raths. Schwyz. Wolf Dietrich Reding, Landammann; Joh. Kasparyberg, Statthalter. U u t e r w a l d e n. Marquard Jmfcld, Landammaun, von Obwalden; Joh. M' M ^Leu, Landammann, von Nidwalden. Zug. Karl Brandenberg, Statthalter; Jakob Zumbach, des M
», Nach verrichtetem Gruße wurden die zwei lezteu Gesandtschaftsberichte des Obervogts zu ^lieben, I. Anton Wirz, aus Wien vom 8. und 19. Januar in Berathung genommen. Obwohl es "nnrathsam schien, noch einige Zeit des Zweyerö „Funden und Streichen" nachzugehen und einen repu
lichen Bericht abzuwarten, wurde es in den Entscheid Lucern's gestellt, nach Eiulangung des
folgend'"
Berichts den Gesandten heimzuberufen. Da außer den früher» 190 Ducaten von Obervogt W'U ^100 Ducaten durch Wechsel aufgenommen worden sind, haben die Orte ihr Betrcffniß einzusenden.die Ansicht von Schwyz, daß ein kaiserlicher Commissär in die Eidgenossenschaft abgeordnet werden d>uoder sollte, wird nicht weiter eingetreten. I». In Bezug auf das von den Schiedorten neulich vonaus eingesandte Projcct zu gütlicher Vergleichung und die von dem Bischof von Constanz und demlatcn von Einsiedeln eingelangten Zuschriften findet Schwyz mit Obwalden und Zug angemessen' ^Projcct als unannehmbar zurükzusendeu und besonders bei Solothurn durch eine Gesandtsch^ ^andere Ansichten hinzuarbeiten. Nidwalden erinnert an die bereits 1656 hinsichtlich der im ^
haltcneu Punkte gemachte Unterscheidung, von solchen nämlich, die schon ausgemacht seien, solchen, ^ ^die regierenden oder gemeinen Orte betreffen, und solchen, welche des Drittmanns Rechte berühren,meint, daß eine solche Unterscheidung auf einen Ausweg führen möchte. Lucern ist noch nicht entm)'hat in Bezug auf die Rcligionöbedenken die Geistlichkeit um ein Gutachten angegangen. Indem ^ ^ ^noch daraufhinwies, daß die Zurükseudung des ProjcctS ein Mittel sein könnte, der Säze entlc vlwerden, auch die auf den 13. Januar angcseztc, aber nicht zu Stande gekommene Conferenz der d>c>lichen Fürsten wieder aufgenommen und um ihre Ansichten ersucht werden könnte, kam man amTage übcrcin, daß die Regierungen von Schwyz und Zug gebeten werden sollen, die Sache besonder ^Hinsicht ans die Verhandlung von 1656 nochmals in Ucberlegung zu ziehen, daß aber auch vor allem ^
Uri inständigst eingeladen werden soll, mit Beiseitesezung der Zwcyer'schen Particularangelcgcnhcit
mit den vier und dann mit sämmtlichen katholischen Orten einen gemeinsamen Nathschluß zu fasse",die bevorstehende allgemeine Tagsazung gefaßt zu sein. Zu dieser Vörtischen Conferenz sollen dienächsten Sonntag wieder allhicr an der Herberge erscheinen. «. (S. u. Frciämter). «I» (S. ,
(S. u. Rheinthal), k. Der Antrag von Schwyz, die Sache von Wallis wieder in Gang z"wird in den Abschied und auf die Tagesordnung der nächstens abzuhaltenden allgemeinen kathoConferenz gesczt, doch will man sich zuerst mit Uri darüber besprechen. Ebenso die angctrage"'Handlung über die verfallenen Pensionen. I». Schwyz spricht gegen Luecrn den Dank aus für l