242 März 1655.
aufbewahrt werden mögen. V». Von Freiburg und Solothurn wird an die jüngst versprochene Mitthcil»^dessen erinnert, was die geheimen Kricgsräthe der V Orte im September 1651 zu Lueern vcrha"^haben, v. Die Frage betreffend, an welchen Enden und Orten Lucern und Solothurn ihre Machtfüglichsten zusammenstoßen konnten, erbietet Solothurn eine Untersuchung vornehmen zu lassen. «I«wird ersucht, ebenso wie Freiburg und Solothurn sieben geheime Räthe zu bestellen. «. Bestimmungüber Wachtfeuer festzusezen wird unterlassen, weil das oben angegebene Mittel zur Verständigung be!tauge, t. Um aber besonders bei einer „Ruptur" mit Bern gefaßt zu sein, genügt das verabrc gCorrespondenzmittel nicht; man sollte auch mit Wallis, Burgund, Savohen, dem Bischof von Baselandern vertrauten Nachbarn in Verbindung treten. Da nun Herr von Montcnach mittheilt, daßObrigkeit mit dem Markgrafen Lullin, der bei dem savohischen Hofe in hohem Ansehen stehe und gVcrbürgcrtcr zu Freiburg sei, gute Corrcspondenz unterhalte, scheint es zwekdicnlich, auf diesem ^durch Freiburg mit dem Herzog von Savohen gewisse Wortzeichen für eine geheime Korrespondentverabreden. Dasselbe in Bezug auf Wallis und Burgund zu thun ist Freiburg ebenfalls am beigeeignet. Mit dem Bischof von Basel darüber zu verhandeln wird die bevorstehende Bundeserneucl^Gelegenheit geben, bei welcher namentlich eine präcisere Fassung bezüglich der gegenseitigen Hilfelcis'"zu beobachten sein wird.
Conferenz zur Vorberathung eines neuen Bundesvertrages.
Königsfelden. KiSS, 31. März bis 2. April. (21. bis 23. März alt. Kal.)
Staatsarchiv Bern. Tvangcl. Aisch. Bv. v, kol. l.
Gesandte: Johann Heinrich Waser, Burgermeister von Zürich; General Sigmund von Erlach'Raths von Bern.
Nachdem schon im Jahr 1629 auf einer Conferenz der IV Städte in Aarau eine engere Verbiß ^der evangelischen und zugewandten Orte der Eidgenossenschaft nothwendig befunden worden war,auf dem leztcn evangelischen Tag zu Aarau die Anhandnahmc dieses Werkes auf zeitgemäßen Gruudi^beschlossen und mit der Vorarbeit die obgenannten beiden Herren Waser und von Erlach betraut,diesem Zwek beförderlichst zusammentreten und nach vollendeter Arbeit eine IVstädtische Konferenz aussäst^sollen. Als leitende Gesichtspunkte wurden ihnen aufgetragen, die Bünde zu durchgehen und inzusammenzutragen, zu berathen, wie man einander mit Diversionen und Zuzug die Hilfshand bieten ^und sodann was der Kontraventionen halber in den gemeinen Bünden an die Papistischen zuund ob auch von ihnen die Bundeöerneucrung zu begehren sei. Um diese Punkte auf's gründlich!^ ^handeln zu können, untersuchen die beiden Vertrauensmänner nach ihrem Zusammentritt zuerst diewelche den bisherigen Bünden anhängen, und finden als solche: Bei einigen Bünden findet die ^richtung statt im Namen der heiligen Dreifaltigkeit oder in Gottes Namen; in andern zugleich imMaria und des himmlischen Heeres; in noch andern ist der Eid gerichtet auf Gott und die Heiligt