206 ^ November 1653.
WeinS und die 18 Kreuzer Zoll vom Centner Unschlitt mit Hinsicht auf den billigen, nur 3 Baze» ^Fuder Wein betragenden Zoll zu Schaffhausen ermäßigen, ßx. Eine gegen den Gcrichtsvogt Fücßl^Laufen erhobene Beschuldigung, betreffend Audienzgeld, daö ihm schaffhausen'sche Bürger wegen Rath^'"holung bei Eintreibung von Schulden bezahlen mußten, wird unbegründet gefunden und bei dieser ^legenheit verabredet, in welcher Weise Schaffhauseu seine Schuldfordcrungen in der Grafschaftbeitreiben solle. I»- Auch Schaffhauseu will Bern wegen der aufgelaufenen Kriegskosten mahne»sieht eine vertrauliche Konferenz zu Aarau wegen der französischen und andern Angelegenheiten noch "Weihnacht als nothwcndig an, l. Die Beisteuern nach Polen, in das Fürstcnthum Cleve, au den j»'^Preuß und an Herrn Polier in Lausanne, sowie die Quote an das für den Herzog von Württcw ^dccretirte Geschenk will Schaffhauscn richtig machen, k. Hinsichtlich des auf dem Hof Ghscnhard stchc^!dem Sekelamt von Schaffhauscn gehörigen Pfandbriefes vergleicht man sich, den Goldgulden künftig"20 gute Bazen zu berechnen und so zu verzinsen.
RRS
Conferenz zwischen Basel, Solothurn und Bischof von BaselBirseck. « Januar.
Staatsarchiv Baselstadt. Abschiedesammlung.
Gesandte: Basel. Oberstlieutenant Joh. Jakob Zörnlin, des Raths. Solothurn. OberstHelm von Steinbrugg, Sckelmeistcr. Bischof von Basel. Hans Theobald von Ostein, Oberv^Herrschaft Birseck.
Zwck der Conferenz war die Besprechung eines gemeinschaftlichen Defensionswerks zur Beschs ^ihres Gebiets bei den gegenwärtig gefährlichen Zeitläufcn. Man kam folgendermaßen überein -der von bischöflicher Seite begehrten Hülfe, von Basel zwanzig Mann zu Pferd und dreißig zuSolothurn fünfzig zu Fuß, erklärten die beidseitigen Abgesandten, dießfalls keinen Auftrag zuwollen das Begehren aber ihren Obern vorbringen, Solothurn in der Meinung, daß seinerseits ^sprachen werde, Basel dagegen mit weniger Aussicht auf Erfolg. Hinsichtlich des auf der ConftreUt ^24. April 1652 gemachten Projects ist man einig, daß es bei demselben verbleiben solle, wobei n-»»c''die LosungSschüssc auf den Schlössern, Pässen und Posten, ebenso die Fußboten wohl in Acht zusind. Daö Begehren von bischöflicher Seite, in das Haus „Bängthal" eine solothurnischc Salvag"^zu legen und eine andere von Basel und Solothurn in die Dörfer Allschwyl, Obcrwhl und ^buch, wird uä rekoroiuluiu genommen. Als Sammelplaz für den ereignenden Fall ist Therwhl, ^bequemst gelegene Ort, bezeichnet. Damit auf die Losungözeichcn um so besser Acht gegeben u'^Nöthige angeordnet werde, soll in jedem Dorf der dritte Mann in Bereitschaft sein und so es ^ ^gäbe sollen sie die übrige Bürgerschaft aufmahnen. Und damit alles in desto besserer Ordnung ^ ^wird nach Therwhl ein Offizier geordnet, der die nächstgelegeneu Orte in Obacht zu nehmen u» ^birseckischen Unterthanen zu commandiren hat. Auf gedachten Fall, daß Allarm entstünde,