Juli 1653. 191
^ Bickenbach, Landammann; Wolf Dietrich Reding, Panncrhcrr; Scb. Heinrich Abyberg, Statthalter,"terwaldcn. Johann Jmfeld, Landammann von Obwaldcn; Jakob Christen, Landammann von' Calden. Z u g. Georg Sidler, Ammann ; Wilhelm Heinrich, alt-Ammann.t»« Auf Veranstaltung Luccrns trat man nach altem Brauch zur Vorberathung der bevorstehenden^genicincn Tagsazung zusammen, ließ nach Verrichtung des eidgenössischen Grußes die Abgeordneten^französischen Gesandten de la Barde, Vigicr und Bullae, in die Sizung abholen und vernahm ihreDmngen sowohl über die im Januar bei der allgemeinen Tagsazung in Hinsicht auf die BundeS-eingelegte Proposition, als auch über die verheißene Satisfaetion. Weil nämlich, sagten sie,Deten der Bezug der ersten Zahlung versäumt worden sei, sei von den Ministem die zweite^ "^gesandt worden; es stehe den Orten aber frei, jczt sogleich vorläufig die erste, oder nächstens^ ^stc und zweite mit einander in Empfang zu nehmen; der Bundcstractat sei ebenfalls, wie bereits»ausgefertigt! und wenn die Orte ihn besiegeln wollen, so würden zwei Pensionen „aller Naturl>» Friedgeld" erfolgen. — Indem hierauf die Abgeordneten die von dem französischen Gesandten
Regierungen übermittelten Acten nochmals zur Hand nahmen, wobei es sich bei der weitem Bc-Orte ^gab, daß die Regierungen bestimmte Beschlüsse verschoben haben, um die Ansichten der andern-qes i-. ^ vernehmen und mit ihnen zu Rathe zu gehen, und sie auch den einstimmigen Beschlußde», be>r allem die Anforderungen der Ehre und Reputation im Auge zu behalten und erst,
piGenüge gcthan sei, ans Zusicherung einer rechtmäßigen und billigen Satisfaetion hin, den Bund^ überspannten Prätcnstoncn der Orte der andern Religion sich davon nichtlandt ^ lassen, fand man doch großes Bedenken, in den erweiterten Vorschlag des französischen Gc-
^ einzugehen, nämlich die mit Heinrich IV. im Jahre 1602 geschlossene Konföderation auf alle jczt
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damals Frankreich im Zustande des Friedens und des unbestrittenen Bestzes seiner Provinzen, was
^ Frankreichs Bcsiz befindlichen Länder auszudehnen und ohne Unterschied dieselben in Schuz und Schirm"rhmcn; denn, wenn auch in dem mit Heinrich IV. getroffenen Verkommniß kein Unterschied zwischenwar desselben gemacht wurde, also dieser Vorgang jenen Vorschlag zu rechtfertigen schien, so
den
'läher^ ^enmäßig der Fall ist. Als daher die Abgeordneten des Gesandten de la Barde hierüber keine^ ^ Aufschlüsse geben zu können erklärten, wurden sie ersucht, demselben vor allem aus diese Bedenkenh»^den. Wenn die Antwort de la Bardc'ö befriedigend ausfällt, will man sich durch die andern OrteH <5^ Prätensionen nicht hindern lassen, in die Bundesemcucrung zu willigen. I». Oberst Scb.»ich; öam Audienz bewilligt wurde, erklärt, daß er zwar keine eigentlichen Aufträge habe aber dochwolle, anzuzeigen, daß Herr Paul Annone in Mayland bereits die Pensionsgelder ingenommen habe und im Monat August durch Vermittlung des Grafen Casati abliefern werde,^ Aorauösezung, daß in den Bundcsvcrtrag mit Frankreich keine andern Länder aufgenommen^ >, als diejenigen, welche Heinrich IV. im Jahr 1602 besessen habe, und daß die TransgrcssionenH , ^^ttischcn Mannschaft in Frankreich wirklich abgeschafft werden. Es wurde ihm hieraus unterss,. " ""3 seiucr freundschaftlichen Bemühung verheißen, dieser Forderung gerechter Maßen zu cnt-8chvr'^' ^ ^ ^ ^ beruhigen möge, als zur Zeit wirklich die den katholischen Orten an-Fre ^aunschaft in Frankreich sich innerhalb ihrer Schranken befinde, v. Uli Jncichcn ans den^»tcr», nach Uri geflohen und dort festgehalten, soll nach Bremgartcn geliefert werden. «I. Lucern