16« April 1653.
Briefe zu halten und in einen ähnlichen Rechtstag, wie derjenige mit den sechs katholischen Orten ^nicht wieder einzugehen entschlossen sei; jedenfalls aber , wenn es zu einem schiedlichen Versil^kommen sollte, nur die Laudleutc von Uri, Schwhz und Unterwalden als Schiedrichter annehmen wür^'dabei freilich auch Grund habe, sich sehr über das ausgegangene Mandat zu beschweren, in welchem^Obrigkeit die Leute des Entlibuch allzu hart an ihren Ehren angegriffen habe, so daß sie an vielenals Kczer, Schelme, Diebe, Meineidige gescholten werden, während sie doch nur das Recht gesuchtsich zum Schuzc gegen fremdes Kricgsvolk, von dein sie erweislicher Maßen mit Raub und Brand
einem Ungenannten kömmt Bericht, wie etwa 36 Männer in Williöau, Geuensee, Kuutwhl,Rickenbach, Pfeffikon einige Bauern gebrandschazt und von Rickenbach ihren Zug nach Ermcnsce ^Schongau fortgesezt haben, „um den Weibel Ludi zu bremsen"; das thun sie, nach ihrem Vorgebe»,Abschlag für die durch den Streit aufgelaufenen Kosten; am 3. Mai sei bei dem heiligen Kreuz im 6"
buch vorgegeben worden, 46,666 Berner seien gegen das Land im Anmärsche; neben Widerruf deöfestes werde Herausgabe der zwei alten Briefe gefordert; wer gegen die Entlibucher kämpfe, werde ^Papst excommunicirt; mau werde au den Papst und an den Kaiser eine Gesandtschaft schiken; d>e^Josephötag aufgelaufenen Kosten müssen, weil die gegebenen Versprechen nicht gehalten worden,Regierungen vergütet werden; weil man das Land dein Feinde habe preisgeben wollen, zahle man ^
auch keine Zinsen mehr; verboten sei es, mit „Grempelwaaren" nach Luceru zu gehen oder Tüclss'-färben zu lassen; eine 256,666 Mann starke Bevölkerung sei nach den Beschlüssen in Huttwhl eutsch^
Vogtey krieg Stetten, Vogtey flummenthal, Vogtey Leberen, Vogtey j Buchyberg, Vogtey Dornach, Vogtey Dirrstey», ^Gylgybcrg, — vß der Herrschest Basel die Statt Liestahl sambt ihren Dörfcren, die Grofschafst farnßburg, Vogteybürg, Vogtey I Homburg, Vogtey Rahmstain, die freien Ämter Vogtey, so vnder die H. Eydtgnosse» der alten ltz ^j Brandis, Sumiswalt, Huttwyl vnd das gantzc Land emmen- I thal vnd das frei gricht Stcphisburg, Hiltcrfmlb"Hans Büler zuo Sigerswül für ihn vnd sine nachkommen. > , ^
Diser Pontschwur vnd Eydt ist zu Huthwyl von den vsigcschossnen von den obgcnambtcn Orthen har 6»» > , ^vnd bestcttigett worden In abgesetztem Jar vf den 4./14. tag May vnd mit den hieran > gehenkten Jnsiglen M ^gedechtuusi, zuo wahrer gezükhnuß gehcnckht vnd bckresftigct worden. Diser bliesen sint 4 von wort zu worLuthend vnd jedem Orth einer zugestelt worden, > Nämlichen Bärn, Lucärn, Solothurn vnd Basel herrschafften. ! ^
-j- Diese Stelle ist leer und eine Nadur darin bemerkbar; offenbar gehört die weiter unten mit -f bezeichnete Fortsei^bcrnischcn Acnitcr, von Brandis an bis zum Ende des Sazes, in diese Lükc.
ES hängen folgende Siegel:
1. Entlibuch: Das gewöhnliche, an einer gewobenen roth- und griinseidcncn Siegelschleife. Ail^
2. Williöau: L. oomitatus et oxxiäl >Vilisa^v. St. Peter als Schildhalter über einem spanischen Schilde mit kdes Löwen, an gewobener seidener, roth und grün gestreifter Siegclschleise, wie Nr. 1.
3. Ölten: 3. 6^3D1il. VI.1LU. Drei auf Bergen stehende Bäume mit rundlichen Laubkronen, an perg>»Siegelband. ,
4. (?Rotenburg): Siegelform des ficbenzehnteu Jahrhunderts. Siegelbild eine Burg, über deren Mitte zwei
schrcnktc Sparren, außerhalb je ein scchsekiger Stern. Von der älter» Legende ist »och: 3 ü ... VK6 - -'
lesbar, später cingcflikt im Stempel ist nach 3. und nach i, 3. 44 roh nachgravicrt. An pcrgs«
Siegelband. 4»^
5. Licstal: 3. 61V1VN VIVIDs.DIS. vü. I.lüSl'^4,. In der ober» Hälfte des quer gctheiltcn Schildes der v gF'eines Baselstabs. (An grün und rotheu Bändern hängt dieß Siegel, wie Nr. 1 und 2.) Ueber dein Schill
zahl 1539.