März und April 1653.
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Vermittlung zwischen der Stadt Bern und ihren Unterthanen.
Bern. I «S3, JA. März bis 12. April. (15. März bis 2. April alt. Kal.)
Gesandte: Zürich. Joh. Heinrich Waser, Bürgermeister; Snlomon Hirzel, Statthalter. GlaruS.Marti, Landammann und Panncrherr. Basel. Johann Heinrich Falkner, Zeughcrr. Schaff-^usen. Leonhard Mehcr, Sckelmcister. Appenzell A.-Rh. Ulrich Dietzi, Statthalter. StadtI ^^^bolomä Schobinger, deö Raths.
bricht des Bürgermeisters Waser. Auö seinem .Tagebuche in 3. II. >Vasori loga-twnum IlolvoUeurum. ll'om. 1. S. 109—152 auf der Bürgerbibliothek von Zürich. Nse. U. 31.kos ^ 25./15. März von Zürich verreist und in Aarau übernachtet trafen die Gesandten Zürich's^gs in Starrkirch auf eine bcrnische Post, die ihnen Mahnungsschreibcn an Zürich, Glaruö,nackd ^adt Gallen und die III Bünde übergab. Sie öffneten die drei ersten Schreiben und
ihrer ^ Inhalte Einsicht genommen hatten, beförderten sie dieselben weiter an den Ort
T^^^"""ung. In Langnau, wo sie die Nachtherbergc uahmcn, fanden sie daö Volk in schwierigerqe» ^ erklärte, der Obrigkeit treu bleiben zu wollen, bat aber, das! ihm die Beschwerden ab-
oder ^rden 'bm zugemuthet werde, gegen die benachbarten Unterthanen zu ziehen
in zürchcr'scheS oder überhaupt fremdes Volk aufzunehmen. Am 27. März, als die Gesandten
sie Mittag hielten, kamen die Ausschüsse des EmmeuthalS zu ihnen. Sie wollten, weil man
besser, geheißen, nicht nach Bern gehen, entschlossen sich aber auf dringliche Ermahnung, dem
die ^ ^"^e zu folgen, und eröffneten ihre Beschwerden. I». Desselben Tags in Bern angelangt, ließender i? Schultheißen von Grafcnried ihre Ankunft melden und verlangten Anleitung, wie sie
^sie d" besten dienlich sein können. Er ließ ihnen sagen, er werde die Sache am folgenden
in i> ^ Rathe vorlegen und ihnen dann eine Abordnung zusenden. Am folgenden Morgen erschienen^esa^^ ^ Landesausschüsse deö EmmeuthalS und von HaSli, Oberburg uud Rohrbach bei den" ten der Schiedorte, zählten ihre Beschwerden und Begehren auf uud baten um Rath, wie sie sichverhalten haben.
Statut ^eschwerdepunkte und Begehren der Emmcnthaler waren substanzlich, laut Bericht von Bürgermeister Waser und" er Hirzel, folgende:
e»d wie von altem har, Vy allen Iren freyheiten vnd Rcchtsamen, Bruch vnd gewohnheiten schützen
wolle; 2) den Freyen Kaust der Früchten, Vychs, Anken, Kesten, Salzes zulassen: 3) daß Trattcngclt, dad'ebeuvr" ^ Leonen eine nemme, vnd noch nit 40 Jahr alt syge, abnemmen vnd vfhebcn: 4) daß von ihnen den puren5) das Bernbatzen zusammen gestührtes Reißgelt, so wegen dest abruffs sich geschwcinert, widcrumb zu crsezen:tz) ^ Glicht anstatt der vielen fürbaß nur ein schuldbott geschickt werde, vnd derselbe syn dienst verbürge:dran ? v'e Salpetergraber bürgen stellend, waß sy mit fühwer oder sonst verwahrlosen möchten, wider gutzemachcn: 7) daßCy V ^>e gcltzinh auch mit pfcndern, daß ist mit Vych, Rosten, jtcm flüchten vnd dcrglychcn abrichten lasse; 3) daßderur!^^ badend, daß Pulffer vff dem Landt ze kauffen; 9) die abstellung aller vnnothwcndigen vnd großen Costcn'"ann^ Bystenden; 10) die Vffhebung der Zünfften vnd banns der Handwcrchen vffm Landt; 11) daß kein Haupt-^ch Osficier keinen Landtmanu jnn wirthshüßern hindern» trunkh vfwyglcn vnd dingen, vnd wann es beschehe, daß
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