März 1653. l4i)
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Geniein-eidgenössische Tagsazung.
Baden. I«. März.
Staatsarchiv Zürich. Allg. Atsch. Bd. ISS, kol. SS.
Gesandte: Zürich. Joh. Heinrich Waser, Bürgermeister; Konrad Wcrdmüller, Rcichsvogt und^kkclnieister. Bern. Anton von Grafenricd, Schultheiß; Vinecnz Wagner, Bcnncr. Lneern. LaieMeher, Statthalter; Eustachius Sonncnbcrg, des Raths. U ri. Joh. Jakob Tanuer und Scb.^legrin Zwchcr, beide alt-Landammann; Andreas Planzer, Landesfähnrich.^ S ch w h z. Michael Schorns,^-Statthalter. Unterwaldcn. Johann Jnifcld, alt-Landammann vou Obwalden; Bartholomä Oder-'»att.alt-Laudammann vou Nidwaldcn. Zug. (Gesandte nicht genannt). Glarus. Jakob Marti,^"daminann und Pannerhcrr; Balthasar Müller, alt-Landammann. Basel. Joh. Rudolph Wettstein,Bürgermeister; Joh. Heinrich Falkner, Zcugherr. Frcibir r g. Beat Jakob von Montenach, Sckelnicistcr.^olothurii, Wilhelm von Stcinbrugg, Zcugherr; Franz Haffner, Stadtschrcibcr und des GeheimenKäthes; Guggcr, Gcmcinmann. Schafft) ansen. Joh. Jakob Zicgler, Bürgermeister; Leonhard^Gcr, Sekelmeistcr. Appenzell. Johann Guter, Landammann von Jnncr-Rhodcn; Johann Tanner,^»dammann voil Anßer-Rhoden. Abt von St. Gallen. Jgn. Balthasar Ringk von Baldenstcin,H^ffieistcr. Stadt St. Gallen. Bartholomä Schobinger, des Rathcö.
i,. Nachdem in zehn Aemtcrn die llntcrthancn der Stadt Lneern sich gegen diese erhoben und einige^äsfc bcsczt hatten, war auf den Hülfcrnf Lnccrns von Zürich eine Tagsazung veranstaltet worden,"kern gibt gper die angedeuteten Vorgänge folgenden Bericht: Ein Ausschuß des Landes Entlibuch sei^ Lucern erschienen und habe verlangt, vor Rath treten zu dürfen; weil aber der Rath schon längere^ gesessen hatte, sei eine Commission beauftragt worden, jene Ausschüsse anzuhören; diese haben jedochEinvernahme nicht abgewartet; als sich hierauf eine luccrnische Gesandtschaft in das Entlibuch be-, hcibc sie die Untcrthanen mit Knitteln bewehrt gefunden, die trozigcn Leute zwar ans das wohl^ simnlirte Zureden der Geschworncn bereden können, durch drei Ausschüsse in der Kirche ihr An-"silen zu eröffnen; dicß habe aber lediglich in dem Begehren bestanden, zu vernehmen, unter welchen. Uignngeu iant Briefen und Siegeln das Entlibuch an Lneern gekommen sei; man habe hierauf vcr-. ^Hcn, in der Stadt ihnen die begehrten Briefe zu weisen, doch möchten sie zugleich ihre Beschwerdenöstlich übergeben ; es werde dann gethan werden, was billig und recht sei; statt diesem Vorschlage nach-^»niien, hätten zehn Acintcr durch zahlreiche Ausschüsse zu Wolthausen sich mit Eiden verbunden, zu-^»»cn z^ halten, bis allen Gemeinden die begehrten Artikel gewährt seien; daher habe Lneern die sechstischen Orte von dem Verlaufe in Kenntnis! gcsezt und diese haben durch ihre Abgeordneten die Bcwerden und Begehren der zehn Aemter einvernehmen lassen, auch von Lucern die Zusage erhalten, daß^ >ich dem Ausspruche der ständischen Abgeordneten unterziehen wolle; die Aufständischen haben jedoch^ Versprechen sichern Geleits nicht gehalten, sondern Boten und Briefe aufgefangen, zu den WaffenDissen, die Pässe und Brüken besezt, eine „wagenbrugg" über die Renß geschlagen, vor der Stadt sich^»imelt und geheime Dcputirte ausgesandt, um die gemeinen Leute mit der Drohung zu schicken, wer