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6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
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März 1653.

89.

Conferenz der Städte Bern, Freiburg und Solothum.

Bern. Z7./7. März.

Staatsarchiv Zürich. Ailg. Absch. Bd. tSS, kul. «it.

Gesandte: Bern. Hanö Rudolph Willading, Sekclmcister dentschcn Landes; Sigmund von, Erlach'Oberst; Christoph von Grafcnried und Georg Thormann, des Raths. Freiburg. Peter von Mo>^nach, alt-Statthaltcr; Rcinold, Oberst. Solothnrn. Hanptinann Gibcli; Hauptmann Grimm.

Gegen die aufrührerischen Untcrthancn Lucer,lS von der Stadt Lncern und auch von den katholisch^Orten zur Hülfe aufgcmahnt verständigen sich die drei Städte folgendermaßen: 1) Bern stellt vier Mgimcntcr auf, jedes 2000 Mann stark, wovon zwei sich zum Ausbruch bereit halte«, zwei aber sogleichdie Stadt gezogen werden, nebst noch vier Compagnicn zu 200 Mann, von denen zwei Compagnien sch^in die Stadt cingerükt sind; dazu werden von Genf, Biel, Neuenbürg und Nencnstadt der Zuzugans dem welschen Gebiet die Reiterei einberufen und zehn Regimcntsstüke und zwei Scchspsündcr inrcitschaft gesezt. Frcibnrg läßt 1060 Mann nebst drei Feldstükcn nach Bern marschircn; ein ReginU»'und, wenn dieß nicht genügt, noch 1000 Mann sollen folgen. Solothnrn sczt 600 Mann mit zwei ^gimcntsstükcn in Bereitschaft; 2) die Mannschaften von Bern und Frcibnrg stoßen in Bern zusai»»^und ziehen mit einander bis Langenthal; die Mannschaft von Solothnrn sezt bei Aarwangcn über l»Aare und vereinigt sich mit den Truppen der beiden andern Städte; 3) Commißbrod liefern Bern »»^Solothnrn die Aare hinunter; Freiburg mag seine Truppen bis zu ihre», Zusammentreffen mit den bcr>»scheu mit Gcldsold versehen und hat für die von Bern zu beziehenden Proviantlicferungcn Pcrgütw^zu leisten; in Zofingcn wird ein Magazin eingerichtet; acht Theile Dinkel werden mit vier The>^'Roggen oder mit zwei Theilcn Roggen und zwei Thcilen Haber zusammen gemahlen und so verbale»'4) wenn Bern das Commando über seine Truppen dem General-Major von Crlach überträgt, werde»ihm auch die Truppen von Frcibnrg und Solothnrn unterstellt; 5) mit dem Aufbruch wird bisweitere Mahnung von Lncern zugewartet, vorbehalten eintretende größere Dringlichkeit; 6) den Plan Z»'"Fcldzuge zu entwerfen wird den Oberbefehlshabern überlassen; Solothnrn stellt bei dem BischöfeBasel das Gesuch, von seinen in Activität stehenden 1000 Reutern etwa 30 Mann zur Verfügungüberlassen; 7) sollten die Nnterthanen der drei Städte sich des Auszugs weigern, so ist Bern ans ^Znzügcr von Genf, Biel, Nencnstadt, Neuenbürg und Münstcrthal, Frcibnrg auf Hülfe von Bnrg»^und Wallis angewiesen und als lcztcs Mittel würde man für gutes Schweizcrgcld fremdes Kriegsgenug finden; 8) die Stadt Lucern wird auf nahe Hülfe vertröstet und ihr angcrathcn, die Tractat»'»mit den Untcrthancn nicht zu übereilen und namentlich nichts einzugehen, das der Souvcränctäl Eiill^thätc. Auch den eidgenössischen Gesandten zu Baden wird Bericht gegeben, um zu vernehmen, waS ^Orte, besonders Zürich und die vier katholischen Orte, eines Zuzugs halber zu thun gedenken.