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Juli 1649.
tractiren. In Folge dessen wird in dem an den König von Frankreich gerichteten Schreiben, in Überein-stimmung mit einer früher» Zuschrift von 1553, erklärt, „daß wir schuldig vudt verbunden scyent, vcrmög„der Erbuercinigung der Graffschafft Burgundt hilf zue thun vndt sie zu schirmen nach dcro nothwcndigkcit,„damit sie also guete freundt vnd nachbarcn vor allem übcrfahl erhalten werden. Und dan, daß auch„dise Graffschafft jn allen tractatcn der pündtnnsscn, so mit cwcr Königl. Maj. vndt dcro Herren Vattercn„vnscrc Herren vndt Obern jngegangcn vndt auffgerichtet, vcrmög der Erbuercinigung reserviert vndt vor-behalten worden." t. u. (S. u. Luggaruö). Ii. Der in der Eidgenossenschaft residirende fran-zösische Gesandte Jean de la Barde, Ritter, Freiherr zu Marollcs, „Erster Freiherr" der Champagne, inallen königlichen Rathen ordinärer Rath, hält seine Proposition in französischer Sprache, die er dann indie deutsche Sprache libcrsezt eingibt, und zwar mit einer Beilage, enthaltend daö vom 10. Mai auöCompiögnc datirtc Schreiben des Königs Ludwig an seine allerliebsten großen Freunde, Eid- und Bundes-genossen gerichtet. Der Gesandte rühmt die Tugend der Treue im Allgemeinen, im Besonder» die Treueder Eidgenossen, und erzählt dann, wie in Paris von einer mit Finanzthcoricn sich beschäftigenden Parteideö Parlaments, die sich die königliche nenne, entgegen einer andern Partei, die sich dcö Königs undseiner Mutter, der Rcgentin, bemächtigt habe, den eidgenössischen Truppen, unter Zusage, daß der ausständigeSold thcilö in Baarschaft, thcils durch Anweisungen werde bezahlt werden, beliebt gemacht werden wolle,in ihre Garnisonen sich zu begeben, um die betreffenden Orte gegen den Feind zu verthcidigcn, die Truppenaber sich in ihrer Treue gegen die Regierung nicht haben irre machen lassen; zu bedauern sei allerdings,daß die in den zwei bis drei Monaten innerlicher Unruhen höher als in vierzehn Kriegöjahren angestiegeneFinanznoth nicht erlaubt habe, die unterdessen doch durch Baarschaft und Anweisungen getilgten Sold-rükfländc früher zu dcken und so dem Unwillen der Truppen zuvor zu kommen und namentlich auch jcztden Freunden des Königs bei Erneuerung dcö Bündnisses nach Wunsch zu entsprechen; sie sollen sichaber durch die Abgeordneten der Freigrafschaft deßwcgen nicht irre machen lassen; denn nur auö Haßgegen Frankreich behaupten sie, daß die mit Kaiser Maximilian geschlossene Erbcinung der Frcigrafschaftauf den Schirm der Eidgenossen Anspruch gebe, während dieselbe doch nur dem Grafen gelte, d. h. demKönige von Spanien. Im Schreiben dcö Königs wurde erinnert, daß er mit Rüksicht auf die Fürspracheder Eidgenossen der Frcigrafschaft einen dreijährigen Stillstand der Feindseligkeiten zugestanden habe,wegen der Fortsezung des Kriegs mit Spanien aber und weil die Frcigrafschaft dem Könige von Spaniengehöre mehr nicht habe thun können. — Auf diese Mitthcilungcn wurde nun beschlossen, durch einer;Ausschuß dem Gesandten antworten zu lassen: Die Orte freuen sich über daö Wohlvcrhaltcn der Truppenund die denselben gewordenen etwelche» Abzahlungen, ersuchen aber um noch bessere Berüksichtigung derFrcigrafschaft, nämlich um Herstellung der alten Neutralität; in Bezug auf mangelhafte Leistung derPcnsionsgcldcr, Anleihen, Zinsen, Stipendien, Particular-Contracte, Soldrükständc der Truppen werdensie an ihre Regierungen refcrircn, müssen aber nochmals ihre leztcö Jahr eingegebenen Beschwerden übervermehrte Auflagen der Douane zu Valenee und Lyon, Breisach, Colmar und im Suudgau und Er-schwerung des kaufmännischen Verkehrs und deö Bezugs von Zinsen und Zehnten u. s. w. wiederholen;sie erwarten, daß das eidg. Kricgsvolk künftig nur defensive, nicht aber zum Angriff auf die den Eidge-nossen befreundeten Mächte verwendet werde, und werden in diesen Vorauösczungen zur Erneuerung derBündnisse ihr bestes thun. Endlich einigte man sich, bei dieser Erneuerung der Bündnisse die alte For-