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6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
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Reform der Bundesverhältnisse durch Verschmelzung der verschiedenen einzelnen Bünde in einenauf zeitgemäßen Grundlagen ruhenden Gesammtbnnd; der Bürgerkrieg im Beginne des Jahres1656 mit dem ihn abschließenden Landsrieden (es war der dritte), welch' lezterer freilich nichtim Stande war, dem Lande in Wahrheit Frieden und Versöhnung zu bringen, so daß nacheinen: halben Jahrhundert beständiger Entzweiung abermals das Schwert zwischen den Par-teien entscheiden mußte; die Erneuerung des Bündnisses mit Frankreich, dessen gemeinsamerAbschluß nach langjährigen unerguiklichen Verhandlungen und nicht ohne Offenbarung der tiefeninnern Spaltung und der Machtlosigkeit der Bundesznstände endlich im Jahre 1663 zu Standekam, nachdem Jahre vorher die beiden Neligionsparteien, zuerst die katholischen Orte und dann,freilich erst nach vielem Widerstreben, auch die evangelischen zu gesonderten Abschlüssen sich her-beigelassen hatten; die Ausstellung einer gemeineidgenössischen Wehrverfassung (eidgenössisches De-fensionale genannt) im Jahr 1668 , mit spätem Abänderungen und Zusäzen, veranlaßt durchdie an den Gränzen der Schweiz zwischen Frankreich und dem deutschen Reich sich entwikelndenKriegsereignisse; das Verhalten der Schweiz (Wahrung der Neutralität) bei diesen langjährigenkriegerischen Vorgängen, wobei namentlich die Art und Weise bemerkenswerth ist, wie sichFrankreich bei offener Unterhandlung über Respectirnng derselben als neutrales Gebiet derFreigrafschaft Burgund bemächtigte, indem sie eine interessante Parallele bildet zu einem ähn-lichen Vorgang neuesten Datums, bei welchem die Schweiz in ähnlicher Weise hintergangenworden ist. In alle diese Verhältnisse und Begebenheiten gewähren die folgenden Bogenvolle Einsicht, da aus dem reichhaltigen Abschiedematerial gerade diese wichtigsten Gegenständemit möglichster Eiuläßlichkeit herausgehoben und behandelt worden sind, soweit es ohne lieber-schreitung der den: Werke gesezten Gränzen geschehen konnte,

Ueber das zur Bearbeitung gelangte Material, für dessen Reichhaltigkeit schon der Umstandspricht, daß aus dem verhältnißmäßig kurzen Zeitraum von zweiunddreißig Jahren sich Ab-schiede über mehr als siebenhundert Tagsazungen und Conferenzen haben auffinden lassen, erlaubenwir uns einige Bemerkungen und Aufschlüsse, die neben Darlegung einiger leitender Grund-säze bei der Ausarbeitung dazu dienen dürften, das richtige Verständniß und eine gerechteWürdigung des Werkes zu fördern.

Die Sprache der Abschiede aus dem vorliegenden Zeitraum ist durchweg schwülstig und vielfachganz unverständlich, so daß es oft große Mühe erforderte, mit Sicherheit einen bestimmten