Druckschrift 
5,1,b (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
Seite
1530
Einzelbild herunterladen
 

15.80

Lanis.

nun die Taxen festgestellt, nach welchen die Verbrechen und Frevel in Zukunft bestraft werden sollen. De»Landvögten wird Bollmacht ertheilt, in allen Fällen nach Gestalt der Sachen das Übel zu strafen und Z»handeln, wie Eid und Ehre es ihnen gebieten. Dabei wird auch in den Abschied genommen, bezüglich derneuen Sazung weder Miet noch Gaben anzunehmen, auch keinerlei Practiken zu brauchen. Diese Ordnungsoll buchstäblich gehalten und Dawiderhandelnde ohne Gnade mit den festgesezten Strafen gebüßt werden.

Ordnung, wie man die büßen nun fürohin In allerlei) fürfallenden srefflen machen rmd gestracks Jnziechen solle:"Heist einer ein lieghan, einseitig vnd verglichen rmd er nit gelogen, zallt .... Krön. - Dil. ^

Scheltwort mit schänden vnuerdienet, so wurden vor der vrthel abgredt, zallen.... 5 ^

Scheltwort mit schänden vnuerdient, wann der Widerrufs erkhendt, büeßen sich ... . 6 ^

Vm ein suest vff vorgende böse mordt .......... ,,

Vm ein suest vnuersechenlich one vrsach .......... 1 ,,

Vm zuckhen mit verwegnem gmüet one vorgende wort 3 ^

Vm Steckhen streych nit fürsetzlicher wyß « ^

Steckhen Streych sürsetzlich vnd schandt ze beivysen 5, ,,

Steyn oder ander gstallt wnrff einseitig 1 ^

Stein oder snnst gwcr ivurff mit blut one gfar lebens vnversetzlich 6

Vm ein blrit runs one gfar lamtag noch betlag 2 »

Blutruns mit verwegneni gniüet 6 ,,

Blutruns mit lamtagen vnuersechenlich deß verletzten halber 25 ,,

Vm Streich In eignem gut oder vff empfangnem schaden, wo nit lebens gfar gefolget, soll erlonptsin ; wan aber lamtag oder gfar lebens verursachet, soll gestrafft werden, doch das khein

todtschlag gefolget ' 10

Streych mit verbottnen gwercn sollen gestraft werden nach vermög vcrbotts selbiger gmcren.

Vm frydtbruch vnd parthyen sollen die alten sazungen gehalten werden, wie im Landtsbnch allhievergryffen.

Alle sreffen syndt by nacht, onch an merckten vnd gebottnen Festtagen zwyfach vnd vor ordenlichemgricht dryfach.

Vm abcrgleübigs khünstlen, Zauberwerch, ob Jemandt das brnchte, soll gestrafft werden nach gstallt

der fachen dem Landtvogt gwallt geben.

Vm grobe Gotzlesterung, siner helligen oder der helligen Sacrainenten nach dem herdtkhuß, wo der

seien nit gar grob ist, so zu Hern LandtvogtS gfallen statt, snnst 6

Für wuchcr mit groben Überzinsen vm geben vnd nemmen, oder man mer Honptgnt verschrybcndan bareß gellt vßgeben ist, wen es Joch antreffe, soll alles gut der Chamcr versallen sin.

Vm wucher mit beschwürlichem fürkouff allerley gethreydt vnd narung 5 --

Vm Eebruch 10 »

Von blutschandt zwyschen wyttnuß gesypten, so das leben nit verwirckhen biß vs den drytten vnd

vicrdtcn grad . . . . - 20 "

Welcher ein Junckfrouw schwechet one nachfolgend Ee 15 »

Vm Meincidt, dorin nit öffentlich gfar brucht 15 "

Mcyneidt, dorin öffentlich gsar brucht, hat lib vnd gut verfallen.

Vm falsche khundtschafft 30 "

Vni vergeben zu holdtschafft oder schaden one gfar lebens 20 « ^

Von vnzncht mit süllery 3 --

Absch. 31. I>.