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5,2,b (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
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^ und Tag geben, die noch nit vcrschincn wcrcn. Und weil sich die Undcrthonen bch uns sehr und nit ohneÄnderbare Ursachen beschwert, das; die Mieter umb geringer Schulden wegen in öffentliche Gant und zum Auf'^ gerathen und die Mieter alsdan in frömbdc Hcndt kommen, also leichtlich von ihrer Vorelteren MieterenWichen mücsjen und zuc Zeiten guete Gelegenheit hettcn, selbige an sich zue ziehen, also ordnen und setzen wir, des Perganteten ncchstc Bluotsfrcündt solche Güctcr widcrumb innerhalb ein Jahr, sechs Wuchen, dreh Tag" sich zue lösen freistehen solle, doch ferncrs und weiters nit,

28.

Item alsdan etlich liederlich Personen ihren Rinderen das Haab und Gueth, so sh von ihren Großvätteren"ud Großmüctcrc» erben möchtcndt, thuend versetzen, darauff zehren, Speis; und Trankh ncmmcn, haben wir^gcschcn, welcher einen; solchen uff ein Erb lichct, Spritz und Trankh gibt, dem soll man weder Hallcr noch>scnnig widcrgcbcn, dieselben sollen auch umb dreh Pfundt Pfenning gestrafft werden.

FridtHab

29.

Äem alsdan an etlich Orthen vil Mißvcrstandt des Friedbictcns ertvachscn, namblich so man mit Mündt

bottcn und nicht achten wollen, als wan er von Handt angelegt, wellen wir hicmit meniglich gemahnet"^u, darnach behuotsamb zue sein; dan welchem von Mündt Frid botten, Wirt man nach Gestalt der Sachenstraffe« und sonst in allwcg handlcn und halten, als ob er von Handt angelegt wcrc und der Fridt vcrscit,in g'cichcn Schulden stehen.-)

30.

^ Item dicweil auch die von Appenzell abgcstrikht und vcrbotten, das; kein Landtmann cinich Landtgucth^ t»ein aus dein Rhcinthal vcrkhauffen darff, soll hingegen kein Hoffmann cinich Gueth, so im Rhcinthal ge-keinem Landtmann zue kauffen geben, zur Buos; zchcn Pfund Pfennig, und darzuc soll der Kauff weder^sst noch Macht haben, es wcrc dan einem von der Oberkhcit zucgclasscn und vcrgunt.

31.

»Rem noch dem an etlichen Orthen Acich und Arm von den Korn- und Fürkheüffcrcn oder Müllerei; mit^ ry inerkhlichcn bcschwcrdt, haben ivir angesehen, daß kein Müller mehr zuc Lohn nemmcn soll, dan vonkill Korn bei; zivcntzigstei; Thcili item von zwei Viertel dürren H;bcr, daraus man Muetzmcl ii;achen

od/ den zwcntzigstcn Theil-, und dicweil auch etwa;; ein reicher und armer Viani; einem Kornkhcüffcr^ ^ Müller Gelt gibt, das; er ime Kori; kauffen solle, kauffen sie das Korn ctwan Dings und muotz dan

' das bar Gelt geben, das Korn also thcür, als wann crs Dings kaufst hette, haben.

. T'arumb haben wir angesehen, welcher eine»; Kornkhcüffer oder Müller bar Gelt gibt, daß er ime Korn»üd ^ das Korn widcrlasscn, wie der Kaufs umb bar Gelt gangen und nit weiter daruff schlagen;

^ "ls dan die Korngrempler und Viüllcr etivai; zwchcr-, drcyer- oder vicrlev Korn kauffen thuendt und ein

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tu seinem Werth tbcürcr als das ander kauffen, welches sie aber undcr cinandercn mischen und geben als-

den schlechteren, sie viel nccher kaufst, so thcür als den guctcn -. in dem Kaden Nur angesehen, wannus aufs dem Markh und Müllincn oder Heüscr under cinandcrcn thucn sollen sie den guotcn undseinem Werth, noch dem er gueth und bös; ist, vcrkhauffen. auch cii; Viertel Lindawcr Metz,. ' stc umb bar Gelt hinweg geben, nit mehr dan zwcn Creützcr, und was sie Dings geben, zchcn Pfennig^tff schlagci;.

bist, Viertel Garsten Lindawer Vi es; umb sechs Pfennig zue Gwinn ncmmcn und nit mehr; und das,

^ gelebt und nachkommen werde, werden wir oder unser Ambtlcüth zuc unser Gelegenheit die Korngrempler