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5,2,b (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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die füehrten, würden ihrem Verdienen noch gestrafft. Deßgleichen soll sman^j dan auch in der Sondersicche"und anderen Heüseren die frembden Sondersiechen und Bettler über ein Nacht nit beherbergen oder über NaObehalten und kein Orth und Flekhen dem anderen presthaft Bettler auf den Hals schikhen noch füehren, sond^jedes Orth die seinen anheimbsch behalten oder den nechsten hinder sich widerumb heimb und weg weiff"-dannenhero sie kommen sindt, bei Straff jedes Verdienen, wie oben auch angedeütet.

25.

Item dieweil auch vil teutsch und weltsch Personen, es sehn Kremer, Keßler und dergl. hin und w>d^wandlent Volkh Biderleüthen übertrungcn mit ihren Wahren, dardurch die Jnsesscn und Inwohner gehindertund mit dem Seinigen, darauff er das gantze Jahr sein Hauptgueth legt, nit fürkhommen mögent, haben w"angesehen, daß hinfüro alle Kremer, teutsch und weltsch, die eines Gulden Werth und darob haben, nitvor gemeinen Paurcnheüsern noch in Dörfferen feil haben, sonder allein an gefreiten Mcrkhten, wo dieStetten, Dörferen ald Flekhen sindt; die sollen auch bei den offnen Wirthen zechen und nit ir WeibKinder zue noch (sie) für Btzdcrleüthen Heüser umb das Almuosen schikhen, dan welcher solches übersehe,umb ein Pfund Pfenning, und die solches änderst zueließen, umb zwei Pfund Pfenning gestrafft werden.

26.

Item welcher seine Güter verkhaufft oder in Zins oder schuldenweiß versetzt, der soll alle Beschwerde"'was druff steht, ewiges und ablösigcs, bei seinem Eidt anzeigen und in dem Kaufs nach Chur und Anza?Zins damit hingeben, zue Bueß an zehen Pfundt Pfenning; doch möcht einer sich so frävendtlich halten, ^würde mit dem Hochgericht gestrafft werden. Und damit auch der Schuldtglettbiger wegen seines Versatz^und Undcrpfandt desto besser gesicheret und von dem Schuldner nit so leichtlich etwan hinder das Liccht geffn'^werde, also sollent fürterhin alle die Schuldbriefs vor offnen Grichtcn abgelesen und, ob die Versätzung gw^samb setze, darüber erkhcnt werden.

Und demnach wir glaubwürdig bcricht werden, daß bi solcher Verenderung, Verkhauffung und Versatz"^der Güeter auch Vilmahlen unsere und mein, des Landtvogts, gnedige Herren und Obern eigenthumblichaber unser ambtsangehörigc Lehengüeter ohne unser Vorwüßen und Bewilligen gefarlich vcrcnderet, vcrkhauw'versetzt, vertauscht und wir dahero an unserem Eigenthumb und Lehensgerechtigkheiten höchlich vernachth^'werden, deine nun in das Künfftig fürzuekhommcn und solche gefährliche Ungebühr abzestraffcn, soordnen und wollen wir hiemit ernstlich, daß alle diejenigen, so von uns, Abbte Pio, und unserem Gottöl?"^oder den acht regierenden Orthen ingemcin Lehengüeter besitzen, als offt stz dieselben verendercn, verseif''verschenkhen, vertauschen, verkhauffen old in ander Weg beschwchren, allweg betz Vermeidung hochcr StralbVerliehrung und Verwürkhung der Lehens schuldig sein sollen, gleich von bcschehnem Contract inncrthalbnatSfrist ire Handlung unseren Ambtleüthcn oder dem Landvogt, von welchem Thcil stz dan zue Lehen hcrrücw"'getrüwlich zue eröffnen und anzeigen, damit alsdan die Gebühr daruff verschafft werden möge.

27.

Item wir setzen, ordnen und wöllen auch, wan es sich hinfüro begibt, daß einer vergantet würdeHelte ein anderer verschribne Schuldtbrieff auf denselben verganteten Güeteren, da aber die Zeit, im Schu^^Verschriben, und verschinen wäre, soll derselbig Ansprechende umb sein Anforderung und Ansprach "den geschribnen Underpfanden gewisen werden, sonder umb sein Ansprach nit zue den geschribnen Undcrpsw'nach jedes Hoffrecht fahren '), es were dan Sach, daß einer dem Schuldner mit Vorwüsscn und Bewill>ö"^mein, Landtvogts, oder unsers, Abbte Pii, Vögten zue Rosenberg, Blatten und Ammann zue Altstetten,

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