uffrechten, redtlichen und gcgenmäßigen Fründtschasft, Nachburschafft und guoter Corrispondcnz, uff weli^-Endt hin die Herren Landtrichter, Houpt- Bevelchslüth und Rath der acht Ehrensamme des obern Grau^Pundts zuo Jlans versamblet ire hiernach genante Ehren-Gesandten und Gewalthaber erwclt und luth irer N"struction, so sy in tütscher Sprach, datiert den 19. Decembris verflossen Jars gelifferet, abgefertiget zuo undck'reden, abhandlen und beschlossen die Artickel old Mittel, weliche mehr gerecht, heilsam, nuzlich und notwe»d>üsein möchtent, und nachdem gemeltcr Durchlüichtiger und Hochgeborner Fürst und Herzog zuo Feria sw'^etlichen fürnembsten Irer Königlichen Majcstct Rath, wie auch die gemeltcn Herren Gesandten sich mehrzuosammen verstieget, sich der Lenge nach mit cinandern underredt und gchandlet habent, alles das zuo cii>^'beharrlichen und guoten Grundt diser Geschafften ssichs richten möchte; sindt also gelanget uff ein Erleuterung,nüwerung und Bestätigung der angedütenen ehewigen Pündtnuß oder Erbeynung, und dieselbig ncüwlichdem gesagten Obern Grauwcn Pundt, ivie auch mit den anderen beyden Gottshauß und Zechen Gerichten Pünd^'oder mit dcnselbigen sonderbaren Gmeinden diser zwehen Pündtcn, die dem Obern Grauwen Pund zuofallen ^die Artickel annemmen und bestetten wcrdcnt, zuo bekrefftigen, weliche lutent wie vvlget.
Wir Filips der Dritt von Gottes Gnaden, König zuo Castilien, Leon, Arragonicn, beyd Sicilicn,salcm, Portugal!, Navarra und Indien ?c. Herzog zuo Bicylandt, und Wir Herzog von Feria im NammenKöniglichen Maiestct, Gubernator dißes Herzogthumbs und sein General Oberster Houptmann in Italien,seinem Königlichen Nammen als Herzog zuo Meylandt, und wir Houptmann Jacob Baliel, Landtrichtcrvon Mündt, Landtrichter Casper Schmidt von Grüenegck, Ritter Georg Schorsch, Houptmann Casper ^Schouwenstein, Ritter Johann Anthony Gioicr, als Gesandte der acht Ehren Fendtlinen des obgemeltenGrauwcn Pundts shabens mit einhelligem gemeinem Rath erkläret: I
Erstlich, daß endtzwüschendt Irer Königlichen Aiajestet und den Herren des gesagten ObernPundts, wie auch den anderen beyden Pündt oder iren Gmeinden, so in disen Vertrag intretten ivcrdcnt,gemelt ist, wirdt sein ein ewige, erbliche, uffrechte, redtliche nnd gegenmäßige guottc Fründtschasft, Corn'sl'^denz und guotte Nachburschafft dergestalt, daß der ein Theyl nit möge noch solle sich inlegen noch erkläre»keinerlei) Wyß noch Weg zuo Schaden, Nachthcil oder Beleidigung des andern Thcils, solle ouch nitdaß durch seine Dörffer und Landt, noch seine Underthonen kein Durchzug, Gelegenheit oder cinichc andere ^gegeben werde, welliche heimlich oder öffentlich den anderen Thcil schädigen möchte, sonder sigc schuldigwider zuo stritten mit seinem ganzen Macht und Gwalt, sy zuo verhindern und abzuothriben von sdwl'^Schaden, und so einem Theyl durch den andern Theyl oder sonst in anderer Gestalt zuo Müssen gethoneinicherley Handtlung, Verbindung, Uffsaz, Anschläg oder Rathschläg, die dem andern Theyl schädtlich iv^solle er schuldig sein alles dißes zuo verhinderen ohne cinichen Verzug und hierin sich verhalten mit aller ^
Flcyß und Ernst zuo verschaffen, daß dißes vermitten und verhinderet werde, mit der Anzal Volcks, nach ^der Herr Gubernator zuo Meyland es anordnen oder von dem residierenden Ambassadorcn in den Pündü'»seinem Nammen bcgert würdt, weliches Volch solle von seiner Maiestet bezahlt werden. ,..p
Zum Zweiten. In Betrachtung deßc, so Irer Exelcns im Nammen des Oberen Grauwen Pundts >slgehalten worden, damit man erkenne, mit was Vorhaben man mit den Waaffcn Irer Maiestet in daskommen ist, das kein anderes gsin ist, dann allein durch die vorgemelte Ursachen denen, so in Religiom-'I»^underthruckt warendt, Hilff und Gunst zuo geben, also Ire Excellentz übergibt und ist kommen in discn ^schluß im Nammen Irer Catholischcn Maiestet, daß das Landt Beltlin, die Graffschafft Wurmbs,allen seinen Zugehörungen, so in der Graffschafft Cleffen ligendt, die Mendt unverzogendtlich widcrumbunder den alten Posses und under die vorige Herrligkeit, Macht und Gwalt des obgemelten Obern Gra»
Pundts und ouch der andern zwey Pündten oder dersclbigen Gmeinden, weliche disen gegcnwürtigen