2020
Abtei und Thal Engelberg. 1610.
pellation halber Span und Jhrung erwachsen möcht, deine fürzekommen, habent inier erkaniit und gcst^daß ein jeder seine Anforderung und Ansprach für ein (Bericht bringen und deßen Urtheill darüber erwarb»solle, wäre dan Sach, daß er dem sich zu beschwüren hüte, soll er die Nrtell weiter nit' dan für einregierenten Prälaten, als der bey diser Urtell nit gesehen ist, ze züchen und ze apelieren haben, es ß'V ^Sach, daß Einer rechtloß gelaßen wurde oder ime beduchte, daß ime Gwalt beschächen sehe; in solich"»Fall mag er bh den Schirmorten oder deren (Gesandten sich erklagen und Rhat suchen. Käme aberHerr Prelat oder das Gottshuß mit den Thallütten ingeuiein in Span, mögent dieselben die Sachmässig sür dieselben zrihen. Begebe sich aber, daß Privat- und sonderbare Personen mit einemPrelaten oder dem Gottshuß (wie wol geschehen mag) in Rechtsüebung erwüchsent, solle es bh des nidcrc»Gerichts darüber gegebnen Erkandtniß verblhben, doch des Gottshuses Frhheiten und GerechtigkeitenAbbruch und Nachtheil."
(2.) „Belangende dann die Fäll und Eerschätz. Sodann des Gottshuses Nechtsame und sonderlich dir ^Bibel, welche man dermalen im Thall auch als ein authentisch äocninsutuin in Sprüchen geltenlutter vermag, daß, wöllicher Ligents kausfe, dasselbig in Jarsfrist empfahen solle oder dem Gottshuj! »"derumb zufallen und allenthalben bh Gottshüseren und anderen üeblich und gebracht wirdt, daß in sölliä?»Einpfahrrng etwas zu Erkanntnus der Eigenschaft geben wirdt, wölliches ein Eerschatz genant wirdt, si'scnt wir es bh der Erlütterung abgedachten lctsten Vertrags alls einem mitten und lhdenlichen noch»"verblhben." ^
„Wann auch nach Ußwhsung lind Sag des Gottshuses Gerechtigkeit die Thallütt desselben eigne ^sind, so nun einer uß dem Thall zühen und diser Eigenschaft sich ledigen will, ist nitt unbillig, daß ^Gottshuß dargegen sölliches mit dem Abzug vergolten werde uff Whß, wie mecrgemellter letster Vcrvermag und zugibt." ^
(3.) „Von wegen Annemmung der Hinder- oder Bhsässen, wie auch der Thallütten. Diewhlen ein ^Prelat und das Gottshuß die rechte Oberkeit deß Thals und also deß Jnzugs einzig fähig ist, auch "die Bürde der Erziehung vatterloser armen Kinden riß Pflicht obligt, wöllent rvir auch ime nützit benei»»»"'was derselbig Vertrag der Annemmung, wie auch des Jnzugs halber von Thallütten oder Hinters»^dem Gottshuß gegeben ist, wöllicher Vertrag dann hiemir im übrigen shnem Inhalt, was jetzundgerüert wirdt, durchriß ze guten Krefften erkennt und gültig shn und verblhben soll. Also soll es auch .standen und gehalten werden mit den übrigen des Gottshuses Privilegien, Frhheiten, Gwarsamincn, ^ ^ ^rurd Siglen, die dann iir allein irem Inhalt in Kraffl bestohir, und denselben durchriß nachkommenleben werden."
(4.) „Uird so nun dise jetzige nüwc Unruw und der Oberkeiteir rurd rrnsere Behelchung daher entsp»»'^^rurd verursachet worden, daß die Thallüt vilgedachten Vertrags (dessen aber sh sich wol fettigen möge»sollen, whl wir in demselben nützit unbillichs finden können) sich beschwärt rurd geweigeret, darrunb ^auch sh schuldig shn, dein Herrn Prelaten und Gottshuß ein billichen Kosten abzetragen, wie derselbigvon unserem Mittel Ußgeschossnc taxiert und angeschlagen wirdt; es mag aber der Herr Prelat zwc» ^des Thals Ußgeschoßire ernamsen rurd verordnen shnes Gfallens, die iure denselben Kosten anstattNamen der Gnreiird bis rrächsteir St. Martinstag erlegen söllent mit dein Zuthun, daß eiirzwei umb ir Ußgab widerrunb bcfridige rurd schadlos; halte, das Recht vorbehalten she, dessen bhwiderumb hnzekommen und sich ze erholeir, wölliche an dieser nürven Widerspennigkeit und Verweil'