1932
Bellenz, Bollenz und Attviera. 1641.
erlassene Rufe nicht zum Vorschein gekommen, in Folge dessen die Gesandten auf der Jahrrechnung »^sie das Urtheil gesprochen hatten. Von diesem appellierte sie. Sie wird nun durch einen Ausschuß ^hört, bekennt aber nicht, wer sie hin und her geführt hat. Sie wird nach Schwhz in die Gefangen^"abgeführt, wo sie durch einige Gesandte weiters, auch mit Anwendung von „etwas Marter" inqniriert wi^Je nach dem Resultat der Verhöre soll wiederum ein Tag ausgeschrieben werden. Absch. 960. a.Tie Gesandten von Uri und Schwhz lassen es sich belieben, daß der Landvogt über die Kosten, westi'«'dem Rechtsstreite zwischen Gio. Negri, genannt Putino, und Carlo Barera aufgelaufen sind, spreche,ihm recht und billig scheine. Der Gesandte von Nidwalden, ohne Instruction, nimmt es in den AlhV'Idiä. 6. M7K. Auf den Antrag von Uri wird der Cvmmissarius von Bellenz, welcher wegen unger^ter Sachen, die er auf Anstiften und mit Hülfe seines Tvchtermanns verübt hatte, wofür er von den Geiaten auf der Jahrrechnung zur Strafe gezogen worden war, nachdem er appelliert hatte, binnen vicrz^Tagen zu seiner Verantwortung zu erscheinen citicrt. Ibiä. o. l<>77. Was Landvogt Jakob Lusstrseiner Verantwortung auf die Bedenkeil, welche auf letzter Conserenz zu Lncern seiner Person halber ^geworden sind, vorgebracht hat, wird nicht für hinreichend erachtet; man überläßt es den Herren ^Obern, dessen Verantwortung für gut oder ungültig anzusehen. Absch. 962. ll. N>7!t. Um den i» ^Ziehung auf den Weinkanf eingerissenen Unordnungen zu steuern, wird den Landvögten anbefohlen, direinigen Jahreil abgeschickte Ordnung wieder aufzufrischen und pnblicieren zu lassen. Idick. l.Aus Aillaß der Verhöre der Katharina Lorcnzini ist man auf die Perbrechen geführt worden, welche La»Hauptmann Judice, Vater, mit seineil Brüdern verübt haben soll, daß er die Schuld an der Erinort»»^'welche Gio. Angelo Judice an dem Dreigeschworenen Pe»na verübt hat, gewesen sei, daß er verrathenlWeise an den Herzog von Feria, damals Gubernator zu Mailand, an Trivulzio lind Giulio dellaPropst alla Scala zu Mailand, etliche eidgenössische Vogteien und bündnerische Lande habe >>bel^ ^wollen. Judice wurde darauf gefänglich nach Schwhz eingebracht. Uri schickte zwei Abgeordnete »Bollenz, um weitere Untersuchungen anzustellen, aus denen sich ergab, daß Judice die Landschaftum viele tausend Gulden zu Schaden gebracht und unbefugter Weise im Namen von Gemeindengenommen habe. Es werden nun die Unterslichungsacten jener beiden nach Bollenz AbgeordnetenDa aber die Abfassung dieser Acten nicht völlig befriedigt, die Instructionen der Gesandten auchandergehen, wird zur Behandlung der Sache ein anderer Tag auf den 17. Deceniber angesetzt. ^und Nidwalden halten es für nothwendig, daß die Anklagepunkte dem Judice zugestellt werden,seine Vertheidigung auf jenen Tag gehörig vorbereiten könne. Absch. 9»>4. n. Es
daß die durch Statthalter Cvdono von Luggarus dein Landvogt Lusser von Uri an der Landschaftverzeigte Geldsumine beim Landvogt voll Bollenz hinterlegt werden solle, mit dein Beifügeil, daß dein ^ ^Halter anzukündigen sei, daß, insofern er diese Summe bis nächste Lichtmeß auf dem Wege Recht«-'»- ^an sich bringen könne, der Landvogt in Bollenz angewiesen werde, das Geld Lusser einzuhändigen- l ^ ^UUtl. In dein Processe der Katharina Lvrenzina war auch Gio. Pietro Judice aus Bollenz M'suchung nach Schwhz gefänglich eingezogen und eine Abordnung nach Bollenz geschickt worden, ' ..chforschung anzustellen. Dem Judice waren die verschiedenen Anklagepunkt - zugestellt worden, danür 0^^gegen dieselben vertheidigen könne. Unter den Anklagepunkten war der wichtigste der, daß er einelion versucht haben sollte, wofür er aber von Schwhz und Unterwalden schon 1629 Liberationhatte. Nachdem nun Judice und auch die Lorenzina nochmals verhört, jenem zu den obigen "