Bellenz, Bvllcnz und Niviera. 1639. 16-10. 1927
^ lMil. Tic Castellane zu Bellenz begehren, daß mai, künftig die 18 Kronen, diedj/' dein deutschen Chorherrn gegeben, dein Jakob. Pfarrer zu Arbedo, geben möchte, weil dieserltzlltliclM Functionen verrichte. Die Gesandten ans die Jahrrechnung sollen für das laufende JahrDiscretion werden lassen, für die Zukunft werden die Obrigkeiten entscheiden. Ibiü. o.ffiii- Gesandten tvird der Austrag gegeben, den Proccß, welchen Mo. Peter della Ganna wegen
daril herausgeben wollen, zur Hand zu bringen und je nach Beschaffenheit desselben
"""^"richten". Ilnü.'t'. Die Gesandten werden beauftragt zuzusehen, daß cinein Jaco-
-Niviera, der tvcgen einer Missethat entsetzt und wieder begnadigt worden war, zur Gebühr"Pen werde. Hüll. A. 1. Bei der Ankunft des Cardinals Mvnti, welcher zu der „Bisita" im
>vertn"'^ ""koininen wird, soll alls den Schlössern zu Bellenz geschossen, er begleitet und gut tractiertEard'" Abgeordneten dorthin zu senden. 2. Bei dieser Gelegenheit soll auch mit dem
Wal geredet werden wegen der Anmaßungen der weltlichen Priester und der Capnciner, wegen derKinder, welche der Unhvlderei beschuldigt sind, und derer, welche dieses Laster gebeichtetdiiull' Bestrafung durch den weltlichen Richter die Geistlichen nicht zugeben wollen. ,3. Wenn der Car-dc>> Einsicdcln oder zum Bruder Klaus kommen sollte, so sollen Schwvz und Unterwal-
i» ^ iicnachrichtigt werden. Ibiä. in Wenn in der Zeit, während welcher die Gesandten
^lZleien sich befinden, Fehler begangen werden, so soll in den drei Bogteien in Beziehung aufVv» c, dieselbe Ordnung beobachtet werden, welche zwischen den Gesandten und den Landvögten
das Lnggarus errichtet tvorden ist. Itziü. N. Die Beamten in Bollenz sollen über
»icln ^ ^ ^ ^'deutliche Rechnung stellen; serner soll ihnen, wie auch den Amtleuten aus der Riviera mehr^lstlj^ ^ gut gemacht werden. Ibiü. I. lDLk». Ten Gesandten ans die Jahrrechnung wird
^lsvrH daß sie dafür zu sorgen haben, daß Hans Martin Schmid von Uri zur Beziehung seiner
Itzill an die Gebrüder Judiei laut Brief und Siegel und obrigkeitlicher Ordination gelange,
vorige' Den Gesandten wird der Auftrag gegeben, Nachforschung zu halten, was für Practiken
wegen des Dreigcsclnvorenenamts in Bvllcnz angewandt tvorden sind, und gegen die Fchl-" "»zuschreiten. Idill.
zj»> Dr. Ltligio Tureone und seine beiden Brüder, welche bei den alten eidgenössischen Re-
ih^ dienen, bitteit siir sich und ihre Diener um die Erlaubnis;, auf dem ennetbirgischen Territorium^bc>, ^ tragen, weil sie oft hin und her reisen müssen. Uri hat ihnen bereits die Bewilligung gc-^tivn ^ Adrigen Orte überlassen dieselbe de» Obrigkeiten, sind aber der Ansicht, daß sie mit der Limi-werden könnte, anders nicht die Wehren tragen zu dürfen, als auf ihren Gütern, und densie bei ihren Herren sind. Absch. 921. lc. Die Gemeinde Gorduno hatte zu
I«„j, . Pre Robertelli geivählt, welcher seiner früher» Pfarrei zu Lodrino vom Crzbischof zu Mai-
Wgar alls die Galeeren geschickt werden sollte, wenn er betreten würde. Der Aufforde-Es ^drigkeiten, einen andern zum Pfarrer zu wählen, hatten die von Gorduno keine Folge geleistet.
der Cvmmissarius zu Bellenz beauftragt, sofort sich nach Gorduno zu begeben und die Gc-""zuhalten, unverzüglich eine andere Wahl zu veranstalten. Sollte nicht Gehorsam geleistet werden,