Bellenz, Bollenz und Niviera. 1M7. UU9
^ciandten abgehen zu lassen, damit er die Onarantaine schon vollendet habe, wenn die andern ankamen,^chmyz nämlich grassierte die Seuche; ans diesem Grunde war auch kein schwhzerischer <>lesandter ausEvnfcrenz.s Und weil ancb zu HaSle und Frntigeil und an andern Orten des Bernergebiets die Pest^wncrt, so wird Uri in der drei Orten Namen dorthin schreiben, die Kaufleute, welche von dort den^iaikt zu besuchen gedenken, möchten etliche Wochen vorher sich an gesundc Orte begeben und von da, mit^dmtlichcu Bollcten versehen, aufbrechen. ll>j,j. b. Dem Begehren der Bellcnzer, nicht zu ge-
halten, das; auf ihren Jahrmärkten Kanflcute „sich für Vellen; uffhin" begeben, und daß sie vor dem Markt"hd auch außerhalb der Stadt einen Kauf schließen, wird nicht entsprochen, lbick. o. Da trotz
Mehrfachen Beschlüssen das Umgeld zu Bellenz noch immer nicht bezahlt worden ist, so soll den Ge-la»dlen aus nächste Jahrrecbnung ernstlich und unter Androhung hoher Strafe der Befehl gegeben werden,Bellenz nicht wegzugehe», bis dasselbe bezahlt ist. Den Wirthen wird vorläufig geschrieben, für die^ uung ;ich vorzusehen. Ibick. ü. I. Gio. Pietro Moresini halte auf der Jahrrechnung zu Lauis
^ drei Orte Stiefväter tituliert und auch auf einer Tagleistung zu Baden sich unziemliche Ausdrucke ge-dieselben erlaubt. Jedes Ort soll nun seine Gesandten darüber befragen und den Bericht darüber aus'^chüe drciörtische Zusammenkunft bringen lasten und erkläreil, wie man sich gegen ihn verbalten wolle.^ Ebenderselbe hatte die drei Orte auch getadelt, als ob man denen von Lauis die ausgegebenen Briefe und,^'gcl wegen des Marktes zu Giubiascv nicht halte. Es wird gut befunden zu inqnirieren, wie ungebühr-Lanis die Kausleute übernommen haben, wodurch man veranlaßt worden sei, Brief und Sie-^ aufzuhe.en und den Markt zu Ginbiasev von Neuein einzuführen. lbicl. e. Da die Gebrüder
^niiclli von Lauis den lltitter Cislago, welcher die Nechtsame derer von Bellenz gegen die Zöllner vonund Luggarus ans der Jalirrechnung vertheidigt hatte, herausgefordert und das Eartel an den^ ui vvii Belle»; angeschlagen haben und mit ungefähr dreißig Personen erschienen sind, so werden diell.j ^ ^ Bellenz und Lauis beauftragt, darüber zu processieren uitd die Processe in die Orte zu schicken.chi»i ^ Es wird berichtet, daß die ennetbirguchen Unterthancn, welche sich zu Mailand als Fa-
sicl!" ^^"^en Arsten, gezwungen iverden, an Schanzen, Gräben und dergleichen zu arbeiten und, wenn sie»Mvr Gefangenschaft gesteckt iverden. Da dies; dem Bünditisse ztNviderläuft, wird an den Guber-
Ambassador Easati geschrieben, man möchte diese Leute verschonen. Ibicl.ge>w, Eislago bittet um Liberation von den Kosten, welche vor Jahren ans Anlaß der damals vor-
an»! .Bioderatioil des Rath-? zu Bellenz in den Orten vcrursat't worden sind, und die Etliche ihml^>u ^^n. ^a damals durch rechtliche Erkanntniß die Kosten auf die fünf »euerwählten Naths-^ worden sind, läßt man es bei derselben verbleiben und spricht Eislago derselben lcdig.^ llliK. Der Propst zu Abläsch tAbiasco) verlangt, daß ihm Angela Poma, welche wegen de-in N ^ ^"holderei in der Obrigkeit Hand gefallen ist, übergeben werde, und daß der Landvogt und Ratheincn ^ enthalten sollen etil Urtheil über sie zu fällen. Dem Propst wird geantwortet, daß manlu» Eingriff in die obrigkeitliche Gewalt nicht gestatten könne, zumal da man bei der Unterhand-
nian apostolischen Legaten gestattet habe, einen Jnguisitor nach Böllen; zu bringen und derselbe
diejenigen, welche Leute oder Gut geschädigt haben, vom weltlichen Gericht gestraft-lltaiHwna hatte bekannt, neben Berläugnung Gottes und Schmähung des h. Sacraments desdcrer ^ geschadigt zu haben). Absch. W7. a. «»Ii». Um der beschwerlichen Neticrungen
den Lauis und Luggarus los zu werden, wird der Stadt und Grafschaft Bellenz befohlen, die alte