IM 2
Bellenz. Bollenz »lud Riviera. 1636.
Landvögten zu Lauis und Luggarus befohlen, die Zöllner und Interessenten daselbst bei Strafe und l!n-gnade anzuhalten, bis zu Austrag der Sache Alles im alten Stand zu lassen. Zürich wird die Parteiaus die erste Tagleistung nach Baden peremtorisch citicren mit dem Verbellten, daß man, wenn ein TheÜungehorsam ausbleibe, nichtsdestoweniger mit dem Urthcil fortfahren und dem Handel ein Ende mache»werde. Absch. 788. k. ZtliO. Auf den mehrmaligen Bericht des Commissarius zu Bellenz, daß die Stadtund die Schlosser auf den Rothfall schlecht versehen seien, wird an den Grafen Casati geschrieben, ob ^nicht durch seine Jnterposition bei den spanischen Ofsicialen es dahin bringen könnte, daß eine QuantitätGetreides aus dem Mailändischen zu Bellenz deponiert würde. Zugleich wird dem Commissarius aufgeü'"'geu, von der Landschaft oder anderswoher einen Porrath an Korn oder andern Victualicn nach Belle»'zu schaffen und den Burgern zu gebieten, ihr eigenes Getreide, das ihnen auf der Landschaft gewachsen le>,auf den Rothfall in die Stadt in Sicherheit zu bringen. Absch. 789. b. M»l. Der wiederum gestehAntrag, man mochte eine qualificierte Person (man deutet auf Johann Püntincr) mit einem Generalbest,über das Kriegswesen nach Bellenz schicken, wird all instruondum auf die nächste drciörtische Versal»^lung in den Abschied genommen. Ibid. o. ZN»S. Die Hauptlcute zu Bellenz werden wiederum zur Wachsamkeit ermahnt und aufgefordert, eilends zu berichten, wenn etwas Bedenkliches vorfalle. Zugleichsie dem Vicarius Ghiringhelli befehlen, den Keller, den man ihm in einem Thurm bei seinem Weingartsanzulegen unter Bedingungen gestattet hat, wegzuschaffen und die Thüre in seinen Weingarten, die erder Stadtmauer ausgebrochen hat, auszumauern. Ibid. e. Miü. Statthalter Im Hof wirdmit dem Legaten über Mittel sich zu bereden, wie man des ärgerlichen Pfaffen Tvlando, der sich mit^ .und andern Waffen auf dem Monticello aufhält, los werden könnte, und ihn auch von dem in Ke»u"zu setzen, was in Betreff des Bischofs von Como gesprochen worden ist. Ibid. 1. Ob
die Schwabengüter, welche dermalen durch Misox nach Bellenz geführt werden, auf den Paß der ^zurückzubringen, den Zoll zu Bcllenz erhöhen soll, darüber sollen die Obrigkeiten auf nächste Zusa>»»^kunft instruieren. Ibid. NK5. Jedes Ort wird zu Rathe gehen, wie man sich mit Besetzung ^Schlösser zu Bellenz verhalten wolle, wenn die spanischen Ofsiciale den Hauptleuren daselbst unverscb^den Urlaub ankündigeu sollten. Ibid. i. ZttU». Hauptmann Horrat ersucht, man möchte laut des -schiedes von Flüelen ihin das hinter Landammann Tl'ösch liegende Geld, das für die Comnüssarii deDurchzug des Hochdeutscheu Volkes iu den Jahren 1635 und 1636 bestimmt war, übergeben, weil er
malS als Commissarius functionierl habe. Man läßt es bei jenem Abschiede bewenden mit derdaß ihm einstweilen der eine und erste Antheil verabfolgt werden solle; können die Erben des Landplbcrs von Mentlen innerhalb dreier Monate den Beweis nicht leisten, daß von Mentlen auch als ^missarius functioniert habe, so wird der Rest des Geldes auch an Horrat verabfolgt. Ibid. k.
Nusea war von dem Podesta zu Como in gefänglichen Arrest gezogen worden, angeblich weil erGetreide, das aus dem Mailändischen gekommen sei, verkauft habe. Sein Bruder Gio. Pietro ^ ^ ^bittet die Gesandten, sich für dessen Freilassung zu verwenden. Bereits hat Uri durch eine BotschaftSchwhz durch ein Schreiben den Grafen Casati um seilte Vermittlung angegangen. In Betracht ^daß, wenn ein Unterthan, der in der Jurisdiction der Orte gefrevelt hat, vor einem andern Sta»dRichter gestraft »Verden sollte, dieß zu Präjudiz der Freiheilen der regierenden Orte gereichenim Namen der drei Orte ein Schreiben an den Gubernator in Mailand gerichtet; ein ähnlichesCasati an den Grase»» Serbelloni. Alan will vorerst die Antworten auf diese Schreiben erwarte».