1908 Bellenz. Bollenz und Riviera. 1036.
sowie auch die unter sie gefallenen Personen und die Kundschafter nach Como weisen solle, wozuapostolische Legat zu Lucern sie bereden wolle. Weil man aber einerseits in Betracht zieht, daßFreiheiten und der weltlichen Autorität der Orte zum Rachtheil gereichen würde, andrerseits aber zu bcu^ten ist, daß da, wo keine Inquisition ist, ein weltlicher Richter sich das anmaßen könnte, was eine«' ^lichen zustehe, wird rathsam befunden, darüber mit dein Legaten zu Lucern zu verhandeln und die Gc> ^der Inquisition zu restringieren. Zu diesem Zwecke werden zwei Gesandte zum Legaten abgeordnet ^zugleich beauftragt, demselben bemerklich zu machen, daß man nicht einsehe, was die Inquisition a» ^jenigeu Orten fruchten solle, wo man das öffentliche Acrgerniß und die Buberei der Geistlichen, wie 1die des ungerathenen Priesters Tolauo zu Lumino ungestraft lasse. Weil man ferner weiß, daß zudie irrenden Schafe von ihren geistlichen Hirten schlecht geweidet werden und mit Ausnahme der ö ^das ganze Jahr hindurch weder au Sonn- noch Feiertagen Gottes Wort verkündigt wird, soAbgeordneten den Legaten ersuchen, beim Bischof von Como dahin zu wirken, daß etwa auch gutech"^nach Bellenz geschickt werden, damit sie der Inquisition weniger zu schaffen geben. Ibiä. lr. »27-mau der Streitigkeit zwischen den Geistlichen, den Orten und den Unterthanen los werde,schon früher als das beste Mittel angesehen, wenn mau durch Vermittlung des Papstes einen eigenen ^ ^erhalten könnte. Die Gesandteil sollen nun eingedenk sein, ihren Herreil und Obern den Ruhen ^zu Gemüth zu führen, wenn von ihnen das geistliche und das weltliche Regiment gesetztsie zu bewegen, sich nach Mitteln umzusehen, dich in's Werk zu setzeil. Ibick. i. »LB. Die von dU ^ferenz zu Altorf an den Nuntius wegen der vom Bischof zu Como prätendierten Inquisition,Inquisition des U. Inquisitor über die Unholderei der Jugend in Bollenz lind wegen des Sa»m--^ ^digers zu Bcllenz abgeordneten Gesandten referieren über die Ergebnisse ihrer Verhandlungen.gedankt. Der Inquisition des Bischofs zu Coino halber will man „den Wurf in den Händen ^ P,und deil Posseß nicht präjudicieren lassen. Die Inquisition in Bollenz will mau befördern. Des ^ ^gers zil Bollenz wegen bleibt man bei dem gefaßten Entschlüsse; der Cvmmissarius und die Haup^'".^!>selbst haben das frühere Mandat, wie es ihnen überschickt worden ist, zu publicieren. Der Nuntius ^diesem allem zu benachrichtigen. Da man aber die Ueberzeugung hat, daß in den ennctbirgisch'''"teien gegenüber der geistlichen Obrigkeit kein „leidenschaftliches Verhältniß" eintreten kann, wdem Papste nicht erlangt worden ist, daß dieselben einen eigenen Bischof haben, so soll auf r'ü>^ ^tischen Tagsatzung dahin gewirkt werden, daß eine qualificierte Person nach Rom abgeordnetzugleich auch die Canonisatiou des Bruders Klaus sollicitieren könnte. Die Kosten würden wohl ^ ^Unterthanen zu erhalten sein. Absch. 770. b. »L». Damit die Güter wieder aus die Straße»geleitet werden, wird den Obrigkeiten anheimgestellt, die Zölle auf denselben herunterzusetzen und ^Bellenz zu steigern. Auf die Güter der Schwaben, welche aus Misor durch Bellenz lind umgekch^werden, soll ein Zoll von vier guten Batzeil für das Stück geschlagen und der Zöllner mit eim'w ^dafür versehell werden. Ibiü. o. »30. Uri uinnut es über sich, mit äußerstem Ernst die zuden Cvmmissarius zu mahueu, das ihnen auserlegte Umgcld zu bezahleil und die Wehrenen am ^ ^an der Moösa herzustellen, widrigenfalls die beschlossene Gesandtschaft auf ihre Kosten beförderlichst^^,werde. Ikiä. n. »»t. Es wird das von der Cvnferenz zu Altorf an den Bischof von Cvnw ^gene Schreiben und dessen Antwort und die Cvrrespondcnz zwischen dem Bischof und denen zu ^ ^ >'llesen, aus welchen hervorgeht, daß zu Bellenz bereits ein Pater der Somasker als Prediger wä.