Bellenz, Bollen; und Niviera. 1630. 1885
Ätzern die Bilte vorgetragen, man möck^e seinen Better Carlo Chicherio ans der Hast zu Bellen; frei
die
^ui, 10,0lX> Krone»» Bürgschaft angeboten. B!an sindet in Folge der Verlesung der Proceßacten
^ache von der Art, daß man den Carl o Chicherio gefänglich in die Orte begleiten lassen will, „damit^ Wh M dem Leib purgiere". Die Gesandtschast von Unterwalden kann ohne Einwilligung ihrer Obernnicht Hand bieten, will aber deren Entschluß aus folgenden Samstag nach Schwp; berichten, welchesüri davon in Kenntniß sehen wird, so daß dann Carlo in die Orte abgeführt werden kann. Absch.
g,,
Uri hat dem Commissarins besohlen, ein wachsames Auge;n haben; dabei läßt man es
ewe
Belle
Fdleibeii. Idig. x. Jedes Ort soll dem Commissarins alles Ernstes schreiben, daß er die von
vie/"' ^^wlte, dem Statthalter Aufdermaur die durch dessen Legation ihm verursachten Kosten innerhalbTagw Z» zahlen, »vidrigenfalls ihm gestattet sei. Einen oder den Andern von Bellen; zu ver-^ uren. Ilckck. >l. Den Carlo Chicherio, der des an der Spitalmutter Lavinia und an seiner
'ul Hausfrau begangenen Todtschlags bezüchtigl wurde, hatte Uri durch seinen Amtmann abholen las-Cv» bnrch bie Amtleute wohl verwahrt werden. Es wird ferner beschlossen, daß der
Ac» Hvrrat, »velchem der ganze Verlans der Sache bekannt ist, sowie auch die Gesandten im
auf^'! Obrigkeiten der Verantwortung beiwohnen sollen. — Alsdann wird der von den Gesandten^^^"ung formierte Proccß und deren Bericht verlesen und die Vertheidigung durch Frau-für ^ ^^"'ghello und vr. Virginio Chicherio angehört. Uri hält die Kundschaften und Aussagen nichtstirl/^^^ hingegen die von Chicherio in seiner Verantwortung vorgebrachten Beweise seiner Unschnld""der ^ ^ ^ ^ denselben ans eine Urphede liberiert, jedoch mit dem Beifügen, daß er, bis die beidenAß " Erkanntniß gegeben oder noch eine Stimme der seinigen beisalle, auf dem Rathhaus zu
an ^ ^w»vahrt »verde». Mit seinem Begehren^ mau möchte ihm den Klüger nennen, damit er sich^ch»vi erlittene Schmach und seine Unkosten erholen könne, wird er jedoch abgewiesen
^chn/' ^idwalden nehmen Klage und Antwort in den Abschied. Die Gesandten ans der letzten Jahr-^>>hr" ^ culstragSgemäß einen Defensivproceß formiert haben, sollen sich als Lohn für ihre gehabte^'^" ^cirlo Chicherio ein jeder M Kronen bezahlen lassen. Absch. 545. Die Gesandten
bet ^^rcchnung hatten voll den Confiscationen ihr Audienzgeld angesprochen. Da man aber fin-hült / ' ^^ielbe der Obrigkeit und der Kammer verfalle und die Gesandten daran nichts zn fordern haben,schied" ^ "bthig, daß die Obrigkeiten darüber eine Erläuterung geben, und nimmt die Sache in den
^ Bellen;, Bollenz und Riviera sich abermals wegen des Umgclds be-
' sic
... ,r-
^te» " ^l-onen gebüßt werden. Komnieit die Bellenzer nochmals ntit Bcschtverden ein, so soll aufbjz ^ dvn jedem Ort ein Gesandter nach Bellenz geschickt »verde», welche daselbst zu bleiben haben,für ^ ^ch""ng aufgenommen und das Umgeld völlig bezahlt ist. Sollte das eine oder das andere Ort^ erbeten lassen, so behalte sich das dritte sein Recht vor, den ihm gebührenden Theil ein.">a»d' <Ul- Der von den Gesandten auf der Jahrrechnung erlassene Ruf, daß nie-
^rde " ^ Krauen Wein auf Borg hin gegeben »verde» dürfe, widrigenfalls ihn» nicht Recht
^c»h^^^" werden, erhält die Genehmigung! man hofft, daß dadurch die Wohlfeilheit des Weiness-lhrx., ' ^'rde. ikü,. g. den Anzug, daß die Säumer an Fecertagen am Gotthard nicht
^ beschlossen, den frühern Befehl aufrecht zu halten und den Landvögten daselbst zu befehlen,
lvllvn . "'"'^'"lb Monatsfrist durch die Amtleute unnachsichtlich dasselbe einziehen lassen: Widerspenstige
dürf
e», während anderwärts dieselben mit ihren Victualien ungehindert fahren können, »vird auf